Exklusiv bei Horseweb: Laura Strobel im Interview

Laura Sophie Strobel ist 25 und startete im vergangenen Jahr richtig durch. Von nur zwei vorangehenden S-Dressur-Starts ging es auf Drei-Sterne und Grand Prix-Niveau. Dabei konnte die junge Frau stets auf die volle Unterstützung ihrer Arbeitgeberin Dorothee Schneider zählen, auch als es zu ihren größten Erfolgen – Teilnahme am Bundeschampionat und Piaff-Förderpreis – ging. Pläne für 2018 gibt es genügend, doch immer im Vordergrund steht für Laura Strobel das Wohl ihrer vierbeinigen Partner.

Sie ritten 2017 im Piaff-Förderpreis. Welche Gefühle kommen bei Ihnen auf, wenn Sie an Stuttgart zurückdenken?
Für mich ging schon mit dem Start beim Piaff-Förderpreis in Stuttgart ein großer Kindheitstraum in Erfüllung. Ich komme ursprünglich aus der Gegend. Wir wohnten etwa eine halbe Stunde Fahrtzeit von der Schleyer-Halle entfernt und seit ich etwa zehn Jahre alt war, fuhr ich jedes Jahr mit meiner Mutter dorthin. Schon allein aufgrund dieser Erinnerungen ist das Turnier für mich etwas ganz Besonderes. Als ich im November das erste Mal in die Halle ritt, hatte ich wirklich Gänsehaut. Die Dimension des Turniers tat ein Übriges, denn ob nun die Stallhalle oder die Halle überhaupt, alles ist riesengroß. Es ist für mich wie ein Freilandturnier, nur mit Dach. Die Organisation ist klasse, man kann lecker essen gehen, für mich ist es in jeder Hinsicht das beste Hallenturnier. In der Einlaufprüfung war ich mit dem vierten Platz super zufrieden mit Wind of Change. Ich liebäugelte schon ein wenig mit einer Wiederholung im Finale, aber dann kam in dieser Prüfung das Rückwärtsrichten, bei dem er sich stieß und wir daraufhin die Prüfung nicht zu Ende reiten konnten. Ich war danach schon ganz schön niedergeschlagen. Das war für uns leider kein schöner Abschluss unserer gemeinsamen Zeit. Denn schon im Vorfeld war klar, dass ich „Winni“ nicht weiter reiten würde. Ich hätte mir für das letzte Turnier einen schöneren Abschluss gewünscht. Dennoch ist Stuttgart für mich eine wahnsinnig schöne Erinnerung. Immerhin war ich unter den besten Acht von Deutschland in dieser Altersklasse.

Rückblickend auf 2017: War die Platzierung im Piaff-Förderpreis der schönste Erfolg? Welche Erfolge haben Ihnen sonst noch viel bedeutet?
Natürlich war die Teilnahme am Piaff-Förderpreis-Finale ein wahnsinnig großer Erfolg für mich. Ich war vorher ja nie in der Grand-Prix-Szene aufgetaucht. Ich ritt zunächst zwei S-Dressuren und sprang dann sofort auf das S***-Niveau und Grand Prix, das war schon ein riesiger Schritt.

Stuttgart ist also für mich schon die Nummer eins unter den Erfolgen in diesem Jahr. Aber trotzdem waren für mich auch das Bundeschampionat und die WM der jungen Dressurpferde Sichtung mit Villeneuve ein toller Erfolg für mich. Auch dass ich mit unserem selbstgezogenen vierjährigen Hengst Benelli süddeutscher Vizechampion und Vize-Landeschampion in Baden-Württemberg wurde, ist eine sehr schöne Erinnerung, die mich weiter motiviert. Wir nahmen ja dann auch am Bundeschampionat teil und der achte Platz war ebenfalls ein super Erfolg. Meine Eltern haben nur eine Zuchtstute und dass sie mit ihr gerade ein Pferd gezogen haben, das die Qualität fürs Bundeschampionat hat und das ich dort auch noch reiten durfte, bedeutet mir sehr viel. Ich war damals bei seiner Geburt dabei und habe daher eine ganz besonders enge Beziehung zu ihm.

