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Augen auf beim Pferdekauf – das sollte man beachten

Pferdefans kennen das Gefühl: Wer sein Traumpferd sucht, für den kann es gar nicht schnell genug gehen. Vielleicht spukt die… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
20. 03 3 min lesen
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Pferdefans kennen das Gefühl: Wer sein Traumpferd sucht, für den kann es gar nicht schnell genug gehen. Vielleicht spukt die Idee von einem eigenen Pferd schon lange im Kopf herum und man wünscht sich nichts Sehnlicheres, als endlich den Verkäufer zu kontaktieren. Doch an diesem Punkt sollte man nichts überstürzen. Der folgende Artikel klärt darüber auf, was beim Kauf eines Pferdes zu beachten ist und warum man gerade beim Verkäufer genauer hinsehen sollte.

 

Was kann ich mir leisten?

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Man muss sich vorab darüber im Klaren sein, dass ein Pferd auch nach seiner Anschaffung im Laufe seines Lebens viel Geld kostet. Wer finanziell sowieso knapp kalkuliert, sollte wissen, wie teuer die Stallmieten und Versicherungen sind und welche Kosten für die Hufschmiede, Tierärzte und Reitausstatter anfallen. Großzügig geschätzt kann man mit monatlichen Ausgaben um die 800€ rechnen. Ähnlich verhält es sich mit dem Faktor Zeit und der persönlichen Erfahrung: Habe ich neben den Alltagspflichten genug freie Zeit für ein Pferd? Wie lange beschäftige ich mich schon mit Pferden? Man muss die eigene Situation realistisch einschätzen, sonst tut man sich und dem Tier nichts Gutes. Das kann nicht immer leicht sein!

 

Was will ich eigentlich?

Wenn die Grundlagen geklärt sind, sollte man sich darüber Gedanken machen, welche Charakteristika ein zukünftiges Pferd erfüllen soll. Das perfekte Pferd existiert nicht! Aber es gibt für jeden Reiter geeignete und weniger geeignete Tiere. Turnierpferd oder Freizeitpferd, Alter, Geschlecht und Rasse: Das sind nur ein paar Aspekte, die es zu berücksichtigen gilt. Ein unerfahrener Reiter braucht ein erfahrenes Pferd, da Probleme sonst vorprogrammiert sind. Andererseitskann es für Reitexperten eine tolle Herausforderung sein, ein unerfahrenes Jungpferd auszubilden. Im Internet gibt es Verkaufsplattformen wie diese, auf denen man sich nicht nur umsehen, sondern auch viel über die Eigenschaften eines Pferdes erfahren kann.

 

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Wie finde ich den richtigen Händler?

Vorab: Es spielt keine Rolle, welchen Status ein Anbieter hat. Egal ob Händler, Züchter oder Privatverkäufer – sie alle können fair und seriös sein. Gleichzeitig können sich unter ihnen aber auch Betrüger tummeln, die es beim Verkauf nicht ganz so gut meinen. Es gibt ganz unterschiedliche Adressen für einen Pferdekauf, die natürlich alle Vor- und Nachteile aufweisen. Auf equimove.desind hierfür einige nützliche Informationen aufgelistet.

 

 

Damit man nicht an den Wolf im Schafs…, pardon, Pferdefell gerät, ist es ratsam, dem Anbieter vor einem Proberitt folgende Fragen zu stellen:

 

→ Welche Charaktereigenschaften hat das Pferd?

→ Wie ist das Pferd ausgebildet und liegen Erkrankungen vor?

→ Wo kommt das Pferd ursprünglich her und warum steht es zum Verkauf?

→ Wie wurde das Pferd gehalten und wie viele Vorbesitzer gab es?

 

 

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Ein seriöser Verkäufer sollte:
nicht zum Kauf drängen (mehrere Proberitte ermöglichen; Vertrauenspersonen bei der Begutachtung zulassen; das Pferd putzen und satteln)
-eine offizielle Ankaufsuntersuchung (AKU) vornehmen oder dem vertrauten Veterinär des Käufers den obligatorischen Medizin-Check ermöglichen
Impfpass, Equidenpass und die gängigen Unterlagen (Personalausweis des Pferdes) besitzen
-einen umfassenden, schriftlichen Kaufvertrag anbieten (ein Pferdekauf per Handschlag ist zwar eine alte Tradition, kann aber rechtliche Probleme mit sich bringen; die vereinbarte Beschaffenheit eines Pferdes hat nur Rechtsgültigkeit nach einer schriftlichen Fixierung)

 

Achtung! Wenn sich der Verkäufer im Ausland befindet, ändert sich auch die Rechtsgrundlage. Europarechtliche Vorschriften berücksichtigen Ansprüche aus Deutschland nur selten, d.h. letztendlich kann nur ein Gericht in diesem Fall entscheiden. Am sinnvollsten ist es, sich vorab im Internet schlau zu machen und Erfahrungsberichte einzuholen.

 

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Jaqueline Weidlich

Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut. -Henri Cartier-Bresson

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