Stallgeflüster, Wissenswertes

Nicht nur Zecken machen Waldspaziergängern zu schaffen. Gerade jetzt im Zeitraum von August bis Oktober tritt die Hirschlausfliege vermehrt auf…. Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
08.08.2018 2 min lesen
Bild: Katrin Mädler / dpa

Nicht nur Zecken machen Waldspaziergängern zu schaffen. Gerade jetzt im Zeitraum von August bis Oktober tritt die Hirschlausfliege vermehrt auf. Doch die blutsaugenden Plagegeister waren in diesem Jahr schon früher als sonst unterwegs. Wie gefährlich ist der Parasit wirklich?

Erscheinung:
Im ersten Moment erinnert dieses kleine Insekt an eine Zecke mit Flügeln. Sie sind rund fünf Millimeter klein, dunkel, haben abgespreizte, kräftige Beine und einen Stechrüssel. Es ernährt sich von Blut, wie die Zecke selbst, doch hat es erstmal einen Wirt gefunden verliert sie ihre Flügel.
Hirschlausfliegen ernähren sich nicht nur von ihrem Wirt, sondern paaren sich auch auf diesem und bringen lebende Jungen zur Welt. Die Larven sind sofort verpuppungsreif, fallen zu Boden und entwickeln sich dann im nächsten Jahr zur vollständigen Hirschlausfliege. Es scheint neuerdings auch bewiesen, dass die Hirschlausfliege als Krankheitserreger fungiert.

Hirschlausfliegen tragen das Bartonella-Bakterium in sich
Die Tiere tragen oft ein bestimmtes Bakterium – den Erreger Bartonella schoenbuchensis (wikipedia.de) in sich.
Bartonella ist eine Gattung von Bakterien. Es handelt sich um in der Regel parasitisch innerhalb der Wirtszellen (intrazellulär) lebende Bakterien. Die Wirtszellen sind meist Endothelzellen oder rote Blutkörperchen (Erythrozyten). Überträger sind für die meisten Arten Insekten. Bei den Menschen und anderen Wirbeltieren lösen die verschiedenen Arten ein breites Spektrum von Infektionskrankheiten aus. Die verschiedenen Krankheitsformen beim Menschen werden zusammengefasst als Bartonellosen bezeichnet. Bartonella ist die einzige Gattung der Familie Bartonellaceae.

 

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Woran erkennt man, dass das Pferd befallen ist?
Wie der Name „Hirschlausfliege“ schon erahnen lässt, befällt er in erster Linie die Säugetiere des Waldes, dazu gehören Hirsche, Rehe, Wildschweine, etc..
Aber auch Pferde, Hunde oder Menschen werden angeflogen und können gebissen werden.
Gerade bei ausritten im Wald ist das Pferd gefährdet. Wenn das Pferd einmal als Wirt auserkoren ist, merkt man schnell eine VeränderuParasitng am Verhalten. Es ist sehr nervös, schubbert sich, steht nicht still und schlägt z.B. mit dem Kopf umher. Man kann sagen, dass sich das Pferd „verrückt“ verhält. So kann es bei diesem Verhalten teilweise sehr schwierig sein das Pferd zu untersuchen.

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Was mache ich, wenn mein Pferd befallen ist?
Hier sollte man ein Tierarzt hinzuziehen, der einen meist ein Mittel gegen Hirschlausfliegen mit gibt. Das Mittel wird im Wasser verdünnt, danach wäscht man das Pferd komplett mit dieser Lösung.

Leider gibt es keine Mittel zur Vorbeugung, hier sollte man wachsam sein und sein Pferd gegebenenfalls nach einem Ausritt absuchen.
Oder habt ihr schon Erfahrung mit dem Parasiten gemacht? Wenn ja schreibt in unseren Kommentaren und teilt eure Erlebnisse mit diesem Parasiten.

Da auch Menschen betroffen sein können, gibt es hier einen Artikel von news.de, der einen genau beschreibt, wie die Symptome bei Menschen sind und was dagegen machen kann.

Quelle:
www.wikipedia.de

www.reiten-weltweit.info


www.news.de

Jaqueline Weidlich

Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut. -Henri Cartier-Bresson