Maigret bleibt ein Siegertyp – Die „weiße Weste“ im Dr. Busch-Memorial souverän verteidigt

Der dreijährige Maigret gewann unter Lukas Delozier in Krefeld das Dr. Busch Memorial. (Foto: galoppfoto.de)Der dreijährige Maigret gewann unter Lukas Delozier in Krefeld das Dr. Busch Memorial. (Foto: galoppfoto.de)

(Krefeld/ Hamburg)  Er bleibt auch nach dem ersten großen Highlight ein absoluter Siegertyp: Der im Besitz des Gestüt Karlshof (Gernsheim) der Familie Faust stehende dreijährige Hengst Maigret verteidigte beim dritten Karrierestart In beeindruckender Manier entfernte sich der 5,4:1-Mitfavorit trotz einer Pause seit September die „weiße Weste“ im „Der große Online-Banking-Preis – Dr. Busch-Memorial“ (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.700 m) am Sonntag auf der Galopprennbahn in Krefeld.  

In beeindruckender Manier entfernte sich der 5,4:1-Mitfavorit unter Jockey Lukas Delozier souverän mit zweidreiviertel Längen von dem Außenseiter New Emerald und dem Favoriten Wonderful Boy, der noch ein Derby-Engagement besitzt. Der Winterfavorit Geography belegte nach längerer Führung Platz vier. Trainiert wird Maigret von Bohumil Nedorostek in Hannover. 32.000 Euro betrug die Siegprämie.

Auf den Spuren der Schwester

Maigret zählte 2023 zu den besten zweijährigen Pferden Deutschlands, unter anderem dank seines Erfolges im Junioren-Preis in Düsseldorf. In Krefeld wandelte er nun auf den Spuren seiner Halbschwester Mylady, die 2022 im Busch-Memorial siegte. Eine Derby-Nennung hat der Counterattack-Sohn aktuell nicht, aber es besteht natürlich die Möglichkeit einer Nachnennung.

Natürlich dürfte er nun ein erster Kandidat für die 2.000 Guineas sein, denn längst gilt das Dr. Busch-Memorial als Top-Vorprüfung für den Klassiker um die German 2.000 Guineas, die 2024 am Pfingstmontag, 20. Mai, in Köln stattfinden. Seit 1950 wird das Krefelder Grupperennen auf dieser Bahn gelaufen, nachdem das Rennen als Preis von Dahlwitz in Berlin-Hoppegarten beheimatet war. Der letzte Gewinner, der später auch das Derby für sich entschied, war Next Desert im Jahr 2002. Zazou 2010 war nach seinem Krefelder Erfolg Zweiter im Blauen Band. 

Schrecksekunde nach dem Rennen

Siegjockey Lukas Delozier, der im Winter sehr erfolgreich in Katar tätig war und inzwischen als Freelancer in Frankreich tätig ist, geriet kurz nach dem Rennen aus dem Sattel von Maigret, der in eine Hecke geriet, doch lief zum Glück alles glimpflich ab. Sein erster Kommentar: „Er ist ein sehr gutes und noch etwas unreifes Pferd. Das war der richtige Aufgalopp für die Guineas. Heute wirkte er etwas frisch, da es ja sein erster Start in diesem Jahr war.“ 

Any Moon ein Kandidat für Hamburg?

Im Rahmenprogramm am Sonntag in Krefeld gab der von Markus Klug vor Ort trainierte Any Moon in den Farben des Gestüts Schlenderhan ein imponierendes Debüt. Der von Andrasch Starke gerittene Hengst dominierte in einer 2.200 Meter-Konkurrenz nach Belieben und brachte sich damit nachdrücklich für Hamburg ins Gespräch. Bereits Any Moons Vater Sea The Moon avancierte 2014 zum imponierendsten Derbysieger der jüngeren Vergangenheit. Damals hatte er im IDEE 145. Deutschen Derby nicht weniger als elf Längen Vorsprung auf die Konkurrenz.

Derby-Woche startet am 30. Juni

Das IDEE 155. Deutsches Derby (Gruppe I, 650.000 Euro, 2.400 m) ist das Highlight der fünf Renntage zwischen dem 30. Juni und 7. Juli umfassenden IDEE Derby-Woche 2024 auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn. Gleichzeitig handelt es sich um das bedeutendste Galopprennen in Deutschland. Wegen der Spiele der Fußball-Europameisterschaft wurde der Programmablauf für 2024 modifiziert, und die Rennveranstaltungen finden nun in der Reihenfolge Sonntag, Mittwoch, Donnerstag, Samstag und Sonntag statt. Die nächste wichtige Derby-Vorprüfung ist das WETTSTAR.de – Bavarian Classic (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.000 m) am 1. Mai in München. 2023 gewann dort der spätere Derby-Held Fantastic Moon.

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