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Veranstaltung

Springsport beim SIGNAL IDUNA Cup

Dortmund, 28.02.2019 – Wenn sich kommende Woche die Tore der Dortmunder Westfalenhallen öffnen, ist es wieder soweit – der SIGNAL… Artikel lesen

Marike Weber
02.03.2019 5 min lesen
Symbolbild © www.sportfotos-lafrentz.de/Stefan Lafrentz

Dortmund, 28.02.2019 – Wenn sich kommende Woche die Tore der Dortmunder Westfalenhallen
öffnen, ist es wieder soweit – der SIGNAL IDUNA Cup steht vor der Tür. Und das Publikum darf
sich freuen, denn in diesem Jahr reisen außergewöhnlich viele internationale und starke
Springreiter nach Dortmund.
Das Programm im Springsport ist beim SIGNAL IDUNA Cup weit gefächert, so gehen die
Jüngsten im Westfalenhallen-Cup an den Start, die Amateure starten im ESCON Spring Club und
die Profis können gleich vier Pferde mit nach Dortmund bringen.
Luxus-Problem für die Profis
Die Profis haben in Dortmund buchstäblich eine Luxus-Situation, denn sie können gleich vier
Pferde mit in die Westfalenhallen bringen und das ist nicht auf vielen Turnieren der Fall. Das
Programm beginnt für die Profis am Donnerstagnachmittag mit dem Vet-Check. Alle Pferde
müssen vor einem Start auf einem internationalen Turnier einen Vet-Check absolvieren, das
bedeutet, dass sie ihren Pferdepass abgeben, damit die Tierärzte überprüfen können, ob es sich
um das richtige Pferd handelt und ob alle verpflichtenden Impfungen vorliegen. Anschließend
muss das Pferd im Schritt und Trab vorgeführt werden. Wenn alles als zufriedenstellend
befunden wird, erhält das Pferd ein „accepted“ und darf in den Prüfungen starten. Sollte das
Gremium Zweifel haben, können sie die Pferde in die sogenannte „holding box“ stellen und der
Reiter/Pfleger muss das Pferd später erneut vorstellen. Das Gremium besteht mindestens aus
dem FEI-Tierarzt, dem Chefrichter, dem ausländischen Richter und dem Chefsteward.
Nachdem die Pferde die Vet-Checks absolviert haben, startet beim SIGNAL IDUNA Cup am
Freitagmorgen die kleine Tour, am späten Vormittag steht dann das Eröffnungsspringen der
mittleren Tour (Preis der NYBOR Pferde-GmbH & Co. KG) auf dem Programm und am
Freitagabend startet die große Tour mit dem Preis von Nordrhein-Westfalen, was die erste
Qualifikation zum MITSUBISHI MOTORS Masters League Finale am Sonntag ist. Als
Tagesabschluss steht das Eröffnungsspringen der Youngster-Tour auf dem Programm, welches
von Ruthmann präsentiert wird. In der Youngster-Tour sind alle sieben- und achtjährigen Pferde
startberechtigt, wobei zunächst die siebenjährigen Pferde starten und dann die achtjährigen. Dies
hat den Hintergrund, dass der Parcours für die achtjährigen Pferde um fünf Zentimeter erhöht
wird.

Am Samstag steht bereits der erste Finaltag auf dem Programm, denn am Samstagabend wird
das Finale der Youngster Tour ausgetragen, in dem der Siegerpreis von Lutz Goessing gegeben
wird. Die Reiter können zudem je ein Pferd in der kleinen und mittleren Tour am Samstag an den
Start bringen. In der mittleren Tour gibt es am Samstag bereits ein Highlight, denn der Sieger
fährt, in der von bakertilly präsentierten Prüfung, mit einem nagelneuen Mitsubishi Space Star
nach Hause. Die Reiter der großen Tour messen sich am Samstag im Championat der SIGNAL
IDUNA, einer Springprüfung der Klasse S (1,50 m) mit Stechen, welches die zweite Qualifikation
zum MITSUBISHI MOTORS Masters League Finale bildet.
Das Ziel jeden Reiters beim SIGNAL IDUNA Cup
ist natürlich ein erfolgreiches Abschneiden im
Großen Preis der Bundesrepublik am Sonntag. Im
Finale der MITSUBISHI MOTORS Masters
League starten bereits vorqualifizierte Teilnehmer
und Reiter, die sich erst in Dortmund für das
Finale qualifizieren. Die besten 10 Teilnehmer aus
dem Preis von Nordrhein-Westfalen sowie die
besten 10 Teilnehmer aus dem Championat der SIGNAL IDUNA, die nicht bereits vorqualifiziert
sind, sind für das Finale gesetzt. Vorqualifiziert für den großen Preis sind Teilnehmer, die bei den
Springen der MITSUBISHI MOTORS Masters League im Hauptspringen am Samstag an Platz 1-
2 und / oder am Sonntag im Großen Preis an Platz 1-4 platziert waren. Zudem sind drei
Teilnehmer, die beim K+K Cup Münster 2019 gestartet sind und vom Bundestrainer Springen
benannt werden, für den Großen Preis gesetzt. Im Großen Preis der Bundesrepublik geht es
nicht nur um Ruhm und Ehre. Die ersten vier Platzierten nehmen einen neuen Mitsubishi mit
nach Hause.
Und dass dieses vielfältige Programm für die Springreiter attraktiv ist, zeigen die hochkarätigen
Nennungen, so reisen unter anderem der Belgier Olivier Philippaerts (40. Weltrangliste), die
Portugiesin Luciana Diniz (38. Weltrangliste) und auch die Nummer vier der Welt Marcus Ehning
nach Dortmund.

