Dressur, Fahren, Springen, Veranstaltungen, Vielseitigkeit

Tipps aus dem Turnierkalender

Tübingen: Championate stehen im Focus 30.Juni – 2. Juli 2017 Tübingen.   Da steht vieles drin in der Ausschreibung und das… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
29.06.2017 12 min lesen

Tübingen: Championate stehen im Focus

30.Juni – 2. Juli 2017

Tübingen.   Da steht vieles drin in der Ausschreibung und das alles deutet auf ein umfangreiches, spannendes und vielseitiges Turnier hin: Championat des baden-württembergischen Warmblut-pferdes, Trakehner Championat Baden-Württemberg, Championat des baden-württembergischen Sportponys, Qualifikationen zum Bundeschampionat für Dressur-und Springpferde, Qualifikation zum NÜRNBERGER Burg-Pokal der Junioren und Sichtung zur Deutschen Jugendmeisterschaft. Das alles zu bewältigen; ist eine große Aufgabe für ein starkes Team, das allerdings mit derartigen Programmen seit Jahren fertig wird. Denn Tübingen steht alljährlich wohl vorbereitet da und präsentiert sich als Schaufenster der Pferdezucht im Lande. 922 Pferde und 282 Reiter stehen in den Meldelisten des Turniers, verteilt auf die zahlreichen Wettbewerbe. Insgesamt werden zehn Titel an die vorgestellten Pferde vergeben: Fünf Landeschampionate und fünf Schwarz-Goldene Bänder:

Sechs Springen und drei Dressuren sind in Klasse S ausgeschrieben. Für die jungen Pferde, die für die verschiedenen Qualifikationen und Championate vorgestellt werden, wurden die Anforderungen auf Klasse M beschränkt. Schließlich trägt man damit ihrer noch nicht abgeschlossenen Ausbildung Rechnung. 36 Wettbewerbe stehen insgesamt auf dem Programm und das Preisgeld kann sich auch sehen lassen. Auf die Sieger und Platzierten warten 35.000 Euro.

Kontakt:   Claudia Deyle, Telefon 0171-4906972

Albführen:  Internationales Turnier in Südbaden

6.-9. Juli 2017

Albführen.   21 Wettbewerbe in Klasse S und das nur im Springen – mehr geht eigentlich gar nicht. Getoppt wird das Ganze durch den internationalen Anstrich, denn Reiter aus dem benachbarten Ausland nutzen die Gelegenheit, sich mit ihren Konkurrenten aus Deutschland zu messen. Die Youngster-Tour besteht aus zwei Qualifikationen plus Finale mit Stechen. Gleiches gilt für die BRonze-Tour, die mit einem Zeitspringen endet. Das Angebot steigert sich mit der Silber-Tour über drei Springen bis hin zur Gold-Tour. Das Finale erreicht, wer in den beiden Qualifikationen davor gut mithalten kann. Das Finale besteht aus zwei Umläufen und lockt mit 30.000 Euro Preisgeld. Die Veranstalter haben sich auch für weitere Springen entschieden, die Reitern und Pferden zugutekommen, die (noch) nicht ganz oben mitmischen können. Das Preisgeld über das gesamte Turnier entspricht dem internationalen Charakter des Turniers: Rund 122.000 Euro stehen zur Verfügung.

Kontakt:   Michael Krieger, Telefon: 07742 – 92960

Lusshof-Laupheim:   Landesmeisterschaft Vielseitigkeit der Ponyreiter

7.-9. Juli 2017

Laupheim-Lusshof.   Vielseitigkeit und Lusshof in Laupheim gehören zusammen, seit Jahren! Es ist immer wieder spannend, welche sportlichen Glanzlichter der Verein zu setzen vermag in der „Krone der Reiterei“, bei der es bekanntlich darauf ankommt, drei Disziplinen gut zu bewältigen: Dressur, Geländeritt und Springen. In diesem Jahr ermitteln die Ponyreiter ihren Landesmeister 2017. Die Junioren und Jungen Reiter aus Württemberg reiten um Meisterschaftsehren. Die „richtigen Senioren“ ab Jahrgang 1977 und älter steigen in den Sattel und zeigen, dass sie noch nichts verlernt haben. 2016 gewann hier Anja Beifuss von der RSG Engelberth mit Le Cadeaux, Silber errang Mareike Pape vom RFV Herrenberg mit Samantha vor Daniela Czech-Ruff, ebenfalls Herrenberg, mit Jaipur.

