Interview mit Majorsieger Kent Farrington

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Sieg im Rolex Grand Prix des CHI Genf 2017! Sie waren schon einige Male ganz nah dran, nun ist Ihnen endlich der Majorsieg gelungen.

Kent Farrington: Ich bin überglücklich, aber ehrlich gesagt, stehe ich immer noch unter Schock. Ich habe so lange versucht, diesen Großen Preis zu gewinnen. Jetzt, wo ich es geschafft habe, fällt es mir schwer zu glauben, dass es wirklich vorbei ist und dass ich das Turnier als Sieger verlassen habe. Das ist ein fantastischer Jahresabschluss für mich!


Wie schwer war es, sich im Rolex Grand Prix durchzusetzen?

Farrington: Ich war schon oft hier am Start und es ist immer sehr schwer. Man reitet gegen die stärksten Reiter und die besten Pferde der Welt. Der Parcours ist immer sehr anspruchsvoll gebaut und die Zeit ist knapp bemessen. Dass es in diesem Jahr besonders schwierig wird, war mir klar, als ich das erste Paar im Parcours gesehen habe. Es war wirklich ein harter Wettkampf und das macht den Sieg für mich umso wertvoller.


Nun hat der Rolex Grand Slam of Show Jumping für Sie begonnen. Die nächste Etappe findet im März im niederländischen `s-Hertogenbosch statt. Waren Sie schon einmal dort?

Farrington: Vor einigen Jahren nahm ich in `s-Hertogenbosch beim Weltcupfinale teil, aber beim The Dutch Masters bin ich bisher noch nicht geritten. Deshalb freue ich mich sehr darauf! Es ist eines der größten Hallenturniere der Welt und wie es für ein Grand-Slam-Major üblich ist, werden dort die besten Reiter und Pferde der Welt am Start sein. Ich werde mich also gut darauf vorbereiten müssen.


Wie sieht bis dahin Ihr Plan aus?

Farrington: Erst einmal fliege ich nach Florida, um Weihnachten zuhause zu verbringen. Sicherlich werden wir dort auch meinen Majorsieg feiern. Ich habe ein großartiges Team hinter mir, ohne das dieser Sieg nicht möglich gewesen wäre. Wahrscheinlich werde ich den ganzen Winter über in Florida bleiben und dann im Frühjahr für das The Dutch Masters zurück nach Europa kommen. Auch dort den Großen Preis zu gewinnen, wird eine extrem schwere Aufgabe werden, aber ich liebe Herausforderungen. Ich werde definitiv mein Bestes geben, den nächsten Schritt im Rolex Grand Slam of Show Jumping zu schaffen.

 

Der Rolex Grand Slam of Show Jumping
Der Rolex Grand Slam of Show Jumping verbindet die Majors in Aachen (GER), Genf (SUI), Calgary (CAN) und ‘s-Hertogenbosch (NED) zu einem Wettbewerb um die wohl prestigeträchtigste und am schwierigsten zu erringende Trophäe im internationalen Pferdesport. Wer bei drei Turnieren in Folge triumphiert, gewinnt den Rolex Grand Slam of Show Jumping – und zusätzlich zum Preisgeld eine Million Euro. Gewinnt ein Reiter im direkten Anschluss an seinen Grand-Slam-Sieg auch noch das vierte Major in Folge, verdoppelt er seinen Grand-Slam-Bonus auf zwei Millionen Euro. Zwei Majorsiege innerhalb eines Grand-Slam-Zyklus werden mit 250.000 Euro belohnt bzw. mit 500.000 Euro, falls sie bei zwei direkt hintereinanderliegenden Grand-Slam-Etappen erfolgen. Unabhängig vom Kalenderjahr startet ein Grand-Slam-Zyklus für jeden Reiter individuell mit dem ersten Majorsieg.
Nach seinem Sieg im Rolex Grand Prix beim CHI Genf 2017 wird Kent Farrington im März 2018 beim The Dutch Masters als aktueller Grand-Slam-Herausforderer an den Start gehen und um den zweiten Majorsieg in Folge reiten. Dem Deutschen Philipp Weishaupt (Grand-Prix-Sieger des CHIO Aachen 2017) und dem Belgier Grégory Wathelet (Grand-Prix-Sieger des CSIO Spruce Meadows ‚Masters‘ 2017) stehen dort der 250.000-Euro-Bonus für zwei nicht-aufeinanderfolgende Majorsiege innerhalb eines Grand-Slam-Zyklus in Aussicht.
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