Marcus Ehning mit Coolio aus der Zucht von Martina Wirtz. (Foto: Stefan lafrentz)

Riad – Der Titelverteidiger des Weltcup-Finals Springen 2023 hat Runde eins und zwei des FEI World Cup in Riad gewonnen –  also Henrik von Eckermann mit King Edward. Das muss dem hochgewachsenen Schweden erstmal jemand nachmachen. Der beste Deutsche war in Runde I Hans-Dieter Dreher mit dem Holsteiner Elysium und in der zweiten Weltcup-Prüfung Marcus Ehning als Siebter mit dem in Mecklenburg-Vorpommern gezogenen Coolio. Bei den Dressurassen hatte Charlotte Fry mit Everdale im Grand Prix die Nase vorn –  also weiter vorn als zuletzt. 

Im “International Convention & Exhibition Center” in der Hauptstadt Saudi Arabiens stehen laut Zeitplan so ein bis zwei Prüfungen pro Tag auf dem Programm. Ein bis zwei? Klingt ja zunächst mal ein bisschen fremd für europäische Verhältnisse, wo nahezu jede freie Minute bei einem Turnier/ Championat genutzt wird für Prüfungen oder Showeinlagen. Andererseits  – weniger Sportprogramm birgt Zeit, um sich vielleicht auch mal außerhalb des Messegeländes umzusehen. Schließlich ist Saudi-Arabien bislang und möglicherweise auch in naher Zukunft nicht gerade ein Haupt-Urlaubs- und Kulturreisen-Ziel gewesen.  

Der Doppel-Weltmeister also Sieger der ersten und zweiten Prüfung, Teamkollege Peder Fredricson mit Catch Me Not S auf Rang zwei und genauso sieht es auch im Zwischenstand aus. Eckermann führt mit blitzblanker Weste, dahinter folgt im Ranking Pedersen. Hans-Dieter Dreher als Fünfter hat schon 14 Punkte Abstand zum “Leading Rider”. Am Sonntag folgt der Endspurt mit Finalteil III über zwei Runden und da kann immer noch einiges passieren.

Dressur-Weltcup wird am Freitag entschieden

Für die Dressur-Elite geht es am Freitag um die Titelentscheidung und das kann spannend werden. Isabell Werth hat ihr 25. Finale auf Rang vier mit DSP Quantaz begonnen, was tatsächlich eher ungewohnt für die Rheinbergerin ist – Charlotte Fry hat mit Everdale gewonnen vor Patrik Kittel (SWE)/ Touchdown und Nanna Skodberg Merrald (DEN)/ Blue Hors Don Olymbrio. Der 23-jährige Raphael Netz, der ab 1. Mai in Moosburg an der Isar zuhause sein wird, beendete den Grand Prix beim allerersten Weltcup-Finale als Fünfter mit Great Escape Camelot. Feines Reiten attestierte man dem jungen Mann reihum, allein die Piaffen sind wahrhaftig nicht die Stärke seines Camelot. Um 17.15 Uhr Ortszeit beginnt die Grand Prix Kür –  also nach MESZ um 16.15 Uhr, denn in der saudischen Hauptstadt ist man Europa eine Stunde voraus.

Raphael Netz mit Camelot und Pferdebesitzerin Sonja Kristina Krall nach dem Training.
© www.sportfotos-lafrentz.de / Stefan Lafrentz

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