Auf dem Programm steht auch das Landeschampionat des Baden-Württembergischen Vielseitig-keitspferdes im Alter von fünf und sechs Jahren. Die vier-, fünf- und sechsjährigen Vielseitigkeitspferde messen sich im Süddeutschen Championat. Die gleichen Altersgruppen treten auch bei den Trakehnern an. Der Lusshof ist also einmal mehr der zentrale Punkt für die Zucht der Vielseitigkeitspferde. 18 Wettbewerbe stehen insgesamt auf dem Programm.

Kontakt:   Carolin Bochtler, Telefon 0175-3567376

Schutterwald: Landesmeisterschaften Dressur und Springen

13.-16. Juli 2017

Schutterwald.   40 Wettbewerbe im Springen und in der Dressur stehen auf dem Programm der diesjährigen Landesmeisterschaft in Schutterwald. Das Reiterstadion in Schutterwald bietet seit vielen Jahren die idealen Voraussetzungen in der Infrastruktur und mit einer erfahrenen Turniermannschaft. Dazu kommt ein tolles Rahmenprogramm, das alljährlich Heerscharen von Zuschauern anlockt.

Sportlich ist folgendes vorgesehen: Drei Wertungen stehen für die Ponyreiter offen in der Dressur in Klasse L**, ein Wettbewerb wird als Kür geritten. Die Goldmedaille im letzten Jahr errang Philipp Merkt aus Tübingen mit DSP Del Long, Silber bekam Jana Schrödter aus Riedheim mit Havana Jack V und Bronze gewann Ann-Cathrin Rieg, Göppingen, mit Lawn Hill.

Bei den Springreitern/Pony geht es ebenfalls bei drei Wettbewerben um den Meistertitel, wobei das dritte Springen in Klasse M* mit Siegerrunde geritten wird. Siegerin des letzten Jahres war Lea-Sophia Gut aus Sulmingen mit Salvador vor Theresa Volckmann aus Mannheim-Neckarau mit Damigo. Bronze errangen zeitgleich Jennifer-Sandra Dreher  von der TSG Breisgau mit Finn und Jana Erkner aus Pfullingen mit Franz Ferdinand.

Die Meisterschaft „Children“ eröffnet den jüngsten Springreitern die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Auch für sie wurden drei Wettbewerbe ausgeschrieben, die sehr wohl anspruchsvoll in Klasse M ausgeschrieben wurden. Im dritten Springen in Klasse M* entscheidet sich die Vergabe des Meistertitels im Stechen. Vorjahressieger war Lukas Weiler aus Ubstadt-Weiher mit Chin Chilla by Vitakraft, Silber errang Lilli Collee aus Obersulm mit Contefina, Bronze gewann Lea-Sophia Gut, Sulmingen, mit Isauras Doll van Wittenberg.

Nicht als Meisterschaft sondern als Championat ausgeschrieben sind jeweils drei Wettbewerbe für Junioren im Springen und in der Dressur. Die Teilnehmer reiten nicht bei den Meisterschafts-wettbewerben. Im letzten Jahr gewannen in der Dressur Kim Hanna Heinnger aus Mosbach mit Romina und im Springen Sofia Köninger aus Achern mit Cliff.

Bei den Junioren wie bei den Jungen Reitern und Senioren bzw. Reitern gibt es ebenfalls drei Wettbewerbe um die Meistertitel: Die Junioren reiten in der Dressur zweimal in Klasse M** und einmal eine M**-Kür. Die Springreiter absolvieren ihren Wettkampf zweimal in Klasse M** und in der Entscheidung in Klasse S* mit Stechen. Die Titelträger aus dem Vorjahr sind in der Dressur Anna Casper aus Donzdorf mit Rock’n Rose und im Springen Lisa Maria Räuber aus Bissingen-Hohenzollern mit Cuyano.

Bei den Jungen Reitern liegt die Messlatte schon sehr hoch. In der Dressur treten sie dreimal in Klasse S* an, wobei ein Wettbewerb als Kür geritten wird. Die Springreiter haben ebenfalls Klasse S* „vor der Brust“. Die Entscheidung fällt auch hier im Stechen. Die Vorjahressieger heißen im Springen Stefanie Baur aus Rißegg mit FBW Chaccos Girl und in der Dressur Anna-Louisa Fuchs, Mannheim, mit Rien ne va plus.

