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Eine Zecke im Winter. Es klingt erstmal ungewöhnlich, doch genau das hat jetzt eine Pferdebesitzerin aus Bokelholm erlebt, wie sie… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
05.01.2019 1 min lesen
Symbolbild (Foto:pixabay)

Eine Zecke im Winter. Es klingt erstmal ungewöhnlich, doch genau das hat jetzt eine Pferdebesitzerin aus Bokelholm erlebt, wie sie dem „Schleswig-Holstein Magazin“ (Dienstag) des NDR Fernsehens erzählte. Sie habe nach einem Ausritt am Schweif ihres Pferdes die vollgesaugte Zecke mit gestreiften Beinen entdeckt. Da die Zecke sich auch vom äußerlichen stark von unseren Zecken absetzt, schickte sie die Zecke zur weiteren Untersuchung in das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin. Dort stellte sich heraus, dass es sich um eine Zecke der Art Hyalomma marginatum handelte.

 

Die Aufnahme zeigt eine Hyalomma-Zecke. Foto: Andrea Schnartendorff/Robert Koch-Institut

Die einzigen hierzulande bekannten Zeckenarten waren bisher der gemeine Holzbock und die Auwaldzecke. Die Hyalomma-Zecke ist fünfmal so groß wie der gemeine Holzbock, ihre Beine sind auffällig gestreift, sie kann schnell laufen und sie überträgt Krankheiten, die zum Tod führen können.

 

Bei Temperaturen unter sieben Grad verfällt der Holzbock allerdings in eine Winterstarre. Ganz anders sieht es bei den tropischen Zecken aus.
Zwar wurde diese neue Zeckenart bereits schon im vergangenen heißen Sommer bei uns entdeckt, doch dass ihr auch die kalten Temperaturen nichts zu schaffen machen ist neu.

 

 

 

Nach Ansicht von Experten werden Hyalomma-Zecken in Deutschland sterben, sobald es in Deutschland wieder kühler wird. Ob sich die tropische Zeckenart in Deutschland ansiedeln kann, wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen.

 

Quelle:
ndr/ratgeber.de
ndr/schleswig-holstein-magazin

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