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Dressur, Springen, Turniervorschau

Turnier der Sieger 2019: Tradition und Top-Bedingungen locken Prominenz an

Internationale Größen des Reitsports reisen zum Turnier der Sieger nach Münster. MÜNSTER. Blicken Spring- und Dressurreiter auf ihre Terminkalender, so… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
30.07.2019 4 min lesen
Foto: Westfälischer Reiterverein e.V. (Thoms Lehmann)

Internationale Größen des Reitsports reisen zum Turnier der Sieger nach Münster.

MÜNSTER. Blicken Spring- und Dressurreiter auf ihre Terminkalender, so sind diese oftmals prall gefüllt: Unzählige nationale und internationale Reitturniere werden Wochenende für Wochenende veranstaltet. So steht auch das traditionsreiche Turnier der Sieger in Konkurrenz zu weiteren Reitsport-Events. Vom 1. bis 4. August findet das bekannte Reitturnier vor Münsters Schloss statt – ebenso wie gleich mehrere weitere attraktive Veranstaltungen. Dennoch wartet das Turnier auch in diesem Jahr mit einem attraktiven Starterfeld auf.

 

Ob die Etappe der Global-Champions-Tour in London (GB), der Louisdor-Preis im niedersächsischen Elmlohe oder die Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde in Ermelo (NL): International erfolgreiche Reiter haben am ersten Augustwochenende die Qual der Wahl. Doch vielen von ihnen fiel die Wahl leicht: Sie werden vom 1. bis 4. August auf Münsters Schlossplatz reiten. Das Turnier der Sieger empfängt auch in diesem Jahr wieder viele Top-Reiter.

 

Der Grund für den ungewohnt frühen Termin des Turniers, das in den Vorjahren stets Ende August stattfand: die Europameisterschaften der Dressur- und Springreiter in Rotterdam sowie der Vielseitigkeit in Luhmühlen, die ebenfalls am Monatsende ausgetragen werden. Um eine Kollision zu vermeiden, hatte Hendrik Snoek, Turnierchef und Präsident des gastgebenden Westfälischen Reitervereins, das erste Augustwochenende ausgewählt. Und die Rechnung ging auf: Auch in diesem Jahr hat sich ein starkes Starterfeld angekündigt.

 

Im Springparcours freuen sich die Organisatoren gleich auf mehrere Reiter, die aktuell einen Meistertitel tragen – allen voran Simone Blum, die amtierende Weltmeisterin der Springreiter. Mit ihrem Spitzenpferd Alice hatte sie bereits im vergangenen Jahr die Qualifikation zum Großen Preis in Münster gewonnen und nur wenig später nicht nur Einzel-Gold bei den Weltmeisterschaften in Tryon, sondern auch die Mannschafts-Bronzemedaille mit der Deutschen Spring-Equipe erritten. Apropos: Gleich zwei ihrer damaligen Mannschaftskollegen, Laura Klaphake und Maurice Tebbel, haben sich ebenfalls Startplätze in Münster gesichert.

 

Damit wird dem Publikum in Münster auch in diesem Jahr wieder Springsport vom Feinsten geboten. Neben bekannten deutschen Reitern wie Markus Beerbaum, Eva Bitter, Janne Friederike Meyer-Zimmermann, Philipp Weishaupt, Felix Hassmann (der sich in Balve zum Deutschen Meister krönte) oder Nisse Lüneburg (der zuletzt mit seinem dritten Sieg bei Hamburger Derby Anfang Juni für Furore sorgte) stehen auch zahlreiche internationale Namen auf den Teilnehmerlisten. Mit der US-Amerikanerin Chloe Reid geht die Siegerin des Großen Preises von Wiesbaden an den Start; Luxemburgerin Charlotte Bettendorf freute sich in Wiesbaden noch über die Auszeichnung als erfolgreichste Reiterin und wird nun ebenfalls beim Turnier der Sieger antreten. Weitere Größen wie die Schweizerin Janika Sprunger, Ire Eoin McMahon und Amerikanerin Emily Short ergänzen das internationale Starterfeld. Erfolgreiche Nachwuchsreiter aus der Region runden das Turnier ab: So wird etwa der amtierende Europameister der Jungen Springreiter, Philipp Schulze Topphoff, ebenfalls an den Start gehen.

 

Auch im Dressurviereck erwartet die Zuschauer eine abwechslungsreiche Mischung verschiedener Reiter-Pferde-Paare. 17 von ihnen starten am Donnerstag in der Auftakt-Prüfung, dem Grand Prix de Dressage. Anschließend werden fünf von ihnen in die Flutlicht-Kür am Samstagabend einreiten; die übrigen zwölf Reiter satteln am Sonntag ihre Pferde noch einmal für den Grand Prix Spécial. Zum ersten Mal setzt die Turnierleitung im Bereich der Dressur damit ausschließlich auf die „Große Tour“: St. Georg und Intermédaire finden nicht statt, stattdessen liegt der Fokus auf dem nun deutlich ausgebauten Grand Prix Spécial, der den Sonntagvormittag zu Dressur-Matinee macht. Michael Klimke, Turnierleiter Dressur, freut sich auch in diesem Jahr auf national und international renommierte Reiter: Mit Hubertus Schmidt, Anabel Balkenhol, Christoph Koschel und Ingrid Klimke sind feste Größen des absoluten Top-Levels vertreten. Und auch internationale Starter wie der junge Spanier Juan Pablo Matute Guimon und der für Dänemark reitende Martin Christensen werden für besondere Momente im Viereck sorgen. Das Sahnehäubchen: hocherfolgreiche junge Reiter, etwa die Nachwuchs-Europameisterin Jil Marielle Becks. Klimkes Fazit: „Die Mixtur passt.“

 

Schon jetzt blicken die Reiter optimistisch auf das diesjährige Turnier der Sieger und freuen sich auf das Event. Besonders „die einzigartige Atmosphäre vor dem Schloss“ lobt etwa Becks, die ihr Erfolgspferd Damon’s Satelite NRW satteln wird. Man spüre förmlich, fährt sie fort, dass das Turnier mit besten Bedingungen für Pferd und Reiter ausgestattet sei und im Münsterland „einfach Tradition“ habe. Auch US-Amerikanerin Chloe Reid hebt mit Blick auf das erste Augustwochenende die guten Bedingungen hervor: „Man merkt, dass die Organisatoren viel Mühe investieren, um das Turnier zu einem großartigen Ereignis zu machen. Und zwar nicht nur für die Reiter, Zuschauer, Besitzer und Pfleger, sondern vor allem für die Pferde“, betont die Reiterin. Dass das Turnier der Sieger, das Jahr für Jahr größtenteils von Ehrenamtlichen betreut und durchgeführt wird, sich durch eine „familiäre Atmosphäre“ auszeichne, findet indes der amtierende Deutsche Meister der Springreiter, Felix Hassmann – und fährt fort: „Und auch sportlich ist es immer eine Herausforderung.“

 

Pressemitteilung

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Jaqueline Weidlich

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