Eine Pferdekur gegen den Husten

von Marike Weber
07. September 2018
07.09.2018
ca. 2 Minuten

Husten. Morgens. Mittags. Abends. Zu nahezu jeder Jahres- und Tageszeit. –  Ein Husten, der durch eine Allergie hervorgerufen wird, ist sehr vielschichtig und kann nicht einfach ausgesessen werden.

Sollte ein Pferd husten, ist es zu allererst wichtig zu klären, was die Ursachen sind und ob es sich bei dem Husten um eine Erkrankung der Lungen oder der oberen Atemwege handelt. Hier ist sehr gut erklärt, woran sogar schon der Pferdebesitzer unterschiedliche Hustenarten unterscheiden kann und wann man unbedingt einen Tierarzt holen sollte.

Wenn Pferde eine Allergie haben und mit Husten reagieren, wie beispielsweise bei einer (Heu-)Stauballergie, ist die Behandlung schwierig. Der Husten ist die Reaktion auf eine Reizung der Atemwege, die zum Bespiel durch Pollen oder Staub verursacht werden kann. Diese Auslöser sind in der Pferdehaltung schwer zu vermeiden, da besonders Heu und Stroh in fast allen Ställen vorhanden ist, jedoch gleichzeitig sehr viel Staub verursachen. Alle möglichen Ursachen und Auslösen sind bestmöglich zu reduzieren und durch Alternativen zu ersetzen.

Neben der Behandlung durch den Tierarzt und Heilpraktiker, kann es sehr sinnvoll sein, dem Pferd eine Auszeit an der Nordsee zu gönnen. Kuren für Pferde, bevorzugt an der Nordsee, werden immer beliebter. Das Reizklima löst den Schleim in den Atemwegen, der sonst durch nicht mehr intakte Flimmerhärchen nicht mehr raus transportiert werden kann. Durch die salzhaltige Luft, kann sich der angesetzte Schleim verflüssigen und lösen. Das windige Klima sorgt außerdem dafür, dass kaum Pollen unterwegs sind, wodurch noch mehr Reize reduziert werden. Neben der Auszeit für die Atemwege, genießen es die Pferde sehr, ein paar Monate durchatmen zu können, auf der Wiese zu sein und nur leicht bewegt zu werden. Sehr wichtig ist jedoch, dass die Pferde größtenteils draußen stehen und nicht etwa in einer Box, um die vollen Vorteile der salzhaltigen Luft auszukosten.

Ein Kurpferd auf den endlosen Wiesen an der Nordsee (Foto: privat)

 

Mittlerweile ist eine Pferdekur jedoch nicht mehr nur bei Hustenpferden beliebt, sondern auch bei Pferden  mit Sommerekzem. Dadurch, dass an der Küste keine Kriebelmücken unterwegs sind, können sich Pferde mit Ekzem im Sommer besonders entspannen und scheuern sich nicht unter anderem Mähne und Schweif blutig. Auch einige Turnierpferde ziehen im Sommer oder nach der Turniersaison für einige Wochen oder Monate an die Nordsee, um zu regenerieren und vollkommen zu entspannen.

Wichtig ist natürlich die Lage des Kurhofs. Er sollte möglichst nah an der Küste liegen – im Idealfall nur wenige hundert Meter vom Wasser entfernt. Auf diese Weise ist das Salz in der Luft noch voll enthalten. Ein Kurhof könnte zum Beispiel so aussehen:

(Kurhof Maack in Neuharlingersiel)

 

Viele Höfe bieten zudem an, die Pferde während das Kuraufenthalts zu Longieren oder teilweise sogar zu Reiten (wenn gewünscht). Außerdem kann eine begleitende Behandlung, beispielsweise durch zusätzliches Inhalieren oder Kräuter- und Medikamentengabe, erfolgen, um jedes Pferd bestmöglich zu betreuen.

 

 

Weitere Artikel

Jaqueline Weidlich - 
07. November 2018
ca. 3 Minuten
Jaqueline Weidlich - 
07. November 2018
ca. 7 Minuten
Larissa Lienig - 
06. November 2018
ca. 1 Minuten
Larissa Lienig - 
30. Oktober 2018
ca. 2 Minuten
Larissa Lienig - 
24. Oktober 2018
ca. 3 Minuten
Jaqueline Weidlich - 
12. Oktober 2018
ca. 2 Minuten
Jaqueline Weidlich - 
11. Oktober 2018
ca. 2 Minuten
Jaqueline Weidlich - 
21. September 2018
ca. 3 Minuten
Marike Weber - 
18. September 2018
ca. 1 Minuten