Im Grunde bedeutet mir aber jeder Erfolg auf jedem Niveau sehr viel, da mit jedem Pferd viel Arbeit, Mühe und Gedanken dahintersteckten.

Mit Wind Of Change konnten Sie im vergangenen Jahr die größten Erfolge feiern. Was können Sie uns über den Wallach berichten? Welche Eigenheiten und besonderen Talente hat er? Werden Sie ihn weiterhin reiten?
Winni ist für mich etwas ganz Besonderes. Er ist extrem sensibel und freute sich jeden Tag, wenn ich um die Ecke kam. Er legte gleich seinen Kopf schief und wollte gestreichelt werden. Winni ist ein ganz menschenbezogenes Pferd und weiß genau, wer zu ihm gehört. Er ist sehr ehrgeizig, manchmal auch ein bisschen zu viel, was sich meist in den Piaffen äußerte. Ich hatte ihn aber ja auch nur ein Jahr unter dem Sattel, aber fand es in dieser Zeit unglaublich, wie er sich auf mich einstellte. Ich genoss es, mit ihm vor dem Training auszureiten. Er war immer aufmerksam im Training und passte auf mich auf. Wenn er nach dem Reiten seinen Apfel nicht bekommt, gräbt er seine ganze Box um und wenn er nicht bis 14 Uhr auf den Paddock darf, wird randaliert. Er ist einfach ziemlich ritualbehaftet und mag seine Abläufe. Ich hatte ihn aufgrund all dessen unglaublich gern.

Winni hatte ich meiner Chefin Dorothee Schneider zu verdanken. Seine Besitzerin Elisabeth Winkelmann hat noch ein weiteres Pferd bei uns im Stall stehen und fragte, ob Doro nicht auch Interesse an Wind of Change hätte.

Doro machte sich dann für mich stark und meinte, dass wir doch gut zusammenpassen würden und ich ihn in U25-Prüfungen würde reiten können. Sie konnte sich absolut vorstellen, dass es zwischen uns passt. Winni war für mich ein toller Lehrmeister, da wir mit allem, was wir gemeinsam lernen mussten, zusammen wachsen konnten. Er und ich verbesserten uns in diesem Jahr beide sehr.

Mittlerweile ist Winni wieder bei seiner Besitzerfamilie zuhause.

Laura Strobel und Villeneuve beim Bundeschampionat 2017. (Foto: Stefan Lafrentz)

Auf Villeneuve zeigten Sie eine tolle Leistung beim diesjährigen Bundeschampionat…
Villeneuve ist für mich ein ganz wichtiges Pferd und ich reite ihn, seit er drei Jahre alt ist. Ich bin Frau Max-Theurer sehr dankbar, dass ich ihn reiten darf, denn das ist ja alles andere als selbstverständlich. Er heißt bei uns im Stall Jacqui, abgeleitet von Jacques Villeneuve. Er hat, wie der Rennfahrer, so richtig Feuer im Hintern und ist richtig ehrgeizig. Er möchte immer alles richtigmachen, ist aber als Hengst eher zurückhaltend. Ich mag an Hengsten, dass sie oft total für den Reiter kämpfen, wenn man sie erstmal auf seiner Seite hat. Ich hätte niemals gedacht, dass wir zusammen so weit kommen. Wir sind jetzt fleißig am Üben für das nächste Jahr, denn wir planen, dass wir ihn wieder auf dem Bundeschampionat vorstellen und vielleicht die WM-Sichtungen in Angriff nehmen. Aber im Grunde entscheidet das Villeneuve selbst, wir setzen ihn nicht unter Druck. Ich lasse mich jetzt überraschen, wie er sich die nächsten Monate entwickeln wird.

