Rasseportrait

Rasseportrait Westfalen

Es gibt heute um die 200 verschiedenen Pferderassen in Deutschland. Eine davon ist der Westfale und gehört aufgrund seines Temperaments… Artikel lesen

Pia Kocker
21.08.2018 2 min lesen
(Foto: Pia Kocker)

Es gibt heute um die 200 verschiedenen Pferderassen in Deutschland. Eine davon ist der Westfale und gehört aufgrund seines Temperaments zu den Warmblütern.

Der Westfale ist hinter dem Hannoveraner die zweit größte Reinzucht in Deutschland und eignet sich hinsichtlich seines Interieurs als Familienpferd. Ursprünglich für den Spitzensport gezogen, ist er heute wegen seines sanften Gemüts ein optimaler Freizeitpartner. Das Exterieur ist gekennzeichnet durch die Langbeinigkeit und den stabilen, geraden Rücken. Im Gegensatz zum Hannoveraner ist der Westfale bauchiger und stabiler im Rumpf. Zumeist besitzen die Westfalen eine enorme Sprungkraft, weshalb sie gern im Sport eingesetzt werden. Passend zum Rest des Pferdes ist der Kopf, welcher mittelgroß ist und in vielen Fällen sehr ausdrucksstark.

Mittlerweile hat sich diese Pferderasse auch im Freizeitsport etabliert und begleitet in Deutschland viele Reiter. Darunter befinden sich auch Familien, da der Westfale durch seine Ausgeglichenheit und ruhige Art perfekt zu Familien passt. Zu dem lernt diese Rasse schnell dazu und dient optimal als Reit- und Lehrpferd.

Der Westfale hat seinen Ursprung im Landgestüt in Westfalen. Dort war nach dem zweiten Weltkrieg die Nachfrage nach Turnierpferden sehr hoch und wurden immer mehr verlangt. Das schwere Kaltblut, was bis dahin die Arbeit auf dem Feld errichtete, wurde durch das eher rittige und nicht ganz so schwere Warmblut ersetzt. In die bis dato eher schweren Rassen wurden einheimische mit dazu gekreuzt. Bis heute sind wohl die bekanntesten Urväter der Zucht ´Frühling`, ´Pilot`, ´Fidermark`.

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Zuchtgeschichte

Das Landgestüt Warendorf, das Zentrum der Westfalenzucht, wurde im Jahr 1826 gegründet. Anfangs war der Zuchterfolg sehr gering, da die Anfordernisse der bäuerlichen Umgebung in den Zuchtzielen des Gestüts keine Berücksichtigung fanden. Erst als gegen Ende des 19. Jahrhunderts diese Erfordernisse Einfluss auf das Zuchtziel gewannen, stellte sich sowohl in Kalt- als auch Warmblutzucht schnell der erhoffte Erfolg ein. 1904 wurde das Westfälische Pferdestammbuch gegründet, das noch in gleichen Teilen die Kalt- und Warmblutzucht berücksichtigte. Bis Ende des Zweiten Weltkrieges lag der Schwerpunkt der Zucht auf Pferden, die für die Feldarbeit (Kaltblutzucht) und für die Arbeit als Kutschpferd (Warmblutzucht) geeignet waren. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges ging der Bedarf an diesen Rassen durch die aufkommende Motorisierung stark zurück, so dass man sich mehr der Entwicklung des Reit- und Sportpferdes widmete. Es wurden Hengste aus anderen Rassen, z. B. Hannoveraner, Holsteiner, Trakehner, aber auch Selle Français, Anglo-Araber und andere Vollblüter eingesetzt. Im Gegensatz zu anderen Zuchten wurden hauptsächlich einheimische Rassen eingekreuzt und so entwickelte sich langsam aber stetig der moderne Westfale. (wikipedia)

 

-Pia Kocker-

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Pia Kocker

Die schönste Zeit im Leben sind die kleinen Momente in denen du spürst, du bist zur richtigen Zeit, am richtigen Ort.