Stallgeflüster

Sonne und heisse Temperaturen am Stall: Richtig abkühlen

Endlich wird es wärmer und die Temperaturen locken nun auch Pferd und Reiter aus den Reithallen heraus. Man kann endlich… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
18.04.2018 3 min lesen
Symbolbild (Foto:pixabay)

Endlich wird es wärmer und die Temperaturen locken nun auch Pferd und Reiter aus den Reithallen heraus. Man kann endlich wieder das schöne Wetter auf dem Rücken des Pferdes geniessen, ob bei einem Ausritt ins Gelände oder auf dem Reitplatz.
Doch hier muss man auch auf die „Gefahren“ hinweisen, pralle Sonneneinstrahlung, keine Schattenplätze und die Temperaturen steigen, so kann auch der schönste Frühlingstag, welcher sich zur Zeit eher anfühlt wie Sommer, zur Qual für Pferd und Reiter werden.
Bei großer Hitze kann es sowohl bei uns Menschen als auch bei unseren Pferden schnell mal zu Kreislaufproblemen kommen.Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollte man einige Dinge beachten, um gut durch die  warmen Tage zu kommen.

An erster Stelle steht natürlich genug trinken!
Wer viel in Bewegung ist, schwitzt viel. Diesen Verlust gilt es auszugleichen. Also viel trinken sollte die Grundvorraussetzung sein.
Was für uns gilt, ist für unser Pferd genauso wichtig. Egal wo das Pferd ist, es sollte immer genügend frisches Wasser zur Verfügung haben. Hier ist es auch ratsam, das Wasser öfters mal zu wechseln, damit es nicht kippt oder warm wird. Der Effekt vom schwitzen ist natürlich auch der Salzverlust, den ein Pferd gut durch ein Salzleckstein wieder ausgleichen kann.
Genauso wichtig ist es ab und zu mal eine Pause einzulegen. Gerade in den Mittagszeiten, wo die Temperaturen am höchsten sind, sollte man sich aus der prallen Sonne zurück ziehen und ein Schattenplätzchen aufsuchen. Die frühen Morgen- bzw. Abendstunden sind somit perfekt, wenn man einen Ausritt plant oder mit dem Pferd arbeiten will.
Sicher stellen sollte man auch, ob das Pferd, wenn es dann auf freiem Gelände steht, Schattenplätze zur Verfügung hat.
Bei ganz hohen Temperaturen sollte man den geliebten Begleiter schonen, Trab und Galopp kann man auch mal ganz weg lassen und es eher gemütlich angehen.
Was für den Reiter noch wichtig ist und ganz oft vergessen wird ist die Sonnencreme. Denn gerade wenn man mit dem Pferd draussen unterwegs ist, hat man sehr schnell einen Sonnenbrand. Vor dem Stallbesuch also gut eincremen, besonders das Gesicht.
Bei hellhäutigen Pferden kann es auch schon mal zu einem Sonnenbrand kommen. Hier gibt es spezielle Sonnencremen für das Pferd. Auch für bereits verbrannte Stellen gibt es eine After-Sun.
Noch ein großes Thema ist die passende Kleidung für den Reiter. Man sollte darauf achten, dass man keine dunklen Sachen trägt, lieber eine helle Reiterhose und Funktionsshirts, welche Atmungsaktiv sind. Als alternative zu der Reiterhose gibt es Kniebesatzreiterhosen oder Grip-Reiterhosen. Auch bei der Helmauswahl kann man zu Modellen wechseln, die eine ausreichende Belüftungsmöglichkeit anbieten.
Eine super Abkühlung ist sicher die Pferdedusche, wenn es nicht zu den wasserscheuen Vertretern gehört. Diese Art von Abkühlung sollte man aber erst jenseits der 20 Grad-Marke anwenden, so kann man sicher sein, dass das Pferd sich nicht verkühlt. Dabei gibt es auch einige Sachen zu beachten: So sollte man das Pferd nicht nach dem Fressen oder Sport abduschen. Weiter fängt man, dem Kreislauf geschuldet, von unten an, da das Herz-Kreislaufsystem des Pferdes sehr empfindlich auf kaltes Wasser reagiert. Mit dem nicht zu hart eingestellten Strahl, ist die dusche auch gut für die Hufen. Vorsicht sollte man auch am Rücken und der Nierengegend sein, weil viele Pferde bei einem direkten Schlauchstrahl an den Stellen verspannen können. Abhilfe schafft hier ein Schwamm, mit dem man die Regionen abkühlen kann. Genauso geht man mit dem Schwamm zum Hals und Kopf des Pferdes über, dabei muss darauf geachtet werden, dass kein Wasser in die Ohren gelangt.
Mit einer sehr fein eingestellten Düse kann man auch einen „Wassernebel“ über das Pferd verteilen.
Bei einem Ausritt ist auch der See eine gute Alternative zum abkühlen. Hier ist auch, wie zuvor, nicht jedes Pferd dabei. Viele Pferde lieben es auch einfach nur zu „planschen“. Den See sollte man natürlich kennen und wissen wo ein guter Ein- und Ausstieg ist.
Mit den Tipps sollte man doch gut durch die heissen Tage kommen und ein Eis für den Reiter schadet auch nie.

 

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