Sie arbeiten schon eine Weile als Bereiterin von Dorothee Schneider, machten dort auch Ihre Ausbildung. Wie kam es zu der Zusammenarbeit?
Ich hatte mich nach dem Abitur für eine Praktikumsstelle bei Dorothee Schneider beworben. Eigentlich wollte ich nur zwei Monate bleiben, um mal reiterlich ein wenig über den Tellerrand hinauszusehen. Andere gehen auf Weltreise, ich wollte reiten. Danach plante ich mein Studium. Da das Gestüt St. Stephan nur 200 Kilometer von mir zuhause entfernt ist, fiel meine Wahl auf Dorothee. Nach den zwei Monaten fragte sie mich, ob ich bei ihr nicht eine Bereiterlehre machen wolle. Da konnte und wollte ich nicht „Nein“ sagen. Das ist jetzt fünf Jahre her.

Für mich kristallisierte es sich sehr schnell heraus, dass ich nach Ende meiner Lehre noch länger bei ihr bleiben wollte. Ich wollte noch mehr lernen und mit jedem Pferd lernt man wieder viel dazu. Jedes Pferd stellt einen vor eine neue Herausforderung. Mit Anfang 20 hat man ja noch nicht solch ein großes Repertoire an Erfahrung, von daher finde ich es ganz wichtig, immer an sich zu arbeiten.

Ist Dorothee Schneider für Sie ein besonders großes Vorbild?
Dorothee ist für mich menschlich und reiterlich ein großes Vorbild. Für mich ist ihr Umgang mit dem Partner Pferd absolut vorbildlich. Alle dürfen raus, keiner wird in Watte gepackt. Genau so sollte es ja sein. Wir passen natürlich auf die Pferde gut auf, aber sie dürfen sich im Matsch wälzen, am Wochenende auch mal relaxen und Pferd sein. Mir fällt es immer wieder auf, dass es unseren Pferden auch psychisch sehr gut geht und sie sehr ausgeglichen sind. Für Dorothee und uns alle stehen die Pferde und deren Wohlbefinden immer an erster Stelle. Wir sind kein „Schicki-Micki-Dressurstall“, aber in Sachen pferdegerechter Haltung ist es bei Dorothee absolut vorbildlich.

Auch Michael Jung ist für mich ein großes Vorbild. Ich mag die Vielseitigkeitsreiterei generell, aber bei Michi gefällt es mir besonders, dass er so viele Pferde ganz nach oben bringen konnte. Er ist ja auch in der Dressur und im Springen erfolgreich, das ist toll.

In der Dressur ist meine Chefin die Beste hinsichtlich ihrer ganzen Einstellung zum Sport. Ich denke, ich werde noch viel von ihr lernen können.

Wie gestaltet sich Ihr Training? Unterstützt Sie Dorothee Schneider dabei häufig?Dorothee versucht, in jeder freien Minute mit uns zusammenzuarbeiten, auch wenn sie natürlich immer viel unterwegs ist. Während der Turniersaison plane ich genau, wann ich mit ihr vor einem Turnier zusammenarbeiten kann. Hat man ein Problem, kann man sich immer an sie wenden. Während der Saison arbeiten wir immer von Wochenende zu Wochenende mit den jeweiligen Pferden, die auf dem nächsten Turnier teilnehmen sollen. Klar, müssen die Zeitpläne irgendwie zusammengebracht werden, aber Dorothee zeigt bei uns immer sehr großen Einsatz.

Dorothee Schneider und Faustus in Neumünster bei den VR Classics 2018. (Foto: Stefan Lafrentz)

Sie schlossen Ihre Ausbildung mit der Auszeichnung mit der renommierten Stensbeck-Plakette ab…
Eigentlich war es ja mein Wunsch gewesen zu studieren. Lehramt war mein Plan, aber ehrlich gesagt merkte ich ziemlich schnell, dass ich mich voll auf das Reiten konzentrieren und mich in diesem Job auch durchbeißen wollte. Mittlerweile kann ich mir ganz keinen anderen Job mehr vorstellen. Die Pferde erfüllen mein Leben, was mir bei Doro sehr schnell klar wurde. Ich wollte mich jenseits meiner Heimat entwickeln. Meine Eltern haben mich bei diesem Plan auch immer unterstützt. Sie züchten ja Pferde und unterstützten mich schon seit meiner Jugend. Ich war aber selbst immer ein bisschen rastlos und jetzt freuen sie sich umso mehr, dass ich meine Erfüllung gefunden habe und sind sehr stolz auf mich.

