(Foto:horseweb)

Kennzeichnungspflicht: Reitplakette

von Jaqueline Weidlich
12. Oktober 2018
12. 10
ca. 2 Minuten

(Foto:horseweb)

Wer mit seinem Pferd das Gelände von dem Hof verlassen will, sei es um spazieren zu gehen oder zum ausreiten, benötigt nach dem Landschaftsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen (LG NW) eine gültige Reitplakette/Reitkennzeichen.
Hierbei muss darauf geachtet werden, dass die Reitplakette gut sichtbar am Pferd angebracht ist. So kann man diese seitlich an der Trense befestigen, ebenso kann man die Plakette an einem Martingal oder Vorderzeug anbringen. Ebenfalls darf man sie am Sattel befestigen, wichtig ist, dass diese nicht von dem Reiter verdeckt wird. Genauso gibt es die Möglichkeit sich einen extra Riemen, einen Halsriemen, für die Plakette zu besorgen.

Die Plaketten werden bei der Unteren Landschaftsbehörde erteilt und gelten für das jeweilige Kalenderjahr. Eine Besonderheit hierbei ist, dass sich der Ort, wo man die Reitplakette anmeldet, sich nach seinem Wohnort richtet und nicht danach wo das Pferd steht.
Die Kosten für die Neubeantragung liegen je nach Kreis, bzw. Stadt zwischen 25,00 und 40,00 Euro pro Jahr. Das Reitkennzeichen ist im ganzen Bundesgebiet für die Dauer des jeweiligen Kalenderjahres gültig.
Das Geld wird für die jeweiligen Reitwege genutzt. Sie werden gepflegt und weiter ausgebaut. Man  unterstützt mit dem Kauf der Plakette also auch sein eigenes Interesse.
Die Plakette kann man in der zuständigen Verwaltung der Stadt beantragen. Am besten schaut man auf der Homepage der jeweiligen Stadt oder Kreises nach und informiert sich dort. So ist die Abgabe im Grunde wie eine kleine Pferdesteuer zu sehen.

Die Reitplakette ist nicht in jedem Bundesland Pflicht, sondern lediglich in einigen Bundesländern. Definitiv verpflichtend ist sie für alle Reiter aus NRW, Thüringen, Hamburg und Berlin. In Baden-Württemberg und Bayern sollte man sich erkundigen. In anderen Bundesländern ist eine Kennzeichnungspflicht nicht nötig.

Leider machen die Behörden keinen Unterschied, ob man das Gelände nur selten oder regelmäßig verlässt. So sollte man immer darauf achten, eine aktuelle Reitplakette zu haben, denn wenn man keine Plakette hat oder diese abgelaufen ist, wird eine Strafe fällig.

 

Wenn man sich nun eine Reitplakette besorgt hat, stellt sich die Frage, wo man alles reiten darf. Bis lang war das Reiten offiziell nur auf gekennzeichneten Wegen gestattet, was sich aber vor kurzem geändert hat. Nun ist das Reiten auf allen Wegen erlaubt, auf denen nicht ausdrücklich ein Verbotsschild zu finden ist.
Hier hängen die genauen Regelungen von der jeweiligen Stadt ab. So sollte man sich eventuell vorab informieren. Weiter ist es wichtig Rücksicht zu nehmen, Pferdeäpfel zu entfernen, immer im Schritt am Menschen vorbei zu reiten. Jeder Reiter ist verpflichtet die Hinterlassenschaften seines Pferdes auf der eigenen Straße zu entfernen. An allen anderen Orten ist es eine Nettigkeit der Reiter.

(Foto:horseweb)

Autorin: JW

Quelle: www.psvr-online.de

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