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Züchterprämien: Schecks werden in Kürze verschickt

Warendorf (fn-press). In Kürze werden die Prämienschecks für die Züchter besonders erfolgreicher deutscher Turnierpferde und -ponys verschickt. Im Nachgang des… Artikel lesen

Martina Brueske
16.04.2020 2 min lesen
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Warendorf (fn-press). In Kürze werden die Prämienschecks für die Züchter besonders erfolgreicher deutscher Turnierpferde und -ponys verschickt. Im Nachgang des Turnierjahrs 2019 kommen die Züchter von 4.070 Pferden und Ponys in den Genuss einer Prämie, zu verteilen gibt es rund 720.000 Euro. „Wir sind sehr froh, in diesem Jahr noch einmal ‚aus dem Vollen‘ schöpfen zu können. Wie es im kommenden Jahr – nach Veranstalterentlastung und der Corona-Krise – aussehen wird, lässt sich leider überhaupt noch nicht abschätzen“, sagt Theodor Leuchten, Vorsitzender des Bereichs Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

Das Geld für die Züchterprämie zahlen die Turnierveranstalter mit ihren Gebühren. Die Verteilung erfolgt aufgrund der jährlichen Ranglisten bei den Pferden sowie eines festgesetzten prozentualen Verteilungsschlüssels. Darüber hinaus haben die Züchter der zwölf Reitpferde- und neun Reitponys-Bundeschampions jeweils 300 bzw. 150 Euro erhalten und auch die Züchter der deutschen Spring-, Dressur-, Vielseitigkeitspferde, die unter ausländischen Reitern international erfolgreich waren (entsprechend des FEI/WBFSH-Rankings), werden je nach Rangierung mit einem Scheck zwischen 100 und 600 Euro bedacht.

Der überwiegende Teil der Züchterprämie geht allerdings an die Züchter der erfolgreichsten deutschen 2.500 Spring-, 1.000 Dressur-, 100 Vielseitigkeits- und 100 Fahrpferde sowie der erfolgreichsten deutschen 200 Spring-, 100 Dressur-, 20 Vielseitigkeits- und 50 Fahrponys. Als Berechnungsgrundlage dienen sämtliche Platzierungen der Pferde in den Prüfungen der Klasse A bis S bis hin zu Championaten. Analog der Vergabe der Ranglistenpunkte für die Reiter erhalten alle Pferde nach diesem System für jede Platzierung Ranglistenpunkte gemäß Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO). Über die höchste Prämie aus 2019 darf sich der Züchter von Weltmeisterin DSP Alice freuen, mit 70.100 Ranglistenpunkten die Nummer eins unter den deutschen Springpferden. Die niedrigste, 2019 vergebene Summe, liegt bei 42 Euro und kommt gleich einer großen Anzahl an Züchtern zugute. Ob ein Züchter Anspruch auf eine Züchterprämie hat, ist allerdings an bestimmte Voraussetzungen geknüpft: Er muss Mitglied in einem der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) angeschlossenen Zuchtverbandes sein und Eigentümer wenigstens eines eingetragenen Zuchtpferdes sein.

Ganz leer geht auch in diesem Jahr kein Züchter aus. Wer mindestens ein in der Saison 2019 sporterfolgreiches Pferd gezogen hat oder wessen Zuchtprodukte in der zurückliegenden Saison (von 1. Oktober 2019 bis 30. September 2020) Platzierungen im Turniersport in Deutschland erzielen konnten, durfte sich bereits im März über ein Gratulationsschreiben der FN freuen. Bereits zum vierten Mal informierte die FN die Züchter auf diese Weise über die Erfolgsstatistik ihrer Pferde und drückte damit zugleich ihre Wertschätzung für die geleistete züchterische Tätigkeit aus. Insgesamt ging der Züchterbrief an rund 25.500 Züchter. Hb

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