Rasseportrait

Ein Pony als Blindenführer?  – Falabella Rasseportrait

Ja, genau richtig gelesen. Ein Pony als Ersatz für einen Blindenhund? Hier bei uns wohl eher unvorstellbar aber in den… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
07.08.2018 2 min lesen
Symbolbild (Foto:pixabay)

Ja, genau richtig gelesen. Ein Pony als Ersatz für einen Blindenhund? Hier bei uns wohl eher unvorstellbar aber in den USA ist es anerkannt.

Aber erstmal von vorne. Was genau ist eigentlich ein Falabella?

 

Allgemeine Infos:

Falabellaponys stammen ursprünglich aus Argentinien und gehören zu der kleinsten Miniaturpferderasse der Welt. Sie werden durchschnittlich ca. 60-80cm groß, aber haben dafür eine ungefähre Lebensdauer von 30 Jahren. Die Rasse gibt es in allen unterschiedlichen Farben.

 

Haltung & Umgang:

Falabellas werden meistens zum Fahren mit leichten Gespannen oder als Show-Modepony genutzt. Sie sind intelligent und sehr lernwillig, weshalb sie in ihren Showprogrammen auch oft viele außergewöhnliche Kunststücke zeigen. Für das Reiten sind sie durch ihre Statur eher ungeeignet.

Die Bedürfnisse sind grundsätzlich wie die aller anderen Pferde. Durch ihr niedriges Körpergewicht (durchschnittlich ca.70 Kg) frieren sie schneller und sind auch im Allgemeinen empfindlicher als ihre Artgenossen. Eine Offenstallhaltung ist dadurch nicht immer die beste Wahl.

 

Besonderheiten:

Wusstest du, dass ein Falabella Pony 17 statt normal 18 Rippen hat? Oder das eine Stute mit ihrem Fohlen 13 anstatt 11 Monate trächtig ist? Der Name Falabella ist zurück zuführen auf die Familie Falabella, die erstmals diese Rasse gezüchtet hat. Im Jahr 1978 wurde das kleinste Pony (Falabella) der Welt geboren, es hatte eine Wiederristhöhe von nur 30,4 Zentimeter.

 

In den USA wird diese Rasse eher für ein Haustier oder Streicheltier gehalten, weshalb sie dort auch eher ungewöhnliche und bedenkenswerte Aufgaben haben.  Durch die Tatsache, dass sie meist nicht sonderlich größer als Hunde sind, wird versucht diese Ponys als eine Art Blindenführer auszubilden, so wie Blindenhunde. Oft wird dabei aber vergessen, dass es sich trotzdem um Pferde handelt, welches genauso auf die Weide zu seinen Artgenossen gehört, wie seine großen Verwandten. Diese Bedürfnisse sind Dinge, die weniger beachtet werden, wenn der Besitzer sein Pferd durch die Stadt, über Straßen in U-Bahnen führt oder in der Wohnung hält. Einige Menschen sehen trotzdem Vorteile darin, ein Blindenpferd einzusetzen, so haben Menschen, die beispielsweise eine Hundehaarallergie aufweisen, trotzdem die Chance einen Begleiter, Freund und Helfer für den Alltag zu bekommen. Dieser Begleiter würde ihnen den Alltag erleichtern und ist mit seinen ca. 30 Jahren Lebenserwartung auch jemand, der einem somit länger als ein Hund zur Seite steht. Nach entsprechender Ausbildung werden die Ponys in den USA als offizielle Blindenführpferde anerkannt.

Was denkt ihr darüber?

 

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Eine Organisation die dies unterstützt ist zum Beispiel:  http://www.guidehorse.com/

 

Genaueres darüber erfahren könnt ihr unter folgendem Link:

http://www.schattenblick.de/infopool/tiere/haustier/hippos83.html

 

-Celina Kraus-

 

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Jaqueline Weidlich

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