Trauer

Die Vielseitigkeit trauert um den langjährigen Landestrainer Fritz Pape, Betreiber des Betreiber des Hotels und der Reitanlage Schloss Sindlingen, der am Monta im Alter von 75 Jahren in seiner schwäbischen Heimat verstorben ist.

Über die Jagdreiterei, die ihn häufig auch nach Irland führte, kam Fritz Pape zur Vielseitigkeit, wurde 1968 in den Bundeskader berufen. 1972 stand er mit dem selbst gezogenen Trakehner Talmingo für die Olympischen Spiele in München auf der Nominierungsliste, kam jedoch verletzungsbedingt nicht zu Einsatz. Danach konzentrierte er sich auf den Vielseitigkeitssport im Ländle, war fünf Mal Landesmeister – zuletzt 2005. Darüber hinaus bestritt er Dressur- und Springprüfungen bis zur höchsten Klasse, feierte 2017 seine letzten Turniererfolge. 

1988 übernahm Fritz Pape das Amt des Landestrainers, das er bis zu seiner Verabschiedung 2021 lang innehatte. In dieser Funktion betreute der Mann mit dem markanten Schnauzbart eine Vielzahl junger Talente bei Bundesveranstaltungen und begleitete sie auf dem Weg in großen Sport. Zu seinen bekanntesten Schülern zählt sicherlich Michael Jung, den er als jungen Reiter mitgeprägt und gefördert hat. Aber auch die Brüder Vogg profitierten von seiner Expertise, ebenso wie der heutige Bundestrainer der Ponyvielseitigkeitsreiter, Rüdiger Rau, der über Verstorbenen sagt: „Fritz war ein wahrhaftiger Pferdemann. Solche Menschen werden leider immer seltener. Seine unendlichen Erfahrungen prägen heute viele Pferdeleute.“ 

Für seine Verdienste wurde Fritz Pape 2022 mit dem Deutschen Reiterkreuz in Silber der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ausgezeichnet. fn-press/Hb

Das baden-württembergische Fachmagazin Reiterjournal hat Fritz Pape einen ausführlichen Nachruf gewidmet.