Gastbeitrag

Wie Fit bist du? Teste mit diesen Übungen deine Reiterfitness

Fit und Leistungsstark im Sattel wollen wir doch alle sein. Doch dieser Erfolg kommt nicht von allein, sondern basiert auf… Artikel lesen

Pia Kocker
01.06.2019 3 min lesen
BREDOW-WERNDL Jessica Yogaübungen mit Jessica von Bredow-Werndl 2016 www.sportfotos-lafrentz.de/Stefan Lafrentz

Fit und Leistungsstark im Sattel wollen wir doch alle sein. Doch dieser Erfolg kommt nicht von allein, sondern basiert auf harter Arbeit, Disziplin und viel Training. Doch wird eben diese Leistung meistens mit Erfolg belohnt. Allerdings verstehen viele unter der Fitness des Reiters lediglich die körperliche Fitness und vergessen dabei die geistige Ebene. Natürlich ist es wichtig körperlich fit zu sein, Muskeln sollten aufgebaut werden, die Ausdauer sollte gut sein und auch Kraft sollte jeder Reiter haben. Diese Aspekte trainiert man am besten durch einen Ausgleichssport oder durch einen zusätzlichen Fitnessstudiobesuch. Wie aber kann man nun sein Gehirn trainieren, sodass beide Gehirnhälften gleich arbeiten. Jeder Mensch besitzt eine stärkere und eine schwächere Gehirnhälfte. Beim Reiten wollen wir mit einer feinen Hand reiten und unabhängig von der Reiterhand sitzen. Es ist enorm wichtig beide Gehirnhälften zu trainieren.

Hierzu gehört der ausbalancierte Reitersitz, der schlussendlich unabhängig von der Reiterhand sein sollte. Im Folgenden habe ich euch einige Übungen zusammengestellt, die euch helfen eure Gehirnhälften zu trainieren, eure Koordination und Balance zu verbessern:

 

Übung 1

Lege dich auf den Rücken und hebe deinen rechten Arm nach oben. Ziehe dein linkes Knie an den Oberkörper heran. Nun tippst du mit deinem rechtem Arm auf dein linkes Knie. Anschließend streckst du dich wieder aus und machst dieselbe Übung mit deinem rechten Bein und deinem linken Arm. Wiederhole diese Übung ca. 10-mal auf jeder Seite. Versuche dabei jeweils in die entgegengesetzte Richtung zu schauen. Tippst du also mit der rechten Hand auf dein linkes Knie, drehst du deinen Kopf nach rechts und schaust auch in diese Richtung.

 

Übung 2

Nehme dir ein Blatt Papier und zwei Stifte. Einen Stift in die rechte und einen in die linke Hand. Nun malst du auf das Blatt mit beiden Händen gleichzeitig ein Muster. Das Muster kann zum Beispiel ein Kreis, eine Blume, ein Stern oder ein Herz sein. Hierbei kommt es nicht auf die Schnelligkeit an, sondern versuche die Muster gleichmäßig und gleichzeitig zu malen.

 

Übung 3

Setze oder stelle dich hin, sodass du einen festen Sitz oder Stand hast. Schüttle deinen Kopf nun nach links und nach rechts (wie beim nein sagen). Dabei sagst du Laut „JA“. Du kannst die Übung auch umgekehrt machen. Schüttle nun deinen Kopf nach oben und nach unten. Nun sagst du laut „NEIN“. Du kannst auch diese Übung mehrmals wiederholen.

 

Übung 4

Um nun auch die Balance und die Unabhängigkeit von der Hand noch mehr zu fördern, stellst du dich auf ein Bein. Strecke deine Arme seitlich aus und lasse sie nach vorne Kreisen. Ebenfalls in die andere Richtung, also nach hinten ist auch eine Option. Wenn du das Niveau noch etwas erschweren möchtest, kannst du deine Arme in unterschiedliche Richtungen kreisen lassen. Also einen Arm nach vorne und den anderen nach hinten. Wichtig: vergesse dabei nicht das Standbein zu wechseln.

 

 

Übung 5

Diese Übung kannst du auf dem Pferd üben. Hierfür öffnest du deine Zügel, legst sie über Kreuz und schließt sie anschließend wieder. Wichtig ist, dass die Kreuzung unterhalb des Gebisses liegt und nicht oberhalb des Widerrists. Versuche nun mit den gekreuzten Zügeln dein Pferd zu lenken. Du solltest diese Übung zunächst nur im Schritt machen, da es für dich und dein Pferd eine neue Situation ist. Reite zunächst einige Wendungen und schaue wie dein Pferd regiert, und wie schnell du dich auf die neue Zügelführung einstellen kannst.

 

 

 

Diese kleinen Übungen helfen dir an deiner Balance und Handhaltung zu arbeiten. Du solltest allerdings nicht gleich alle Übungen hintereinander machen. Denn dein Gehirn muss sich zunächst auf die neue Situation einstellen und der Ermüdungsprozess ist sehr hoch. Am besten suchst du dir zwei aus, mit denen du zunächst startest.

 

!!!TIPP: Am effektivsten sind die Übungen, wenn du sie kurz vor dem Reiten machst!!!

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Pia Kocker

Die schönste Zeit im Leben sind die kleinen Momente in denen du spürst, du bist zur richtigen Zeit, am richtigen Ort.