Turniervorschau, Veranstaltung

958 Pferde, 98 Stunden Sport, 2,8 Millionen Euro Preisgeld, 42 Prüfungen, 350.000 Besucher: In vier Tagen startet das Weltfest des… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
08.07.2019 3 min lesen
Es zeigt v.l. Carl Meulenbergh, Marcel Philipp, Monica Theodorescu, Marcus Ehning, Steffen Simon und Frank Kemperman. Im Hintergrund die Aachener Stadtreiter. Das Bild kann in Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung honorarfrei verwendet werden (Foto: CHIO Aachen).
958 Pferde, 98 Stunden Sport, 2,8 Millionen Euro Preisgeld, 42 Prüfungen, 350.000 Besucher: In vier Tagen startet das Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen. Mit illustren Gästen stellten die Organisatoren das diesjährige Turnier (12. bis 21. Juli) vor.

Turnierdirektor Frank Kemperman stellte auf der traditionellen Pressekonferenz kurz vor dem Turnierstart nicht nur eine Reihe von Zahlen und Fakten vor, sondern wusste auch: In allen fünf Disziplinen Springen, Dressur, Vielseitigkeit, Fahren und Voltigieren sind die aktuellen Weltranglisten-Ersten sowie weitere Topreiter auf den Starterlisten zu finden. „Das Teilnehmerfeld ist in diesem Jahr herausragend“, so Kemperman.

Dem schloss sich auch Monica Theodorescu, Bundestrainerin der Dressurreiter, an. „Wir sind sehr gut aufgestellt. Wir reisen mit einem Top-Team an.“ Auch wenn die deutschen Dressurreiter beim diesjährigen CHIO Aachen die Favoritenrolle bekleiden – ein Sieg in Aachen ist laut Theodorescu keine Selbstverständlichkeit. Sie muss es wissen. Bereits als Kind lernte sie das Turnier in Aachen kennen. Denn ihre Eltern waren professionelle Reiter. Später startete sie selbst als aktive Reiterin. Mittlerweile lenkt sie als Bundestrainerin die Geschicke des deutschen Dressurkaders. „Die letzten 50 Jahre habe ich den CHIO Aachen intensiv kennengelernt. Aachen ist einfach das größte und tollste, aber auch das anspruchsvollste Turnier der Welt.“ Dementsprechend groß ist die Konkurrenz. So wird auch Großbritanniens Ausnahme-Dressurreiterin Charlotte Dujardin nach vielen Jahren der Abstinenz wieder in Aachen reiten.

Gegen einen erneuten Sieg beim CHIO Aachen hätte auch Marcus Ehning nichts einzuwenden. Der deutsche Top-Springreiter machte im letzten Jahr mit dem Mannschaftssieg im Mercedes-Benz Nationenpreis und dem Einzelsieg beim Rolex Grand Prix sein Doppel perfekt. Auch 2019 wird er Teil der deutschen Equipe sein, zusammen mit Simone Blum, Daniel Deußer, Christian Ahlmann und Maurice Tebbel. „Seit fast 20 Jahren starte ich beim CHIO Aachen. Mit den Jahren nimmt die Nervosität ein bisschen ab und man kann das Turnier etwas mehr genießen“, verriet der routinierte Sportler schmunzelnd.

Der CHIO Aachen ist längst auch ein Medienereignis, ob Fernsehen, Social Media, App oder andere Online-Formate, crossmedial werden die Bilder vom CHIO Aachen verbreitet. Auch und vor allem durch den WDR als Host Broadcaster des CHIO Aachen. Mehr als 30 Stunden übertragen ARD und WDR den Sport, „davon über 20 Stunden live“, so WDR-Sportchef Steffen Simon. „Unsere Berichterstattung ist wirklich flächendeckend“, so Simon. Denn die Sportübertragung wird ergänzt durch zahlreiche Berichte und Reportagen in anderen Formaten – linear und digital. So wird nicht nur die WDR Sportredaktion, sondern auch die Online-Redaktion umfangreich und auf verschiedenen Kanälen berichten. Das gilt natürlich auch für die CHIO Aachen-eigenen Plattformen. „In puncto Digitalisierung waren die Veranstalter des CHIO Aachen immer stilbildend und ihrer Zeit voraus“, so Simon.

Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH, stellte ein paar der Neuerungen vor: So wird es eine vollkommen überarbeitete CHIO Aachen-App geben. „Über die App können wir in Echtzeit mit unseren Fans kommunizieren“, so Mronz. Darüber hinaus soll es nicht nur mehr Live-Bilder via Social Media geben – ein neuer Passus im Vertrag mit Rechteinhaber SportA macht’s möglich –, sondern auch ein neues Social Media-Magazin „CHIO live“ sowie verschiedene Formate mit Influencern aus den Bereichen Lifestyle, Food, Mode und Reitsport. Und CHIO Aachen-Partner SAP hat für einen neuartigen Reitsportsimulator eine Virtual Reality-Experience entwickelt, die die Besucher die Vielseitigkeitsstrecke des SAP-Cups nachreiten lässt.

Und auch wenn viele Veranstaltungen schon lange ausverkauft sind, Tickets gibt es noch für verschiedene Tage. Und so rührte auch Carl Meulenbergh, Präsident des CHIO-Veranstalters Aachen-Laurensberger Rennverein e. V., die Werbetrommel für „sein“ Turnier: „Das wahre CHIO-Erlebnis lässt sich am besten mittendrin und live erleben.“ Oberbürgermeister Marcel Philipp geht da mit gutem Beispiel voran. Er verriet, dass sein Terminkalender während der Turniertage ab mittags ausschließlich für den CHIO Aachen reserviert ist. „Das ist Weltklasse, was hier stattfindet und ein Geschenk für unsere Stadt“, schwärmt er. In diesem Jahr übrigens mit französischer Note. Denn das diesjährige Partnerland des CHIO Aachen heißt Frankreich. Die berühmteste Reitschule Frankreichs, der Cadre Noir, die beeindruckende Garde Républicaine sowie Jean-François Pignon, der Meister der Freiheitsdressur, werden unter anderem bei der Eröffnungsfeier am 16. Juli abends unter Flutlicht zu sehen sein, aber auch die restlichen Turniertage mitgestalten.

#chioaachen

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Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut. -Henri Cartier-Bresson

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