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2. Gewinnvorstellung: Unser Stall soll besser werden

In jedem Jahr können sich Reitvereine, Pferdebetriebe und private Ställe bewerben, die mindestens seit einem Jahr einen neugebauten, modernisierten oder… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
26.09.2019 2 min lesen

In jedem Jahr können sich Reitvereine, Pferdebetriebe und private Ställe bewerben, die mindestens seit einem Jahr einen neugebauten, modernisierten oder renovierten Stall mit mehr als zehn Pferden betreiben. Der Bestand sollte überwiegend den Vorgaben der „Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten” (BMEL 2009) entsprechen. Die Betriebe, die mit ihrem Haltungskonzept überzeugen können, werden in jedem Jahr im September im Rahmen der Bundeschampionate ausgezeichnet.

Der Loreleyenhof  ist einer der Gewinner 2019.

Der Loreleyenhof

Der Loreleyenhof ist so idyllisch, wie er klingt. Dinah Lorenz betreibt hier mit ihrem Ehemann, Frank Lorenz, einen privaten Zucht- und Ausbildungsbetrieb mit Pensionspferdehaltung, wobei vor allem die Zuchtstuten und ihre Fohlen im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Bevor der Loreleyenhof ein Zuhause für Pferde wurde, war er ein Milchviehbetrieb. Den haben die Eheleute Lorenz 2017 übernommen und pferdegerecht aus- und umgebaut, sodass 20 Pferde hier Platz finden sollen.
In den großzügigen Fensterboxen sind die Pferde nur nachts anzutreffen, denn alle Pferde auf dem Loreleyenhof verbringen den Tag auf den rund 13 Hektar Weidefläche, und zwar in gemischten Herden. Dabei wird lediglich nach Geschlecht getrennt, aber ein buntes Altersgefüge kombiniert. So stehen bei den Wallachen Rentner mit Sportpferden und Aufzucht gemeinsam, bei den Stuten Sportpferde mit Fohlenstuten und ebenfalls der Aufzucht: „Wir wollten auf unserem Hof zeigen, dass man Pferde jeden Alters zusammenstellen kann, dass auch Sportpferde ganztags raus dürfen und trotzdem gute Leistungen abliefern, dass es Jungpferden gut tut, in den Herden groß werden zu können und ältere Tiere die Erziehung und soziale Prägung übernehmen“, erklärt Dinah Lorenz. Hervorzuheben ist im Herdenmanagement noch, dass die Fohlen sehr schonend abgesetzt werden, nämlich erst im Alter von neun Monaten. Die Stutfohlen kehren dann zurück in die Stutenherde, die Hengstfohlen werden für drei bis vier Monate getrennt und dann in die Wallachherde integriert. Außerdem werden die Fohlen von klein auf ans Hufegeben, Überputzen, an den Tierarzt, Schmied und ans Halfter gewöhnt. Für den Fall, dass die Witterung den Weidegang unmöglich macht, stehen befestigte Paddocks zur Verfügung. Sollte das Futterangebot auf den Weiden knapp werden, wird Heu zugefüttert.

  • Betreiber: Dinah und Frank Lorenz
  • Adresse: Waldstraße 10, 25485 Hemdingen
  • Website: www.loreleyenhof.de
  • Weide: 13,2 ha
  • Fütterung: Heu oder Heulage, Kraftfutter
  • Misten: täglich
  • Bewegungsmöglichkeiten: Sand und Grasplatz
  • Extras für Pferde: Fohlen werden erst nach neun Monaten abgesetzt
  • Extras für Reiter: vielseitige Trainingsmöglichkeiten und Ausreitgelände

Der Loreleyenhof im Film:

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Das Jury-Urteil

Der Loreleyenhof beeindruckte durch seine überaus großzügige Weidefläche. Außerdem war der Hof extrem sauber und aufgeräumt. Aber auch die Atmosphäre überzeugte, so waren die Pferde durchweg sehr entspannt. Der ganze Hof strahlte viel Ruhe aus. Außerdem zeigten sich die Eheleute Lorenz extrem offen für Tipps der Jury und waren sehr motiviert, ihren Betrieb stetig zu verbessern und weiter auszubauen. Der Loreleyenhof erhält, neben dem Preisgeld von 1.000 Euro der Persönlichen Mitglieder der FN, Pferdefutter der Firma Höveler im Wert von 1.000 Euro.

Quelle: pferd-aktuell.de

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