In der Dressur gibt es in Schutterwald noch ein sehr anspruchsvolles Championat über zwei Wettbewerbe in Klasse S*** für die Reiter U 25. Sie reiten eine Intermediaire II sowie einen Kurz Grand Prix. Beide Wettbewerbe stehen auch den „Reitern“ als Wertungen für deren Meisterschaft offen. Das Championat gewann im letzten Jahr Alexandra Stadelmayer aus Geislingen/Steige mit Lord Lichtenstein. Den Titel als Meister der Dressurreiter 2015 errang bei den Herren Michael Bühl vom Badhof Bad Boll mit Beyonce, bei den Damen Nicole Casper aus Donzdorf mit Birkhof´s Don Diamond FBW.

Die Meisterschaft der Springreiter in der Altersklasse der „Reiter“ wird wie bei den anderen Wettbewerben über drei Springen bestritten. Dabei geht es richtig zur Sache, denn die Parcours werden in Klasse S*, S** mit Stechen und S*** gebaut. Diese Steigerung verlangt Reitern wie Pferden alles an Können ab. Die Entscheidung fällt im Springen Klasse S*** mit Stechen. Sieger im letzten Jahr war Markus Kölz aus Winnenden mit Etiche de Fribois. Bei den Reiterinnen errang Julia Beck aus Lahr mit Vicarello die Goldmedaille.

Auch die „lupenreinen Amateure“ kommen in Schutterwald zu ihrem Recht. Für Dressur und Springen sind zwei bzw. drei Wettbewerbe ausgeschrieben. Die Dressurreiter messen sich in Klasse S* und in einer Prüfung St. Georg. Dieser Wettbewerb hat zudem noch eine überregionale Bedeutung, denn die Amateure können sich hier in Schutterwald für die Deutschen Amateur-meisterschaften qualifizieren. Die Springreiter treten in drei Springen an, einmal in Klasse M**, einmal in S* und das dritte Springen in Klasse S* hängt noch eine Siegerrunde dran.

Das Meisterschaftsturnier von Schutterwald hat sieben Dressuren der schweren Klasse im Programm bis hin zu S*** mit Intermediaire II und Kurz-Grand Prix. Bei den Springreitern sind es zehn Springen in der schweren Klasse bis hin zu S*** mit Stechen. Und Geld gibt es auch zu gewinnen: Knapp 40.000 Euro stehen zur Verfügung.

Apropos Titelverteidigung: Ob die jeweiligen Medaillengewinner aus dem Vorjahr heuer wieder antreten, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Zunächst einmal müssen die Ponys und Pferde fit sein. Dies vorausgesetzt entscheidet noch nicht, ob die Reiter in ihrer jeweiligen Altersklasse noch einmal antreten können. Die Jugend ist hiervon betroffen, weil die Reiter ja mit dem Älterwerden auch ihre Altersklasse wechseln müssen. Wer also seinen Titel verteidigen kann, kann von hier aus nicht gesagt werden. Lediglich in der Altersklasse der „Reiter“ dürfte es relativ sicher sein, dass der Vorjahressieger versuchen wird, seinen Titel zu wiederholen. Zum Favoriten lässt sich jedoch auch dieser nicht erklären, hängt ein Sieg doch auch von der Tagesform und dem Können der anderen Reiter ab. Eines aber kann man sicher feststellen: Das Meisterschaftsturnier von Schutterwald wird wieder ein spannendes Erlebnis.

Kontakt:  Andreas Maile, Telefon: 0781-955314

Ichenheim: Landesmeisterschaft der U-16-Fahrer

21.-23. Juli 2017

Ichenheim.   Fahren ist eine spannende Disziplin im Pferdesport und gerade die Vierspänner machen etwas Besonderes her! Sie zu steuern ist im Sport eine besondere Kunst, geht es doch neben der Dressur auch sehr rasant im Gelände zu. Vor allem ist es prickelnd, wenn die Gespanne durch die Hindernisfolgen im Gelände gesteuert werden. Mut, Übersicht und flottes Fahren kommen hier zusammen und es ist einfach toll zu sehen, wie die Pferde auf ihren Kutscher hören und „mitdenken“. In Ichenheim geht es in 23 verschiedenen Wettbewerben um Sieg und Platz für Einspänner, Zweispänner und Vierspänner, bespannt mit Ponys oder Pferden.

