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Zurecht gemacht beim Turnier: „Frisuren“ für das Pferd

Gerade bei Turnieren oder Vorführungen ist neben der Leistung, die Optik der Pferde wichtig. Traditionell wird die Mähne des Pferdes eingeflochten…. Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
29.04.2018 3 min lesen
Symbolbild (Foto:pixabay)

Gerade bei Turnieren oder Vorführungen ist neben der Leistung, die Optik der Pferde wichtig. Traditionell wird die Mähne des Pferdes eingeflochten. Für jeden Mähnentyp, gibt es mehrere Möglichkeiten:

 

ZÖPFCHEN: die sind am häufigsten, vor allem in Springpferde- und Stilspringprüfungen (geflochtene Zöpfe,eingerollt als kleine Knobel)
EINGENÄHT: sehen sehr edel aus, auch recht häufig, gerne in Dressurprüfungen (geflochtene Zöpfe,die mit Nadel und Faden zu „Kleinen Röschen“ genäht werden, seit Neusten macht man das mit Haarklammern, geht super schnell)
STEHMÄHNE:  Mähne ist offen, oft bei Springpferden oder Pferden die kaum Mähne haben, wirkt aber nur, wenn das Pferd einen ordentlichen Hals hat und die Mähne kurz geschnitten ist, dass sie steht.
BAUERNZOPF: oft bei Rassen, die ihre lange Mähne behalten sollen, gerne auch bei Showpferden (Spanier, Friesen, Haflinger) (der Zopf beginnt zwischen den Ohren und wird runter zum Widerrist geflochten, auf einer oder beiden Seiten)
NETZ ODER GITTER: ebenfalls bei Pferden mit langer Mähne, die nicht gekürzt werden soll
SPRINGREITER ZÖPFE: für die „faulen“ Springreiter (sind einfach nur Mähnengummis am Ansatz in ca. 7cm großen Abstand )

Egal welche Frisur man dem Pferd machen möchte, gibt es ein paar Tricks, die man beachten sollte. Zum Einflechten braucht man einen Mähnenkamm und ein paar Mähnengummis. Bei größeren Pferden ist ein Hocker empfehlenswert, auf den man sich stellen kann. Genauso sollte man eine Woche vor der Frisur kein Mähnenspray verwenden, sonst rutschen die Haare durch die Finger.
Wenn das Pferd einen eher kurzen Hals hat, kann man viele schmale Zöpfe machen, das streckt den Hals optisch. Umgekehrt ist es, wenn das Pferd einen eher langen Hals hat, sollte man wenige, breite Zöpfe flechten.
Noch einen Unterschied gibt es bei bei der Länge der Mähne.
So sollte man eine kurze Mähne in viele kleine Zöpfe flechten, die man dann zu Knöpfen hochgesteckt. Dabei wird je nach Halslänge etwa alle 10 cm ein Zopf geflochten. Diese Frisur eignet sich für Pferde, deren Mähne eine Länge zwischen 10 und 20 cm lang ist. Diese Länge erreicht man durch regelmäßiges Verziehen oder Schneiden der Mähne.
Hat das Pferd eine noch kürzere Mähne, also eine Stehmähne, darf die offen bleiben. In diesem Fall sollte die Mähne aber ordentlich geschnitten sein und auf der ganzen Länge stehen.
Ist die Mähne richtig lang, sieht ein Spanischer Zopf am Besten aus. Dabei wird die komplette Mähne vom Genick bis zum Wiederrist in einen Zopf geflochten, wobei beim Flechten immer wieder Strähnen zugenommen werden, so dass der Zopf fest am Mähnenkamm sitzt.
Wenn das Pferd eine Zwischenlänge hat, oder eine unregelmäßige Länge, gibt es noch die Möglichkeit eine Netz zu machen. Dazu wird die die Mähne in gleichmäßige Strähnen geteilt. Diese Strähnen werden dann jeweils halbiert und die Hälften mit denen der benachbarten Strähne zusammengebunden. So entsteht ein dekoratives Rautenmuster, das garantiert hält.
Bei allen Frisuren sollte man auf gleichmäßigen Abstand achten, das lässt die Frisur ordentlicher wirken. Ein Verziehkamm eignet sich hier sehr gut, damit die Frisuren gelingen. Damit das Kunstwerk auch beim Turnier hält, sollte der Flechten fest genug sein. Wird die Frisur vor dem Tag der Veranstaltung gemacht, lässt sich die Frisur mit Nylon-Kniestrümpfen schützen. Einfach einen Strumpf mit Mähnengummis über den Zöpfen befestigen. So verirrt sich kein Stroh in die Zöpfe und die Haare werden nicht so struppig.
Auch mit der Farbauswahl der Gummis, kann man sich entweder welche passend zur Mähnenfarbe nehmen oder passend zum Halfter und co.
Wer sein Pferd für besondere Anlässe schön machen will, kann die Zöpfe auch einnähen, anstatt sie mit Gummis zu befestigen. Dazu braucht man: einen Mähnenkamm, festes Nähgarn möglichst in Mähnenfarbe, eine stumpfe!!! Zopf- oder Sticknadel, eine Schere für die Fäden.
Und bei allen Frisuren, macht Übung bekanntlich den Meister.

 

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