Westfalenhallen-Cup
Die Springreitergeneration von Morgen geht am Samstagnachmittag in den Parcours. Über fünf
Qualifikationsturniere haben sich die Reiter der Jährgange 2001 und jünger für das Finale des
Westfalenhallen-Cup qualifiziert. Die jeweiligen Sieger der Prüfungen bzw. bei mehreren
Abteilungen die jeweiligen Erstplatzierten jeder Abteilung, haben sich mit dem Sieg einen
direkten Startplatz in Dortmund gesichert.

Die anderen Startplätze (bis zu 20 Teilnehmern)
werden über das Punktesystem aufgefüllt, denn
die Teilnehmer haben über die fünf Turniere
Punkte gesammelt. Für jeden Sieg gibt es 25
Punkte, der zweite Platz erhält 24 Punkte, der
dritte 23 und so weiter. Die punktbesten Reiter

dürfen dann beim Finale des Westfalenhallen-
Cup starten. Dies ist für die meisten Reiter sehr

aufregend, denn wer ist so jung schon vor großer Kulisse geritten?

Amateur-Tour – ESCON Spring Club
Voraussetzung um in der Amateur-Tour an den Start zu gehen ist der Besitz einer Amateur
Lizenz. Das bedeutet, dass der Reiter keine Einkünfte durch den Beritt von Pferden anderer
Personen bzw. durch Unterrichtserteilung erzielt oder finanzielle Gegenleistungen für öffentliche
oder kommerzielle Zwecke etc. erhält. Es soll damit gewährleistet werden, dass die Amateure
„unter sich“ reiten und ihnen keine Profis die Platzierungen „wegschnappen“. Jeder Teilnehmer
darf maximal drei Pferde in Dortmund starten, wobei allerdings nur zwei Pferde in einer Prüfung
an den Start gebracht werden dürfen. Jedes Pferd darf insgesamt drei Prüfungen auf dem
gesamten Turnier laufen.
Der ESCON Spring Club ist in drei Touren unterteilt, die leichte-, mittlere- und schwere Tour,
wobei die leichte Tour aus drei Springen der Klasse L besteht, die mittlere aus Springen der
Klasse M und die schwere Tour aus Springen der Klasse S. Der Teilnehmer kann frei wählen, in
welcher Tour er welche Pferde an den Start bringen möchte und kann auch während des
Turniers die Prüfungen wechseln. Das bedeutet, dass der Reiter zum Beispiel am ersten Tag ein
Springen der leichten Tour reitet und weil das sehr gut geklappt hat, wechselt er am nächsten
Tag in eine andere Tour. Allerdings ist es nicht möglich von der L-Tour in die S-Tour zu
wechseln.

In Dortmund eröffnen die Amateure am Donnerstag das Turnier. Der Höhepunkt des ESCON
Spring Club ist am Veranstaltungssonntag das Finale des ESCON Spring Club, welches als
Internationale Springprüfung der Klasse S mit Stechen – 1,40 m ausgeschrieben und mit einer
Gesamtgewinnsumme von 3.500 € dotiert ist.
Das Dortmunder Publikum darf sich auf ein vielfältiges und spannendes Programm im
Springsport freuen, dass durch ein hochkarätiges Teilnehmerfeld gespickt ist.

 

(PM)

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Marike Weber

„Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“ (Albert Einstein)