Stallgeflüster, Wissenswertes

Zehn Fakten zum Gehör von Pferden

Am Montag war der World Hearing Day – der Welttag des Gehörs. Zu diesem Anlass haben wir ein Paar Fakten… Artikel lesen

Larissa Lienig
06. 03 2 min lesen
Symbolbild (Foto: Pixabay)

Am Montag war der World Hearing Day – der Welttag des Gehörs. Zu diesem Anlass haben wir ein Paar Fakten über die Ohren und das Gehör von Pferden zusammengesucht.

1. Das Gehör des Pferdes ähnelt dem des Menschen
Pferde nehmen mehr Frequenzen wahr als Menschen, aber sie reagieren auf etwa die selben Dezibel(Lautstärke)-Level. Während wir Töne mit einer Frequenz bis 20.000 Hertz wahrnehmen, hören Pferd auch höhere Töne bis 33.500 Hertz. Jeder der mit Pferden arbeitet hat vermutlich schon einmal mitbekommen, das das Pferd auf einen Ton reagiert, den wir als Mensch gar nicht mehr hören können.

2. Pferde können besser Sehen als Hören
Das Gehör von Pferden ist weniger gut ausgebildet als ihre Sicht. Es wird vermutet, dass das daran liegt, dass sie mit den Augen schon ein großes Sichtfeld (180 Grad) abdecken und ihre Ohren weniger dazu benötigen, um die Herkunft eines Geräuschs ausfindig zu machen.

3. Körpersprache ist der Schlüssel
Als Herdentiere kommunizieren Pferde vor allem durch Gesten, mehr als über Laute. Im Stall scheinen sie jedoch mehr über Geräusche zu kommunizieren, da sie sich nicht immer sehen können. Im Freien ist das Gehör dann wichtig, um eine Gefahr rechtzeitig auszumachen, gerad bei nicht so freier Sicht.

4. Die Ohren können um 180 Grad rotieren
Wie bei allen Säugetieren dienen die Ohren dazu ein Geräusch zu lokalisieren, zu filtern und zu verstärken. Dank der Muskulatur rundherum, kann das Pferd seine Ohren um 180 Grad und unabhängig voneinander drehen. Das erlaubt es ihm, ein Geräusch wahrzunehmen, ohne den Kopf drehen zu müssen.

5. Die Ohren erzählen eine Geschichte
Pferde nutzen ihre Ohren um zu kommunizieren. Zurückgedrehte Ohre signalisieren zum Beispiel Wut oder eine Warnung. Bei seitlich ausgerichteten, leicht hängenden Ohren ist das Pferd entspannt, vielleicht sogar gelangweilt oder döst einfach nur.

6. Hörprobleme können das Verhalten beeinflussen
Als Fluchttier ist das Pferd auch auf sein Gehör angewiesen. Probleme damit können es eventuell ängstlicher machen. Dazu bleiben diese oft unentdeckt. Der Grund für den Verlust des Gehöres beim Pferd kann viele Gründe haben, diese sind aber weitaus weniger erforscht als bei anderen Tieren

7. Pferde schützen ihr Gehör
Bei sehr lauten Geräuschen oder unangenehmen Tönen legen Pferde manchmal ihre Ohren an, um ihr Gehör zu schützen. Es kann auch sein das dadurch, neben einer Warnung auch Unsicherheit des Tieres ausgedrückt wird.

8. Das Eichhörnchen im Ohr
Im allgemeinen werden die kleinen Härchen im inneren des Pferdeohrs Eichhörnchenhaare genannt. Diese können, wenn sie zu weit rausgucken vorsichtig gestutzt werden.

9. Pferdeohren sind kein Thermometer
Um zu schauen, ob ein Pferd an Fieber erkrankt ist, gilt der Griff zum Ohr als Hausmittel. Das ist aber nicht aussagekräftig. Eher zeigt das Pferd Auffälligkeiten im Verhalten, wie Teilnahmslosigkeit oder überdurchschnittliches Schwitzen.

10. So hört das Pferd
Die Ohrmuschel fängt beim Hören die Schallwellen auf. Diese Schallwellen werden im Mittelohr verstärkt und in das innere Ohr weitergeleitet. Im Inneren Ohren sitzen die Hörzellen, die die empfangenen Informationen über den Hörnerv ans Gehirn senden.

Quelle: FEI, Pferchen.org

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