Auch die Jugend bekommt ihre Chance, denn die U 16-Fahrer tragen ihre Landesmeisterschaft aus. Sie bewältigen mit ihren Pony-Ein- und Zweispännern jeweils drei Wertungen. Wer am Ende vorne steht, wird sich zeigen. Den Sieg im Vorjahr in Legelshurst trug Anna-Lena Bruder aus Lobdengau bei den Einspännern davon, bei den Zweispännern war Cindy Meier aus Ichenheim-Neuried erfolgreich.

Kontakt:    Alfred Hürster, Telefon 0151-40020740

Nußdorf: Landesmeisterschaft Vielseitigkeit der Mannschaften

21.-23. Juli 2017

Nußdorf.   Die Vielseitigkeitsreiter aus Baden-Württemberg erleben in Nußdorf einmal mehr eine Herausforderung. Dabei geht es nicht in erster Linie um den Erfolg als einzelner Reiter. Diesmal stehen das Team und der gemeinsame Erfolg im Fokus. Es geht um die Baden-Württembergische Mannschaftsmeisterschaft, die vor Jahren als „Landesstandarte“ bezeichnet wurde. Gleichzeitig dienen die diversen Wettbewerbe von A* bis L auch der Qualifikation junger Geländepferde für das Bundeschampionat. Nicht zuletzt geht es um die Kreismeisterschaft des Pferdesportkreises Ludwigsburg und um den Cup der „Interessengemeinschaft der Vielseitigkeitsreiter Baden-Württemberg“, der IGV.

Ob die Siegermannschaft des letzten Jahres wieder aus dem Reiterring Ortenau kommen wird, ist wohl eher Spekulation. Denn ob das damalige Team in gleicher Besetzung antreten kann, ist offen. Die Sieger aus dem letzten Jahr sind Eike Rebecca Erken aus Schutterwald mit Bel Esprit, Katharina Hiebsch, Legelshurst, mit Coffee Jis, Klaus Himmelsbach aus Lahr-Reichenbach mit Hakuna Matata,   Jörg Karcher aus Achern mit Daimlers Little K und Alexandra Voigt, Legelshurst, mit C’est ci bon.

Kontakt: Eberhard Rapp, Telefon 0171-4285206 oder 07042-5890

Schwetzingen: Springturnier mit Preis der Stadt Schwetzingen

19.-23. Juli 2017

Schwetzingen.  Das Turnier in Schwetzingen geht über 22 Springwettbewerbe. Für die jungen Pferde besteht dabei die Möglichkeit, sich für die Bundeschampionate in Warendorf im September zu qualifizieren. Die fünf- und sechsjährigen Pferde sind dazu in Schwetzingen eingeladen. Zudem steht eine Qualifikation zum NÜRNBERGER Burg-Pokal der Junioren auf dem Programm, das auch Amateur-Springen beinhaltet. Die Zuschauermagnete stellen zweifelsohne die sechs Springen in Klasse S dar. Verschiedene Firmen konnten dabei für die Preisgelder gewonnen werden. Ein Springen Klasse S* wird mit Joker gestaltet. Das Hauptspringen um den Preis der Stadt Schwetzingen steht in Klasse S** mit Stechen und ist mit 5.000 Euro dotiert. Insgesamt gibt es über 16.000 Euro zu gewinnen.

Kontakt:  Matthias Vogel, Telefon 0160-96810961

Donaueschingen-Immenhöfe: Internationales Flair

  1. – 30. Juli 2017

Donaueschingen-Immenhöfe.  Beim „Fest der Pferde auf den Immenhöfen“ bei Donaueschingen geht es immer sehr sportlich, springbetont und anspruchsvoll zu. Das Turnier besteht seit 21 Jahren. Es ist seit den Anfängen unter Turnierchef Christian Frese und seiner Familie samt Team zu einem international anerkannten Event geworden. Auch wenn sich der Reitsport im Segment der Top-Turniere ständigen Veränderungen gegenüber sieht, haben die Veranstalter auf den Immenhöfen gelernt, ihren Platz zu behaupten und auszubauen. In den vergangenen 20 Jahren hat man also auch am Fest der Pferde immer auf Neuerungen und Veränderungen geachtet.

