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FN LevelUp erfolgreich gestartet

Warendorf (fn-press). Seit Montag ist FN LevelUp, die neue Internetplattform zur Trainingsüberprüfung, nun online – und schon binnen kürzester Zeit… Artikel lesen

Martina Brueske
10.06.2020 3 min lesen
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Warendorf (fn-press). Seit Montag ist FN LevelUp, die neue Internetplattform zur Trainingsüberprüfung, nun online – und schon binnen kürzester Zeit hatten sich die ersten Reiter auf www.fn-levelup.de registriert und sogar schon Videos hochgeladen. In einem Online-Pressemeeting stellten die Partner des Projekts – die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN). ClipMyHorse.TV, Black Horse One in Kooperatiom mit SAP – die Hintergründe zu FN LevelUp vor.

„Corona hat alles komplett verändert. Wir haben gemerkt, dass den Leuten in der Corona-Zeit die Decke auf den Kopf gefallen ist und wollten ihnen Abwechslung bieten. Wir haben festgestellt, dass ClipMyHorse.TV und Black Horse One in Verbindung mit SAP ähnliche Ideen hatten. Daher konnten wir FN LevelUp in Rekord-Zeit auf die Beine stellen, weil wir fantastische Experten dabei haben und somit in Lichtgeschwindigkeit unterwegs sein konnten“, erklärte FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach in einer Online-Pressekonferenz.

Markus Detering, Geschäftsführer von ClipMyHorse.TV bekräftigte: „Wir haben unsere Zuschauer gefragt: Welche Wünsche habt ihr? Die Antwort war: Wir wollen unterhalten werden und etwas lernen. Also haben wir Unterhaltungsformate geschaffen und im Dezember 2018 unsere Academy gegründet. Dort können sich Reiter in Ruhe einen Lehrfilm ansehen und das dann zu Hause nachreiten und nun mit FN LevelUp ein Feedback dafür bekommen. So funktioniert digitales Lernen.“

Ergänzend dazu betonte Thies Kaspareit, Leiter der FN-Abteilung Ausbildung: „Wir wollen mit FN LevelUp keine Konkurrenz zu den klassischen Turnierveranstaltungen schaffen und wir wollen auch nicht das Gefühl vermitteln, dass der Ausbilder vor Ort nicht mehr wichtig ist. Im Gegenteil: Wir wollen ein Zusatzangebot schaffen, damit alle sich Tipps mitnehmen können.“ Der Mannschafts-Olympiasieger von 1988 hat während einer Testphase selbst erste Ritte bewertet und kommentiert. „Es hat sich mit gezeigt, dass dabei hochqualitative Arbeit von Richtern und Trainer geleistet wird“, sagte er.

Zentraler Inhalt des Online-Pressemeetings war eine Präsentation von FN LevelUp durch den IT-Experten Daniel Göhlen, Geschäftsführer des Münchner Softwarehauses Black Horse One, das in der Pferdesportszene bereits durch innovative wie eDressage™, das papierlose Richtsystem für Dressurprüfungen aller Art, die Spectator Judging® App und das internationale Dressur Kürsystem (DoD) bekannt ist. Unterstützt wird Black Horse One von SAP, dem Weltmarktführer für Unternehmenssoftware. „Der Reitsport liegt uns sehr am Herzen, denn Themen wie Gleichberechtigung und Teamgeist spielen hier eine zentrale Rolle. Wir sind ein großes Technik-Unternehmen und möchten unsere Technologien in unsere Partnerschaften einbringen, um neue Einblicke zu schaffen, wie zum Beispiel mit dem Zuschauerrichten. Dabei stellen wir uns immer die Frage: Wie kann man den Reitsport Stück für Stück voranbringen? Da ist FN LevelUp ein ganz fantastisches Thema, es passt perfekt in unser Portfolio“, sagte Henrike Paetz, Leiterin des Pferdesportsponsorings bei SAP.

Beim virtuellen Rundgang durch die neue Internetseite erläuterte Daniel Göhlen den Medienvertretern, wie man sich registriert (zum Beispiel über Nennung-Online), eine Aufgabe auswählt, sein Video hochlädt und sich dann für einen Bewertung durch einen Richter oder einen ausführlichen Kommentar durch einen Ausbilder entscheiden kann. Er demonstrierte auch, wie das Ergebnis im Anschluss aussieht. Entweder in Form eines ausführlichen „schriftlichen“ Protokolls, das man sich parallel zu seinem Video anschauen kann, oder eines kommentierten Videos. Dabei kann der Reiter jede Lektion auch einzeln aufrufen und sich den dort eingefügten Kommentar ansehen.

Kostenlos ist das Feedback durch FN LevelUp allerdings nicht zu haben. Zwischen 8 und 12 Euro für eine Richter-Bewertung und zwischen 15 und 50 Euro je Trainer müssen angelegt werden. Den Trainer wählt der Reiter selbst aus. „Die Preise orientieren sich an den Aufwandspauschalen für Richter bei analogen Turnieren, denn auch für FN LevelUp müssen die Richter Zeit und Aufwand investieren. Bei den Trainern gibt es vier Kategorien, je nachdem, wie erfahren die Trainer sind“, sagte Soenke Lauterbach und erklärte auch, wofür das Geld verwendet wird: „Um Richter und Trainer zu bezahlen und unsere und die der Partner zu decken.“

Zum Abschluss der PK gab es auch noch einen Blick in die Zukunft. „Wir sind mit diesem Projekt seit zwei Monaten sehr agil unterwegs, es hat sich stetig verändert. Wir sind sehr flexibel und können auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen“, betonte Andrea Leinker, IT-Projektleiterin von FN LevelUp bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Die ersten Erweiterungen sind bereits in der Planung: „Wir werden auch S-Dressur und Grand Prix anbieten, wenn der Bedarf da ist. Das kommt auf die Nachfrage der Teilnehmer an. Derzeit beschäftigen wir uns damit, auch freies Training und weitere Disziplinen wie zum Beispiel Voltigieren aufzunehmen. Es gibt auch schon Ideen, wie die Heimtrainier noch besser integriert werden können.“ Die Ideen gehen also nicht aus.“ Hb

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