Stallgeflüster, Wissenswertes

Kleine Entgifter – Raupen gegen Jakobskreuzkraut

Darauf haben Pferdehalter gewartet. Die Raupen des schwarz-roten Schmetterlings Blutbär lassen sich das für Pferde giftige Jakobskreuzkraut schmecken. Der Blutbär… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
29.08.2019 1 min lesen
Jakobskrautbär (Foto:pixabay)

Darauf haben Pferdehalter gewartet. Die Raupen des schwarz-roten Schmetterlings Blutbär lassen sich das für Pferde giftige Jakobskreuzkraut schmecken.

Der Blutbär ist ein Nachtfalter, den man nur selten zu Gesicht bekommt. Er ist auch als Karminbär oder Jakobskrautbär bekannt. Ob jeder die kleinen Schädlingsbekämpfer einfach zum Dinner einladen kann und warum das Ganze ein Langzeitprojekt ist, erklärt Experte Andreas Frahm. Der Landwirt und Züchter von Welsh Black-Rindern beschäftigt sich seit rund zehn Jahren mit Bekämpfungsmöglichkeiten von Jakobskreuzkraut. Den Einsatz von Blutbären-Raupen befürwortet er.

 

So lässt sich der Blutbär systematisch einsetzen:

  1. Jahr: erste Raupen aussetzen („Hotspot“),
  2. Jahr: noch kein Effekt auf der ganzen Fläche, aber erste Löcher im Jakobskreuzkraut bestand entstehen,
  3. Jahr: der Fraß-Erfolg sollte flächendeckend sichtbar werden,
  4. Jahr: die Fläche sollte weitestgehend frei von Jakobskreuzkraut sein,
  5. Jahr: da Jakobskreuzkraut erst im zweiten Jahr in die Blüte kommt und die Samen viele Jahre im Boden verbleiben, sind noch einzelne Pflanzen im Bestand. Die Fläche muss daher weiter beobachtet werden, damit man bei Bedarf rechtzeitig reagieren kann.

 

Kontakt: Andreas Frahm, Telefon (0172) 2689108, andreas.frahm@cea-deutschland.de

Quelle: pferdesport-bw.de

Jaqueline Weidlich

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