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Vivianne Mercker hat sich im Rahmen der Deutschen Jugendmeisterschaften den Sieg im Bundesnachwuchschampionat der Dressur gesichert. Die Prüfung für junge Talente bis 14 Jahre wird mit Pferdewechsel ausgetragen.

Das Bundesnachwuchschampionat der Dressurreiter, der Liselott-Rheinberger-Nachwuchsförderpreis, zählt zu den wichtigsten Nachwuchsprüfungen für Dressurreiter. Seit 1997 findet das Bundesnachwuchschampionat an wechselnden Austragungsorten statt, seit 2007 ist es regelmäßig Bestandteil der Deutschen Jugendmeisterschaften Dressur und Springen. Die Teilnehmer messen beim Bundesnachwuchschampionat der Dressurreiter ihr Können in den FEI-Aufgaben Children (Mannschafts- und Einzelaufgabe) auf Trense, wobei besonderer Wert auf den Sitz und die Einwirkung des Reiters gelegt wird. Nach zwei Qualifikationen dürfen die drei Punktbesten im Finale mit Pferdewechsel antreten, in München waren das Vivianne Mercker, Leni-Sophie Grosmann und Marie Bernard. Alle drei haben im Finale jeweils ihr eigenes Pferd sowie die Pferde ihrer beiden Mitstreiterinnen in einer Sonderaufgabe auf dem Niveau der Klasse L, vorgestellt. Mit den Wertnoten 9,0 und zweimal 8,8 ist Vivianne Mercker die Siegerin im Bundesnachwuchschampionat Dressur.

Mit ihrem eigenen Pferd, der Oldenburger Stute Belladonna, hatte sie in diesem Jahr bereits den Preis der Besten in der Altersklasse der Children für sich entschieden und gehörte zum deutschen Team, das Teamgold bei den U14-Europameisterschaften gewonnen hat. Die beiden siegten in München in beiden Einlaufprüfungen des Bundesnachwuchschampionats. „Ich habe wirklich viel gelernt und bin dankbar, dass ich diese beiden tollen anderen Pferde reiten durfte“, sagte die Siegerin, Vivianne Mercker. Für sie war die DJM ein Heimspiel, die 14-Jährige lebt mit ihrer Familie in München. „Ich bin überglücklich, dass ich hier gewonnen habe und kann es noch gar nicht so richtig realisieren.“

Leni-Sophie Gosmann brachte ihre Stute Golden Girl mit nach München. Am ersten Tag in München waren sie noch Sechste, in der zweiten Wertung wurden sie Zweite und zogen ins Finale ein, in dem die 13-Jährige aus Bottrop die Noten 8,6, 8,6 und 8,3 erritt. Sie sagte: „Die Pferde von Vivi und Marie waren toll zu reiten und sehr fein, das war eine spannende Erfahrung.“

Die 13-jährige Marie Bernhard aus Iggingen in Baden-Württemberg sicherte sich die Bronzemedaille im Bundesnachwuchschampionat. Sie sagte: „Belladonna hat sich sehr gut angefühlt, mit Golden Girl war ich noch etwas unsicher im Galopp, aber sonst bin ich sehr zufrieden und mein eigenes Pferd hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe gesehen, dass ich mich schnell auf die Pferde einstellen und sie ganz unterschiedlich reiten muss.“

„Das Bundesnachwuchschampionat ist eine besondere Prüfung. Ich finde diese Prüfung unheimlich interessant und halte es für wichtig, dass sich der Nachwuchs früh damit auseinandersetzt, unterschiedliche Pferde zu reiten. Es ist toll zu sehen, wie sich diese jungen Talente auf die Pferde einstellen. Wir hatte hier im Finale sehr unterschiedliche Pferdetypen, von der sehr feinen Stute bis zu kompakteren Typen. Das macht es für die Finalistinnen gar nicht so einfach, sich schnell einzufinden, aber alle Pferde haben eine sehr gute Grundausbildung, so dass die Reiterinnen gut einwirken konnten“, sagte Hans-Heinrich Meyer zu Strohen, Bundestrainer der Altersklasse U14, U18 und U21 in der Dressur. „Das war ein sehr guter Einblick in den aktuellen Leistungsstand dieser Altersklasse und vor allem ist es schön zu sehen, dass die Finalistinnen auch Spaß an dieser Prüfung hatten. Sie waren natürlich im Vorfeld alle ein bisschen nervös, weil sie so etwas noch nie gemacht haben, aber nach haben sie alle gestrahlt und wir sind dankbar, dass wir eine solche Prüfung für den Nachwuchs haben.“