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Weltcup Fahren: Mareike Harm zum ersten Mal dabei

Auftakt für Mareike Harm in Mechelen Warendorf (fn-press). Der Hallen-Weltcup der Vierspänner startet Ende Oktober in Lyon in Frankreich. Jetzt… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
17.10.2019 2 min lesen
Symbolbild © www.sportfotos-lafrentz.de/Stefan Lafrentz

Auftakt für Mareike Harm in Mechelen

Warendorf (fn-press). Der Hallen-Weltcup der Vierspänner startet Ende Oktober in Lyon in Frankreich. Jetzt hat der Weltreiterverband (FEI) bekannt gegeben, welche Fahrer bei welchen Weltcup-Stationen starten. Erstmalig ist Mareike Harm als deutsche Teilnehmerin dabei.

Als einzige deutsche Teilnehmerin startet Mareike Harm aus Negernbötel in Schleswig-Holstein in diesem Jahr im Weltcup. Dafür haben sich die besten zehn Vierspännerfahrer empfohlen, die auf ausgewählten internationalen Fahrturnieren in der Sommersaison Punkte gesammelt haben. Die 33-Jährige hat nach der Saison Platz acht belegt und sich damit direkt qualifiziert – als erste Frau überhaupt in der 19-jährigen Geschichte des Weltcups der Vierspänner.

Neun Stationen stehen im Winterhalbjahr auf dem Programm. Der Auftakt ist vom 30. Oktober bis 3. November in Lyon, danach folgen acht weitere Stationen in Maastricht, Stuttgart, Stockholm, Budapest, Genf, London, Mechelen und Leipzig. Das Finale findet vom 7. bis 9. Februar 2020 in Bordeaux statt. Bei allen Stationen können die Fahrer Punkte sammeln und die besten sechs qualifizieren sich für das Finale im Februar in Frankreich. Zusätzlich dürfen einige Fahrer mit einer Wildcard vom Veranstalter starten, sammeln dann aber keine Punkte für die Finalqualifikation.

Für Mareike Harm beginnt der Weltcup vom 8. bis 10. November in Maastricht in den Niederlanden. Außerdem am Start sind der amtierende Weltmeister und mehrfache Weltcup-Sieger Boyd Exell aus Australien, die beiden Niederländer Ijsbrand Chardon und Koos de Ronde und der Belgier Glenn Geerts. Beim Weltcup starten die Vierspänner in zwei Umläufen. Dabei werden Hallenkurse gefahren, die sich aus einer Kombination von klassischen Kegelhindernissen aus dem Hindernisfahren und festen Naturhindernissen, die sonst Bestandteile der Geländefahrt sind, zusammensetzen. Amtierender Weltcup-Sieger ist der Niederländer Bram Chardon, der auch im August in Donaueschingen Europameister der Vierspänner geworden ist.

„Für mich zählt der olympische Gedanke – dabei sein ist alles – bei meiner ersten Weltcup-Saison. Erst wollte ich gar nicht starten, denn es sind die besten Vierspännerfahrer dabei. Aber dann habe ich gedacht, warum eigentlich nicht, ich sammele einfach Erfahrungen“, so Mareike Harm zu ihren Chancen. „Ich habe das Glück, dass wir eine große Halle haben und da trainiere ich jetzt jeden Tag mit meinen Pferden das Hindernisfahren“, erklärt sie. Welche Pferde sie in Maastricht anspannen wird, steht noch nicht genau fest. „Es wird ein Mix aus meinen guten Outdoor-Pferden und ein oder zwei Spezialisten für die Halle.“

Die nächsten Stationen für Mareike Harm nach Maastricht sind Stuttgart vom 13. bis 17. November mit Wildcard, Stockholm vom 28. November bis 1. Dezember, Genf vom 12. bis 15. Dezember und London vom 16. bis 22. Dezember. Beim Weltcup in Leipzig vom 16. bis 19. Januar 2020 wird Georg von Stein (Modautal) mit einer Wildcard des Veranstalters an den Start gehen. evb

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