Pferdreiter - Sitz auf!
Pferdreiter - Traumurlaub im Sattel

Gestüt / Verband

Marbacher Personal verändert sich: Der Ruhestand ruft

Hauptsattelmeister Anton Karrer ging nach 46 Dienstjahren in den Ruhestand Nach 46 Jahren Dienstzeit im Haupt- und Landgestüt Marbach wurde… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
29.11.2019 2 min lesen
Symbolbild (Foto:pixabay)

Hauptsattelmeister Anton Karrer ging nach 46 Dienstjahren in den Ruhestand

Nach 46 Jahren Dienstzeit im Haupt- und Landgestüt Marbach wurde Hauptsattelmeister Anton Karrer am 13. September 2019 in den Ruhestand verabschiedet. Im Alter von 17 Jahren hatte sich der gebürtige Allgäuer – gegen den Willen seiner Eltern – in Marbach beworben und trat am 01. August 1973 den Dienst des Pferdewärters im Haupt- und Landgestüt Marbach an. Er wohnte zunächst mit zehn anderen Jungen im „Bullenkloster“, einer bis heute bestehenden Wohngemein-schaft für Auszubildende auf dem Gestütshof Marbach. Während der ersten beiden Jahre arbeitete er in der Betreuung der Landbeschäler in Marbach mit. Neben dem täglichen Reiten stand zu dieser Zeit noch der Einsatz der Hengste in der Landwirtschaft an, zum Beispiel mit Gespannen bei der Heuernte. 1977 gab es zum ersten Mal die Möglichkeit, die neue Ausbildung zum Pferdewirt zu absolvieren. Anton Karrer begann diese noch im gleichen Jahr und beendete die Ausbildung nach seiner Abschlussprüfung 1978 im Beruf Pferdewirt mit dem Schwerpunkt Zucht und Haltung. Innerhalb von acht Jahren gelang ihm der Aufstieg zum Gestütwärter, Gestütoberwärter und Gestüthauptwärter. Er absolvierte mehrere Fahrkurse und erwarb das bronzene und silberne Fahrabzeichen. 1995 legte er zusätzlich eine Prüfung zum Besamungstechniker ab. Schließlich wurde er 30 Jahre nach seiner abgeschlossenen Pferdewirtprüfung zum Hauptsattelmeister ernannt.

 

Während seiner Laufbahn war er auf den Gestütshöfen Offenhausen, St. Johann und in der Landes-fahrschule beim Anreiten und Einfahren junger Pferde eingesetzt. Viele Züchter kennen den geselligen Hauptsattelmeister Anton Karrer von seinen Einsätzen als Beschälwärter auf verschiedenen Deckstationen: Er betreute vier Jahre lang die Beschälplatte Amtzell, elf Jahre die Servicestation Ellwangen, acht Jahre die Station Aach-Linz und in den letzten zehn Jahren seiner Dienstzeit die Servicestation Öhringen. Auf den Stationen lernte er viele Züchter kennen und hatte unvergessliche Erlebnisse. „Mein Zimmer in Ellwangen war damals eine umgebaute Box im Stall zwischen den Hengsten“, erzählt Anton Karrer, „das ist mit den Jahren dann glücklicherweise komfortabler geworden“. Zu „seinen“ Landbeschälern zählten unter anderen die Schwarzwälder Kaltbluthengste Dachsbub von Dachs und Federsee von Federweisser sowie die Warmbluthengste Helikon von Herzbube/T., Rigobert von Ramin und sein über alles geliebter Loving Dancer von La Zarras.

 

Pressemitteilung des Pferdesportverbandes Baden-Württemberg e.V.

Jaqueline Weidlich

Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut. -Henri Cartier-Bresson