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Reitsport muss nicht teuer sein – so können Pferdefans sparen

Noch immer wird das Reiten oft als Sport der Reichen abgestempelt. Kein Wunder, denn ein eigenes Pferd kostet viel Geld…. Artikel lesen

Felicitas Meyer
28.09.2021 3 min lesen
Symbolbild: Pixabay

Noch immer wird das Reiten oft als Sport der Reichen abgestempelt. Kein Wunder, denn ein eigenes Pferd kostet viel Geld. Neben der Anschaffung und dem Einstellen kommen noch zahlreiche andere Dinge obendrauf: Tierarzt, Hufschmid, Sattler sowie in manchen Fällen ein eigener Pferdeanhänger. Ist das Pferd versorgt und ausgestattet, will aber auch sein Reiter noch eingekleidet werden: Reithose, Reitstiefel, Schutzweste, Reithelm, Gerte und Co. können teuer sein.

Und diese Kosten entstehen auch für diejenigen, die kein eigenes Pferd besitzen, sondern lediglich Reitstunden nehmen, ein Pflegepferd oder eine Reitbeteiligung haben. Der Reitsport ist in der Tat ein teures Vergnügen, doch es gibt Möglichkeiten, um die Kosten etwas zu senken.

Preise im Internet vergleichen

 

Eine gute Reithose muss vor allem gut sitzen. Noch wichtiger ist das beim Helm – ein Reithelm, der nicht passt, kann einen im Ernstfall nicht vor Verletzungen bewahren. Aus diesem Grund sollten Reiter ihre Ausstattung im Reitgeschäft vor Ort kaufen. Doch es spricht nichts dagegen, Anschaffungen, mit denen man wirklich zufrieden ist, im Internet nachzubestellen.

Dabei hat man die Möglichkeit, Preise in vielen Shops zu vergleichen. Vielleicht findet man sogar noch mehr Auswahl, denn der Einzelhandel vor Ort hat nicht immer die Kapazitäten, alle Farben oder Designs eines bestimmten Produktes im Laden zu haben.

 

Auf Rechnung einkaufen

 

Immer wieder kommt es vor, dass Reiter und Reiterinnen doppelt kaufen, weil sie mit ihrer ersten Entscheidung doch nicht so zufrieden waren wie erhofft. Wer Tierbedarf auf Rechnung kauft, kann bestellte Produkte in aller Ruhe anprobieren, testen und sehen, ob sie halten, was sie versprechen. Ist man unzufrieden, kann man Artikel gemäß Fernabsatzgesetz kostenlos zurücksenden.

Retournierte Ware muss beim Kauf auf Rechnung natürlich nicht bezahlt werden, während eine Rückerstattung im Laden vor Ort nur in seltenen Fällen möglich ist. Ist ein Produkt intakt, ist die Rückerstattung im Geschäft, nämlich eine Frage der Kulanz.

 

Gebraucht kaufen

 

Es gibt Dinge, die sollte man nicht gebraucht kaufen. Dazu zählt beispielsweise der Reithelm. Weist dieser nämlich feine Haarrisse auf, beispielsweise durch einen Sturz, kann er nicht mehr gut schützen. Ebenso ist das Fehlen einer Garantie beim Privatverkauf ein Grund dafür, warum viele Personen sich dann doch für einen Neukauf entscheiden.

Doch andere Dinge, die man zum Reiten benötigt, kann man ruhigen Gewissens aus zweiter Hand übernehmen: Reithosen, Gerten oder gut gereinigte Putzkoffer sind auch beim Privatverkauf oft noch so gut erhalten, dass man einwandfreie Produkte zum echten Schnäppchenpreis ergattern kann.

Vor allem, wenn man Kinder hat, die Reitstunden nehmen, kann Second-Hand eine gute Alternative sein. Da die Kleinen so schnell aus ihren Sachen herauswachsen, ist die Reitausstattung meist noch sehr gut erhalten. Dabei bietet der Gebraucht-Kauf zwei Möglichkeiten, um Geld zu sparen: Wer günstig gebraucht kauft, gibt weniger Geld aus. Und wer gut erhaltenes Reitzubehör verkauft, spült wieder etwas Geld in die Kasse.

 

Mithilfe am Hof

 

Auf großen Höfen sind die Rollen meist klar verteilt. Große Höfe sind in der Regel auch Wirtschaftsbetriebe. Doch es gibt noch immer viele Privathöfe, auf denen Reiter aus Leidenschaft zum Tier eigene Pferde halten. Nicht immer ist genügend Zeit vorhanden, um alle Tiere ausreichend bewegen zu können. Manchmal ist sogar die Zeit zum Misten und Pflegen der Pferde knapp bemessen.

Es kann sich lohnen, auf solchen Privathöfen nachzufragen, ob eine Reitbeteiligung möglich wäre. Oft wird dieses Angebot dankend angenommen. Die Preise sind dabei meist geringer als auf großen Höfen, da die Besitzer in dieser Konstellation meist mehr auf die Unterstützung als auf die Einnahmen angewiesen sind. Wer sich eine private Reitbeteiligung sucht, sollte aber auf jeden Fall auf Nummer Sicher gehen, ob das betreffende Pferd auch ausreichend versichert ist. Ist das nicht der Fall, kann es zu Problemen kommen, wenn Reitbeteiligung, Pferd oder beide einen Unfall haben.

 

Reiten kann bezahlbar sein

 

Wer reitet, kann unheimlich viel Geld für sein Hobby ausgeben. Doch es geht tatsächlich auch anders. Kleine Einsparungen hier und dort summieren sich über die Monate gesehen deutlich auf. So kann man nicht nur sparen, sondern vielleicht sogar Rücklagen für die Zukunft bilden.