Wann haben Sie mit dem Reiten begonnen? Sie stammen ja aus einer pferdebegeisterten Familie, das war dann vermutlich recht früh…
Mit vier Jahren saß ich zum ersten Mal auf einem Pferd. Mein Opa hatte auch schon gezüchtet und meine Eltern dann auch. Es waren aber alles Großpferde. So kam es, dass ich von einem Mädchen bei uns im Stall ihr altes Pony geschenkt bekam. Er war schon 26 und ich ritt auf ihm mit 4 ½ Jahren meine erste Führzügelklasse. Von da an war ich jedes Jahr mehrfach auf Turnieren unterwegs. Ich hatte dann bald noch ein weiteres Pony, mit dem ich E-Dressur und E-Springen ritt. Meinen Eltern war vor allem wichtig gewesen, dass es absolut brav war. Dieses Pony lebt noch heute und steht gemeinsam mit unserer Zuchtstute auf der Weide. Sie ist praktisch die Tante für die Fohlen.

Durch die Zucht kamen zu uns immer neue Pferde. Mit einer Stute machte ich dann auch mein Silbernes Reitabzeichen im Springen und mit ihrem Halbbruder ritt ich Dressur von E bis M**. Mit ihm nahm ich dann bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften teil und für mich war es ein unglaubliches Gefühl, mit 16 auf einem selbstgezogenen Pferd dort teilzunehmen. Vielleicht war das die Initialzündung für alles, was ich heute mache. Es war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung.

Meine Mutter brachte mir von Anfang an die Grundlagen bei, achtete vor allem auf einen guten Sitz, aber sie ließ mich auch richtig viel selbst erarbeiten. Sie reitet ja einfach hobbymäßig und wir hatten keinen Profi-Trainer, der alles beibrachte. Als Kind hätte ich mir vielleicht durchaus ein tolles Kader-Pony gewünscht oder ein Pferd, mit dem ich bei den Junioren ganz vorn hätte dabei sein können, aber im Nachhinein war ihr Weg ganz richtig. Dass ich damals viel selbst herausfinden und ein richtiges Gefühl fürs Pferd entwickeln musste, hilft mir heute sehr bei meiner Arbeit. Ich denke, ich habe dabei viel mehr gelernt, als wäre mir alles von einem Trainer erklärt worden.

Wann war Ihnen klar, dass Sie Dressur reiten möchten?
Ich bin als Jugendliche Springen und Dressur geritten. Aber der Wallach, mit dem ich dann erfolgreich in der Dressur teilnahm, konnte absolut nicht springen. Er war mit seinen 1,80 Metern einfach zu groß. Meine Stute wollte dagegen nur springen, sie hatte nie Lust auf Dressur. Als sich die Stute dann aber verletzte und daraufhin ein Fohlen bekam, ergab sich die Dressur einfach für mich. Damals wollte ich gern beides reiten, aber von den Pferden her blieb einfach die Dressur am Ende übrig.

Ich bin mittlerweile aber sehr froh, dass es so gelaufen ist, da ich Dressurreiten als eine ganz komplexe Aufgabe ansehe, bei der unheimlich viele Faktoren zwischen Pferd und Mensch passen müssen, um diese Harmonie und Leichtigkeit auszustrahlen. Mich reizt es sehr zu schaffen, dass das Pferd bei seiner Arbeit Spaß und Freude an den Lektionen hat und es auch für den Zuschauer und für Laien leicht und schön aussieht. Jedes Pferd ist anders und muss unterschiedlich motiviert werden. Ich finde das extrem reizvoll.

Was fasziniert Sie ganz besonders an Pferden?
Diese Frage ist tatsächlich ganz schön schwierig zu beantworten. Aber mich reizt besonders die Vielfalt in den Charakteren der Pferde. Jedes Pferd ist anders und man muss es erst verstehen lernen. Sie zeigen einem sehr schnell, ob sie einen mögen und gut finden, was man macht. Das Auge von Pferden fasziniert mich immer wieder, da man genau sieht, wie es ihnen geht. Pferde geben dem Menschen so viel zurück und das ist wunderschön. Ich kann ihre Freundlichkeit jeden Tag aufs Neue erleben und das ist es, was mich auch immer wieder in meiner Arbeit mit ihnen motiviert.

