Gastbeitrag, Tourismus/Reiterreisen

Die Eifel zu Pferd – Hellenthal und Umgebung

„Wohin soll es denn nun gehen?“ – Das ist die Frage, die wir uns Jahr für Jahr stellen, wenn es… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
08.07.2019 3 min lesen
Blick auf Hellenthal (Foto:privat)

„Wohin soll es denn nun gehen?“ – Das ist die Frage, die wir uns Jahr für Jahr stellen, wenn es um unseren gemeinsamen Urlaub mit den Ponys geht. Doch schnell war klar, die Eifel wäre doch schön.
Nach einigen Recherchen und Austausch mit anderen Wanderreitern, sind wir auf die Triple Mountain Ranch aufmerksam geworden. In Mitten einer wunderschönen Natur liegt die vom VFD geprüfte und zertifizierte Wanderreit-Station von Iris und Josi Ritzerfeld. Sie teilen sich ihren Hof mit einem Muli, Eseln, Ponys und zwei Hunden.

 

Los geht´s

Die Fahrt zur Ranch dauerte aus dem Ruhrgebiet ca. 2 ½ Stunden. Auf der Ranch angekommen, wurden wir sehr herzlich empfangen. Schnell merkten wir, dass der Spruch auf der Homepage Programm ist – „Urlaub bei Freunden“. Denn genauso fühlte es sich auch direkt an.
Wir wohnten für vier Tage im Flying Horse Saloon, der sehr liebevoll eingerichtet war. Neben den vier Betten befanden sich dort ein Gasherd, eine Spülmaschine, eine Kühlschrank, eine Mikrowelle und alles andere, was man als Selbstversorger so braucht.
Falls man auf der Durchreise ist und keine Zeit hat selber zu kochen, kann seinen Aufenthalt auch mit Verpflegung buchen. Für weitere Schlafmöglichkeiten sorgen zwei Wohnwagen.

Die Unterkunft der Ponys war auch super, es standen Weidepaddocks und eine saftige Wiese zur Verfügung. Bei Bedarf konnte auch Heu und Kraftfutter dazugefüttert werden.

Unterkunft Saloon ( Foto:privat)

Erste Eindrücke

Nachdem wir die Ponys und auch uns versorgt hatten, machten wir noch einen Spaziergang, um die Umgebung zu erkunden. Nach einer kleinen Wanderung erreichten wir Reifferscheid. Der historische Ortskern und die Burganlage blicken auf eine lange und interessante Geschichte zurück. Die Burg Reifferscheid erreicht man natürlich auch super zu Pferd.
Am Abend zeigte uns Iris noch verschiedene Routen auf der Karte und per GPS. Es empfiehlt sich eine gute Outdoor App und die 1:25000 Wanderkarte des Eifelvereins, wenn man auf eigene Faust unterwegs sein möchte. Die Karten sind auch auf der Ranch erhältlich.

Blick vom Paddock (Foto:privat)

 

 

Ein Perfekter Tag

Am nächsten Tag war es nun soweit, der erste Ausritt stand bevor. Er führte uns durch die malerische Landschaft der Eifel. Wir ritten gemütlich einen Rundweg und schafften so ca. 10 km in zwei Stunden, bei bestem Wetter. Wir entschieden uns, dass das für den Anfang erst einmal reichen sollte, denn das Gelände ist mit seinen Steigungen und Gefällen nicht zu unterschätzen.
Den Abend ließen wir mit netten Gesprächen und dem ein oder anderen Bierchen am Lagerfeuer ausklingen. Ein herrlicher Tagesabschluss, bevor es in die Federn ging.

Lagerfeuer (Foto:privat)

Geführte Tour

(Foto:privat)

Das Highlight der Tour sollten wir am nächsten Tag erleben. Ein Ritt zum Wildgehege Hellenthal mit Iris und ihrem Rittführermuli Pedro. Vor uns und den Ponys lag eine Strecke von 17 km, die wir in 5 Stunden schaffen sollten.
Iris und Pedro führten uns durch das wunderschöne Prethal, durch Wälder, Wiesen, Felder, Bäche und kleine Dörfer. Es ging steil bergauf und wieder bergab. Schließlich erreichten wir die Brücke der Oleftalsperre, die wir mit den Ponys überqueren sollten. Dies war nichts für schwache Nerven und Höhenangst war hier fehl am Platz. Aber, ein bisschen Abenteuer gehört halt auch dazu.

Oleftalsperre (Foto:privat)

Von hier aus war es nicht mehr weit und wir erreichten das Wildgehege Hellenthal. Auf dem extra angelegten Pferdeparkplatz konnten die Ponys in Ruhe grasen und frisches Wasser trinken. Für uns gab es Kaffee und Kuchen – eine gute Stärkung für den Rückweg. Das „Restaurant zum Adler“ ist sehr reiter- und pferdefreundlich, also eine Empfehlung wert.
Auf dem Rückweg durch Hellenthal gab es dann noch für jeden ein leckeres Eis, inklusive Pferdehörnchen.

Pferdeparkplatz Wildgehege (Foto:privat)

Nach dem Tag waren wir doch ganz schön geschafft, aber sehr glücklich über so viele schöne Eindrücke und Erlebnisse mit unseren Ponys.

Hier noch ein kleiner Tipp: Für Reittouren durch die Eifel empfiehlt sich auf jeden Fall ein Hufschutz. Da die meisten Wege steinig sind und man hin und wieder auch asphaltierte Verbindungswege nutzen muss.

 

Ende in Sicht

Da alles Schöne mal ein Ende hat, mussten wir uns am nächsten Tag leider wieder auf den Heimweg machen. Es war ein toller und entspannter Kurzurlaub in der wunderbaren Eifel, bei sehr netten Gastgebern. Wir waren bestimmt nicht das letzte Mal dort!

 

Liebe Grüße,

Annika

P.S.: Übrigens sind auf der Triple Mountain Ranch auch Gäste ohne Pferd willkommen.

 

 

Weitere Infos über die Triple Mountain Ranch, die Eifel zu Pferd, den Nationalpark Eifel und das Wildgehege Hellenthal erfahrt ihr unter:

www.triple-mountain-ranch.de

www.eifelzupferd.de

www.nationalpark-eifel.de

www.greifvogelstation-hellenthal.de

 

 

Hier noch ein paar Eindrücke aus der Eifel:

 

 

 

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Jaqueline Weidlich

Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut. -Henri Cartier-Bresson