Stallgeflüster

Angrasen-wie wichtig ist es?

Der Frühling kommt, die Sonne scheint, es wird endlich wieder wärmer und die Weidesaison beginnt. Da nur wenige Pferde den… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
05.04.2018 2 min lesen
Symbolbild (Foto:pixabay)

Der Frühling kommt, die Sonne scheint, es wird endlich wieder wärmer und die Weidesaison beginnt.

Da nur wenige Pferde den Genuss einer Winterweide haben, steht jetzt zum Frühling die abrupte Änderung des Speiseplans bevor. Hier kann es leider auch zu ein paar Problemen kommen, da unser Pferd so eine Ernährungsumstellung was es zum größten Teil ja ist, nicht gut verträgt. So wird meist von einem auf dem anderen Tag das Futter von Heu- oder Heulage-Fütterung im Stall,zur Grünfutterration auf  der Weide gewechselt.
Pferde sind von Natur aus nicht auf das fette deutsche Weidegras ausgerichtet sind, da die ursprüngliche Ernährung sich eigentlich nur auf Kräuter, Blätter, Äste, Moorerde, karges Steppengras und ab und an ein bisschen fetteres Gras beschränkte. Somit wird dem Pferdemagen mit dem Weidegras schon einiges zugemutet.

Was ist so schädlich an falschem Anweiden bei Pferde?
Da der Pferdedarm sich über die Wintermonate an das Raufutter angepasst hat, kann der Wechsel auf das Weidegras nun alles aus dem Gleichgewicht bringen und ein Teil der Nahrung kann nicht verarbeitet werden.
Im frischen Gras sind hohe Konzentrationen von Kohlenhydraten in Form von langkettigen Zuckermolekülen vorhanden–den so genannten Fruktanen, welche u.a. zu Verdauungsstörungen führen können.
Hier mal Zusammengefasst, welche Erkrankungen durch die Nahrungsumstellungen entstehen können: Durchfall und Kotwasser, Koliken, Myopathien und allen voran – die Hufrehe.

Wir haben euch hier einige Ratschläge zum richtig Anweiden aufgelistet:

  • Das Pferd vor dem Gang auf die Weide immer mit Heu satt füttern.
  •  Die Weidezeit langsam steigern, mit 15-20 Minuten beginnen und dann über 3-4 Wochen pro Tag um 15-20 Minuten steigern.
  • Weidezeit während der Hauptwachstumsphase (bis Juli) angepasst an das jeweilige Pferd einschränken (Gilt nicht für tragende/laktierende Stuten und deren Fohlen)
  • Nahrungskarenzen über 5 Stunden unbedingt vermeiden (außerhalb der Weidezeit).Bei kalten Nächten und sonnigen Tagen gefährdete Pferde im Paddock lassen (hohe Fruktan-Konzentration im Gras! Oder nur ganz kurz hinauslassen. Empfindliche Tiere nach solchen Unterbrechungen besser vorsichtig neu anweiden!
  • Die tägliche Mineralfutterration anpassen. (gibt es z.B. hier)

Ich hoffe ihr kommt gut in den Frühling.

Euer Horseweb-Team.

Quelle:
https://www.atm.de/blog/redaktionelles/pferde-im-fruehling-richtig-anweiden

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