27.09.2022

FN-Tagungen: Rückblick und Ausblick auf den FN-Haushalt – Weitere Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Finanzen des Verbandes

Münster (fn-press). Trotz weiterer Auswirkungen der Corona-Pandemie schloss der FN-Haushalt 2021 mit einem besseren Ergebnis als geplant. René Straten, Geschäftsführer der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) für den Bereich Personal und Finanzen, rechnet jedoch auch für 2022 mit negativen Folgen der Pandemie. Durch weitere Einsparungen, aber auch Ertragssteigerungen, fällt das geplante Jahresergebnis zwar erneut negativ aus, jedoch deutlich besser als in den Pandemie-Jahren 2020 und 2021.

Im Rahmen der FN-Tagungen in Münster blickte Straten zunächst auf das Jahr 2021 zurück. Das Jahresergebnis 2021 liegt mit -1,18 Millionen Euro deutlich unter der Planung von -2,84 Millionen Euro. Grund dafür ist unter anderem, dass die Gesamterträge deutlich höher ausfielen als zunächst vorausgesagt. Insbesondere die Erträge aus Dienstleistungen erhöhten sich im Vergleich zur Planung. „Hier waren Beeinträchtigungen durch die Corona-Pandemie deutlich stärker eingeschätzt worden“, berichtete Straten. Außerdem seien weniger Bundesmittel benötigt worden, da weniger Championate stattgefunden hätten. Das Jahresergebnis werde entlastet durch die Entnahme aus bereits gebildeten Rücklagen, sodass ein negatives Jahresergebnis von -763.000 Euro verbleibe. Dieses soll durch eine Entnahme aus der allgemeinen Betriebsrücklage ausgeglichen werden.

„Das Jahr 2022 ist besser gestartet als geplant. Mit Stand 30. April haben wir eine deutliche Steigerung bei den Jahresturnierlizenzen und den Pferdefortschreibungen. Drücken wir alle die Daumen, dass das Jahr so weiter geht“, sagte Straten. Trotzdem rechnet er auch für 2022 mit weiteren Auswirkungen der Pandemie. Weitere Einsparungsmaßnahmen seien notwendig und Ertragssteigerungen würden deutlich unter den Werten von 2019 liegen, kündigte der Geschäftsführer an. Er geht von einem negativen Jahresergebnis in Höhe von -811.000 Euro aus. Unter Berücksichtigung der bereits gebildeten zweckgebundenen Rücklagen wird ein Ergebnis von etwa -350.000 Euro zu erwarten sein. „Die Gesamterträge werden voraussichtlich oberhalb des Vorjahres liegen, aber immerhin noch knapp 1,35 Millionen Euro unter dem Jahr 2019“, berichtete Straten und ergänzte: „Bei den Erträgen aus Dienstleistungen – hier im Zusammenhang mit der Fortschreibung der Pferde sowie der Turnierlizenzen – gehen wir von einer Ertragssteigerung aus. Wir haben höhere Bundesmittel zugesagt bekommen, allerdings wieder unter dem Vorbehalt, dass die vorgesehenen Championate auch stattfinden.“ Zudem werden die Personalkosten durch Einsparungsmaßnahmen im Jahr 2022 und den Folgejahren sinken.

Die mittelfristige Finanzplanung für die Jahre 2023 und 2024 schließt ebenfalls mit einem negativen Jahresergebnis. „Die Kurve zeigt jedoch nach oben“, sagte Straten. „Wir gehen davon aus, dass sich eine leichte Verbesserung bei den Erträgen aus Dienstleistungen für den Turniersport nach Corona ergeben wird.“ Die Erhöhung der Turniersportgebühren um zwei Euro im Bereich der Dienstleitungen Pferderegistrierung, Pferdefortschreibung sowie Jahresturnierlizenzen sei in dieser Annahme bereits eingepreist.

Straten dankte in seinen Berichten besonders den Hauptsponsoren, den Firmen AGCO/Fendt sowie Pikeur. Daneben auch dem FN-Hauptsponsor R+V und allen weiteren Sponsoren. „Sie alle helfen, die notwendigen Eigenmittel für den Spitzensport zu refinanzieren. All diese Firmen brauchen wir, um die an uns gestellten Aufgaben und Anforderungen gut erfüllen zu können“, so der Geschäftsführer. „Ein ganz herzliches Dankeschön geht auch an die Rheinberger-Stiftung, an die Familie Müter und selbstverständlich an Madeleine Winter-Schulze, die mit ihren regelmäßigen, großzügigen Zuweisungen für eine nachhaltig positive Entwicklung des Spitzensports sorgen.“

Den ausführlichen Finanzbericht finden Sie im FN-Jahresbericht 2021 unter https://www.pferd-aktuell.de/shop/broschuren-formulare-vertrage-unterrichtsmaterial/jahresberichte-fn-dokr.html

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