Gastbeitrag, Tourismus/Reiterreisen

Abenteuer Borkum zu Pferd

Einfach mal machen – das war das Motto unserer diesjährigen Tour mit den Ponys. Welcher Reiter wünscht es sich nicht,… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
28.04.2019 3 min lesen
Foto: @heikowoelk

Einfach mal machen – das war das Motto unserer diesjährigen Tour mit den Ponys.

Welcher Reiter wünscht es sich nicht, einmal im Leben mit dem eigenen Pferd am Meer entlang zu reiten. In der Brandungszone richtig Gas geben und durch das Wasser galoppieren. Wir haben es „einfach“ gemacht, ohne lange nachzudenken. Eine Woche Borkum sollte es sein. Für eines unserer Ponys mit einer Atemwegserkrankung genau das Richtige, denn auf Borkum herrscht Hochseeklima.
Auch für uns Menschen eine Wohltat.

Die Fährüberfahrt

Also wurde die Fähre gebucht. Die Mitarbeiter sind sehr freundlich und wir wurden im Vorfeld telefonisch und auch per E Mail sehr gut beraten.
Eine Unterkunft für uns und die Ponys haben wir auch schnell gefunden. Wir konnten es kaum noch erwarten, die Vorfreude war riesig.

Endlich war es soweit. Das Auto wurde gepackt, die Ponys innerhalb von fünf Minuten verladen und los ging es ca. vier Stunden Richtung Eemshaven.
Während der Fahrt machten wir uns dann doch Gedanken, wie die Ponys die Fährüberfahrt wohl finden. Wir durften während der Fahrt mit der Fähre aus Sicherheitsgründen nicht am Hänger bleiben. Doch jede Sorge war umsonst. Als wir im Hafen von Borkum einliefen, mümmelten „Moppel“ und „Dolcie“ genüsslich ihr Heu und alles war entspannt. Da waren wir wohl aufgeregter als unsere Ponys.

 

Auf zur Unterkunft

Vom Fähranleger ging es direkt ins Ostland zum Campingplatz. Dort konnten wir die Ponys auf die Weide stellen und wir bekamen einen Zeltplatz direkt nebenan, sodass wir unsere Beiden die ganze Zeit im Blick hatten. Bei Bedarf hätten wir die Scheune mit Boxen nutzen können. Da das Wetter aber die meiste Zeit mitspielte, standen die Ponys die ganze Zeit draußen an der frischen Luft. In der Scheune stand uns eine Sattel- und Futterkammer für unseren Kram und Heu für die Ponys zur Verfügung. Die Campingplatz-Besitzer waren sehr freundlich und hilfsbereit.

Am Abend machten wir noch einen kleinen Spaziergang zum Strand. Da standen wir nun mit strahlenden Gesichtern. Vor uns ein kilometerlanger weißer Strand, das Meer und keine Menschenseele, nur wir und unsere Ponys. Ein Traum ist in Erfüllung gegangen!
Für die Ponys war der erste Strandspaziergang mindestens genau so aufregend wie für uns. Die Weite und die Wellen waren ihnen anfangs nicht ganz geheuer. Das legte sich allerdings schnell.

Foto: @heikowoelk

Borkum zu Pferd erleben

Die nächsten Tage wurden dann hauptsächlich dazu genutzt, die Insel vom Pferderücken aus zu erkunden. Es war einfach traumhaft, durch diese wunderbare Natur zu streifen.
Die Reitwege sind sehr abwechslungsreich und führen fast über die gesamte Insel. Es gibt enge, fast zugewachsene Trampelpfade, aber auch breite Wege, auf denen man problemlos nebeneinander reiten kann. Am schönsten war es für uns durch die Dünenlandschaft bergauf und bergab zu reiten. Der Rückweg führte und meistens am Strand entlang. So waren wir täglich ca. zwei bis drei Stunden unterwegs. Die Reitwege sind sehr gut ausgeschildert, sodass es nahezu unmöglich ist sich zu verirren.

Ein Ende mit Hindernis

Viel zu schnell verging eine Woche und so mussten wir schon wieder den Heimweg antreten. Natürlich wäre es zu schön gewesen, wenn der Urlaub so ganz ohne Zwischenfälle zu Ende geht. Dem war leider nicht so. Wir hatten die Fähre um 11.30 Uhr gebucht und standen mit dem Gespann überpünktlich vor dem Schalter am Fähranleger, als der nette Mitarbeiter uns mitteilte, dass wir die Fähre doch erst für 14.40 Uhr gebucht hätten. Da war etwas schief gelaufen. Leichte Panik machte sich breit, denn auch die Ponys waren durch ein lautes Schiffshorn in der Zwischenzeit etwas unruhig geworden. Der Mitarbeiter der Fähre war sehr bemüht das Problem zu lösen und so konnten wir doch planmäßig um 11.30 Uhr die Fähre Richtung Eemshaven nehmen. Zwischen den ganzen LKWs geparkt, verließen wir das Gespann diesmal mit sehr gemischten Gefühlen, aber selbst nach der Aufregung am Hafen kamen die Ponys schnell zur Ruhe und auch die Rückfahrt verlief problemlos.

 

Fazit

Wir durften eine tolle Zeit mit unseren Ponys verbringen. Die Insel Borkum ist auf jeden Fall eine Reise wert!

Viel Spaß allen, die sich durch unsere Zeilen inspiriert fühlen.

Einfach mal machen!

 

Michi & Annika

Foto: @heikowoelk

 

Fotos: instagram.com/heikowoelk

Annika: instagram.com/akinna_kloew_regnerps

Michi: instagram.com/lizzie155

 

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Jaqueline Weidlich

Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut. -Henri Cartier-Bresson