Anspruchsvoller Sport verlangt nach sehr guten Bedingungen

Die Organisatoren verfolgen mutig ihr Konzept, das alle Beteiligten miteinbezieht: Pferd und Reiter, Besucher und Gäste, Sponsoren und Partner, Aussteller und Dienstleister, Helfer und Organisatoren. Denn: Anspruchsvoller Sport verlangt nach sehr guten Bedingungen. Vom Parcours – das Fest der Pferde arbeitet seit einigen Jahren mit dem renommierten Parcourschef Peter Schumacher zusammen – über Bewegungsmöglichkeiten – den Sportlern stehen neben dem Abreiteplatz, der direkt am Turnierplatz liegt, eine Halle und eine Longierhalle zur Verfügung – sind besonders die Böden von Bedeutung, die für das Fest der Pferde 2017 sorgfältig präpariert wurden.

„Kundenbindung und Kundschaftspflege“ gehören dazu

Die Preisgelder von rund 100.000 Euro und die Turnierausschreibung sind wichtige Säulen, um ein attraktives Starterfeld zu bekommen. Der Blick für die Reiter aus Baden-Württemberg darf dabei nicht verloren gehen. Deshalb gibt es neben internationalen Springprüfungen für Profi- und Amateurreiter, zwei davon um Weltranglistenpunkte, immer auch Startmöglichkeiten für die besten Reiter Baden-Württembergs und den regionalen Nachwuchs. Das nennt sich in anderen Branchen „Kundschaftspflege“ oder „Kundenbindung“.

Kundenfreundlich = Steigerung der Besucherzahlen

Das durchdachte Konzept ermöglicht dem Publikum einen Einblick in die vielseitige Welt des Pferdesports, der nicht durch VIP-Bereiche oder hohe Eintrittsgelder begrenzt wird. Vielmehr können Gäste und Sportinteressierte neben den klassischen Springprüfungen etwa beim spannenden Barriere-Springen mitfiebern oder eine Fohlenauktion live miterleben. Kunden-freundlich ist auch die Gestaltung des Eintrittspreises: Tagsüber ist der Eintritt kostenlos und vielseitige Showeinlagen, eine große Ausstellungsfläche, eine bunte Kinderwelt und abendliche Partys mit Live-Musik und DJs runden das Programm ab. Auf diese Weise bekommt der Sport mit seiner durchaus ernsthaften Seite auch eine Art Familienfest-Atmosphäre, weil ein attraktives und vielseitiges Programm die Besucher begeistert. Davon profitiert der Sport, denn volle Publikums-reihen machen die Veranstaltung bekannt, beliebt und für Werbepartner interessant. Letztere braucht jedes Turnier, um überhaupt stattfinden zu können.

Warum können die Immenhöfe mithalten?

Warum die Immenhöfe bei Donaueschingen mithalten können im Reigen größerer Turniere? Christian Frese, der Chef der Reitanlage, gibt eine Antwort mit Tiefgang: „In den letzten Jahren ist die Anzahl hochdotierter, internationaler Reitturniere sprunghaft angestiegen. Besonders CSI*****-Veranstaltungen – Turniere mit dem größten Schwierigkeitsgrad und den höchsten Preisgeldern – haben weltweit einen Aufschwung erlebt. Gleichzeitig sahen sich viele Veranstalter von regionalen, nationalen, aber auch kleineren internationalen Reitturnieren gezwungen, die Segel zu streichen. Die Gründe dafür sind meist finanzieller Natur. Denn nicht nur die kostspieligen Veranstaltungen müssen durch Sponsoren und Werbepartner finanziert werden, auch die Infrastruktur, die für den Sport benötigt wird, ist meist mit hohen Investitionen verbunden. Ein weiterer Aspekt, der die Situation verschärft, ist die Herausforderung, ein großes Publikum anzulocken, auch wenn es sich beim Reitsport nur in den wenigsten Regionen Deutschlands um einen klassischen Breitensport handelt. Dabei setzt das Fest der Pferde gezielt auf regionale Unternehmen und das nicht nur im Hinblick auf Werbepartner und Sponsoren. Fast alle Aussteller, Gastronomen und Dienstleister sind aus der Region. So ist über Jahre ein enges Netz von Partnerschaften entstanden, die sich mit der Veranstaltung und ihren Besuchern identifizieren. Diese Nähe ist auch wichtig für die freiwilligen Helfer und andere Unterstützer der Veranstaltung. Das Zusammenspiel dieser Faktoren hat dazu geführt, dass das Fest der Pferde seine Anziehungskraft auch in schwierigen Zeiten behalten und weiter ausgebaut hat. So können sich auch in diesem Jahr alle Beteiligten auf ein buntes und vielseitiges Fest der Pferde freuen.“

