Wasserqualität – Wie sauber ist es wirklich?

von Louisa Trippe
13. Juli 2018
13.07.2018
ca. 2 Minuten

Ein Pferd trinkt täglich um die 30 bis 40 Liter Wasser. Bei Stuten, die Fohlen säugen, im Sommer bei heißen Temperaturen oder bei schwerer Arbeit, kann sich dieser Wert sogar noch erhöhen. Abgesehen von der Menge, die das Pferd trinkt, ist also alles relativ ähnlich zum Verhalten von Menschen. Doch es gibt noch einen wichtigen Unterschied: Für Menschen gibt es sehr genaue Richtwerte über die Qualität des Wassers, diese existieren für Pferde nicht. Zwar gibt es rechtliche Rahmenbedingungen, nach denen das Wasser, das Pferde trinken zwar gesundheitlich unbedenklich sein soll, aber trotzdem wird die Qualität des Wassers oft vernachlässigt. Und das obwohl das Wasser als eines der wichtigsten Futtermittel zählt.

Untersuchungen stellen jetzt fest, dass auf die Wasserqualität jetzt mehr geachtet werden muss. Dieses nimmt im Körper vielfältige, wichtige Rollen ein, wie zum Beispiel beim Stoffwechsel, bei der Verdauung, als Lösungs- und Transportmittel und bei der Thermoregulation. Dabei ist die Menge die das Pferd am Tag trinkt abhängig von der Verfügbarkeit, aber ebenso auch von der Qualität des Wassers. Daraus lässt sich schließen, dass zum einen das Pferd eigentlich immer Zugang zu Wasser benötigt, dieses aber auch sauber sein muss. Die Vierbeiner bevorzugen vor allem klares, geschmackloses, geruchsloses und frisches Wasser. Wie kann man ihnen das jeden Tag zur Verfügung stellen?

Um diese Frage zu beantworten, muss zuerst darauf eingegangen werden, wie denn das Wasser überhaupt verunreinigt werden kann. Dies geschieht häufig durch Bakterien oder Keime, welche entweder schon im Wasser sein können oder durch das vorhandene Leitungssystem in das Wasser gelangen. An dieser Stelle lässt sich das Beispiel mit alten Leitungen an der Tränke anführen, da diese zu viel Eisen ins Wasser führen können. Man kann stark eisenhaltiges Wasser an einer gelblich-trüben Verfärbung und einem metallischen Geschmack erkennen. Falls im Wasser tatsächlich hohe Keimgehalte zu finden sind, würde das Tier diese in sehr hohen Mengen aufnehmen. Es muss nicht zwingend daran erkranken, aber bei immunschwachen Tiere kann dies zu erheblicheren Schäden führen. Verunreinigtes Wasser kann ebenfalls die Ursache für undefinierbare Durchfallerkrankungen und Kotwasserprobleme sein. In dem Fall, dass Ammonium, Nitrat oder Nitrit in hohen Konzentrationen vorhanden ist, kann es sogar zu Vergiftungserscheinungen kommen.

Die angesprochenen Untersuchungen haben ebenfalls ergeben, dass in vielen Betrieben E.coli-Bakterien, die eigentlich nicht vorhanden sein sollten, nachgewiesen wurden. Auch coliforme Bakterien wie Salmonellen hat man im Tränkwasser gefunden. Solche Probleme können nur reduziert werden, indem man regelmäßige Reinigungen durchführt. Generell wird empfohlen, die Tränken und Leitungen so oft wie möglich zu kontrollieren und zu säubern. Außerdem sollte jedes Jahr eine Analyse des Wassers vorgenommen werden, um eine ausreichende Qualität zu gewährleisten. Solche Analysen werden unter anderem von Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalten durchgeführt. Allerdings wurde festgestellt, dass viele Betriebe so eine Analyse nicht oft genug oder gar nicht gemacht haben. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Durchflussmenge: Diese sollte zwischen 10 und 20 Liter pro Minute betragen.

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