Wie sieht gewöhnlich ein Tag in Ihrem Leben aus? Wie viele Pferde haben Sie täglich unter dem Sattel?
Wir fangen morgens alle gemeinsam um 6:30 Uhr an. Zunächst steht für mich und meine Bereiterkollegin reiten auf dem Programm, die Azubis sind derweil mit Stallarbeit und Füttern beschäftigt. Ich beginne meist mit den jungen Pferden und Hengsten, da dann die Halle noch leer ist und ich viel Platz habe. Im Sommer kann ich auch auf einen Außenplatz ausweichen, da ist die Reihenfolge auch mal anders. Meist reite ich etwa zehn Pferde am Tag. Natürlich habe ich Unterstützung durch Leute, die die Pferde satteln oder schon mal im Gelände Schritt führen. Erstmal sollen bei uns alle Pferde bewegt werden und auf den Paddock gehen, bevor wir dann Mittagspause machen. Um 16:30 Uhr geht es für mich dann wieder los und ich helfe bei der Fütterung oder dem Saubermachen der Stallgasse und des Hofes. Außerdem werden dann immer einige Pferde nochmal raus gebracht und geführt.

Was machen Sie gerne, wenn Sie mal nicht im Sattel sitzen?
Dass ich mal nicht reite, kommt ziemlich selten vor. Aber über den Winter plane ich immer gern einen reitfreien Tag ein, gehe an dem Tag im Thermalbad schwimmen oder in die Sauna. Hauptsache warm! Außerdem versuche ich natürlich, meine Freundschaften mit zuhause zu pflegen. Viele dieser Freunde kenne ich seit dem Kindergarten. Aber auch meine Familie ist mir sehr wichtig und ich besuche sie in meiner Freizeit sehr gern. Für dieses Jahr habe ich mir einen schönen Urlaub fest vorgenommen. Am liebsten würde ich nach Griechenland fahren und hoffe, das klappt. Als Familie sind wir früher immer nach Kos, Rhodos oder Kreta gereist. Ich finde die Menschen dort unheimlich nett und daher möchte ich dort wahnsinnig gern mal wieder hin.

Ich bin absoluter James-Bond-Fan und habe alle Filme, die jemals veröffentlicht wurden, gesehen. Ich mag auch Actionfilme richtig gern, viel mehr als romantische Sachen, mit denen ich eher wenig anfangen kann. Wenn ich mal Zeit habe, lese ich auch gern Bücher. Am liebsten Historienromane, da ich mich sehr für Geschichte interessiere.

Was sind Ihre Ziele für dieses Jahr?
Man macht sich ja immer Ziele, aber letztendlich muss vor allem die Gesundheit der Pferde und die eigene Gesundheit mitspielen. Ich habe mir natürlich die Ziele Bundeschampionat und die Quali zur WM der jungen Dressurpferde vorgenommen, aber das kann man nicht erzwingen. Außerdem habe ich mir vorgenommen, meine Meisterprüfung in Angriff zu nehmen.

Welchen Wunsch möchten Sie sich unbedingt mal erfüllen?
Es ist immer schon ein Traum für mich, dass vielleicht eines Tages die deutsche Nationalhymne für mich gespielt wird. Das ist natürlich noch weit weg, aber den Traum habe ich. In der Zeit bei Doro merkte ich noch mehr, wie schwierig es vor allem in Deutschland ist, sich bei dieser Leistungsdichte nach oben zu arbeiten. Das kostet viel Mühe und Kraft, aber man kann es schaffen, was ja auch meine Chefin beweist. Mit 25 habe ich auch noch ein bisschen Zeit, so etwas zu erreichen.

Privat würde ich unheimlich gern mal Bungeejumping zu machen. Ich habe zwar Höhenangst, aber der Nervenkitzel reizt mich total. Ich hoffe, das jenseits des Reitsports mal zu machen, muss aber da erstmal meine Angst überwinden.

 

Interview: Alexandra Koch