Ein langer Weg

Das „Fest der Pferde“ von Donaueschingen-Immenhöfe ist nicht einfach vom Himmel gefallen. Seit 1996 stecken 21 Jahre Arbeit darin. Dazu sagte Turnierleiter Christian Frese anlässlich des 20-jährigen Jubiläums im letzten Jahr: „Natürlich sind wir stolz darauf, was aus dem Fest der Pferde geworden ist, aber dass es auf den Immenhöfen einmal ein internationales Reitturnier gibt, an dem sogar Olympiasieger und Championatsgewinner starten, das übertrifft unsere Erwartungen aus den Anfangszeiten bei Weitem.“ Einen besonderen Schub erlebte das Springturnier vor zwei Jahren, als es zum ersten Mal den Status eines internationalen CSI** erhielt. CSI steht für Concours de Saut International; der Zusatz zwei Sterne zeigt an, in welche der insgesamt fünf Kategorien (fünf Sterne) das Turnier fällt. Eine professionelle Infrastruktur ist für ein solches Turnier unerlässlich. Sie wurde im Laufe der Jahre ständig verbessert, so dass Pferd und Reiter optimale sportliche Bedingungen vorfinden. Das schließt Beständigkeit der Sponsoren ebenso ein wie ein zuverlässiges Team für den reibungslosen Ablauf. Das Konzept hat sich also als standfest erwiesen, hat eine familiäre Atmosphäre auf dem Turniergelände gefestigt.

Springsport mit hohem Niveau mündet im Großen Preis von Donaueschingen

Die Springprüfungen beim Fest der Pferde 2017 haben Niveau! Allein schon die anspruchsvollen Wettbewerbe für junge Pferde werden zeigen, wie gut die Reiter ihre jungen Tiere ausgebildet haben. International ausgeschrieben sind für diese Klientel drei Wettbewerbe. Die „Pferdejugend“ muss sich unter dem Reiter qualifizieren, um zwei weitere Wettbewerbe bestreiten zu dürfen.

Barriere-Springen sind Herausforderungen mit Herz und Mut

In einem der S**-Springen dürfen die Reiter zwei Pferde melden. Es geht über Höhen bis 1,35 Meter und am Ende werden 1.500 Euro Preisgeld verteilt. Anspruchsvoller geht es im nächsten S**-Springen zu, zu dem jeder Reiter nur ein Pferd melden darf für die Hindernisse über 1,40 Meter. Dafür ist das Preisgeld mit 2.000 Euro höher. Die 30 Reiter, die sich in einem weiteren Springen qualifiziert haben, dürfen in einem Springen mit Siegerrunde antreten, bei dem es schon um 10.000 Euro geht. Besonders spannend wird es im Barriere-Springen gehen. Die Besonderheit ist dabei, dass 6 Steilsprünge in einer Linie aufgebaut sind, Dazwischen liegt jeweils ein Abstand von rund 11 Metern. Es werden maximal vier Stechen geritten, wobei die Hindernisse jeweils höher werden. Allerdings fallen nach dem ersten Stechen die beiden ersten Sprünge weg. Die Starterzahl ist auf 70 beschränkt und das Preisgeld liegt bei 3.000 Euro. Um Weltcuppunkte und ein Auto der Marke Skoda geht es in einem weiteren Springen mit Siegerrunde. Der Gesamtpreis liegt hier bei 16.000 Euro. Alle Wettbewerbe hier aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Letztlich mündet das Turnier in der Hauptprüfung am Sonntag mit dem Großen Preis von Donaueschingen, der im Stechen entschieden werden kann. Das Preisgeld liegt bei 24.600 Euro plus Weltranglistenpunkte für die Erfolgreichen. Die weiteren sportlichen Ereignisse lassen sich der Internetseite des Reitzentrums Frese entnehmen.

Kontakt:   Christian Frese, Telefon 0171-3077020,  info@rz-frese.de    www.rz-frese.de

Pressemitteilung