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VTV/R+V Holsteiner Fohlenchampionat: Lewine und Van Gogh stellen die Sieger

Von großem Zuschauerinteresse begleitet, fand anlässlich des Landesturniers in Bad Segeberg das VTV/R+V Holsteiner Fohlenchampionat statt. 15 Stut- und 16… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
24.09.2019 3 min lesen
Sieger Hengstfohlen Van Gogh Nekton ( Foto: Janne Bugtrup)

Von großem Zuschauerinteresse begleitet, fand anlässlich des Landesturniers in Bad Segeberg das VTV/R+V Holsteiner Fohlenchampionat statt. 15 Stut- und 16 Hengstfohlen stellten sich den Richtern, Wolf Lahr (ehemaliger Vorsitzender des Pferdezuchtverbandes Sachsen), Jens Ritters (renommierter Holsteiner Züchter aus Dithmarschen) und Bernhard Thoben (Referent des Zuchtleiters des Oldenburger Pferdezuchtverbandes).

Zum Siegerfohlen bei den Stuten erkor die Jury eine Lewine-Casalito-Tochter aus der Zucht und dem Besitz von Per Karl, Westerhorn. „Ein Fohlen mit herrlichem Gesicht und großem Auge, das sich sicher im Takt bewegen konnte“, war der Kommentar der Richter zu diesem Stutfohlen, das bereits jetzt die Schimmelfarbe nicht verleugnen konnte. Vor vier Jahren hatte auch der Vater dieses Fohlens, Lewine v. Livello als Sieger des Fohlenchampionats den altehrwürdigen Platz in Bad Segeberg verlassen.
Die Fahrt nach Bad Segeberg hat sich für Per Karl besonders gelohnt, denn neben dem Hauptpreis wurde die Lewine-Tochter noch als bestes Fohlen eines vierjährigen Hengstes ausgezeichnet und erhielt als Sonderehrenpreis einen Deckgutschein über 1.000 Euro von der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH. Als erste Reservesiegerin wurde eine Cascadello I-Aljano-Tochter aus der Zucht und dem Besitz von Dr. Lukas Philip Roos, Märkische Höhe, herausgestellt. „Ich kann mir vorstellen, dass diese kleine Stute einmal eine tolle Sportlerin wird“, meinte Wolf Lahr angesichts der Bewegungsqualitäten dieses Stutfohlens. Als „super Typ mit wunderschönen Gesicht“, wurde die zweite Reservesiegerin beschrieben. Sie stammte von Clarksville-Stanfour ab und wurde von Ernst Otto Christiansen, Struckum, gezogen und ausgestellt.

Bei den Hengstfohlen gab es ein „Stechen“ um den Sieg. Nach hohen Noten für Typ, Bewegung und Gesamteindruck hatten ein Van Gogh-Nekton-Nachkomme (Hauke Paulsen, Immenstedt) und ein Diarado-Cassini I-Sohn (Adolf Mohr, Schülp) gemeinsam an der Spitze gelegen.
Am Ende hatte der Van-Gogh-Sohn die Nase knapp vorn. „Ein wunderschöner Typ, der sich kraftvoll aus dem Hinterbein bewegen konnte“, so Wolf Lahr, der prognostizierte, dass man das Siegerfohlen in zwei Jahren auf der Körung wieder sehen wird. Das gilt sicherlich auch für den ebenfalls äußerst typvollen Reservesieger, der mit seinem kraftvollen ausdrucksstarken Bewegungsablauf zu gefallen wusste. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leichtgemacht“, meinte Wolf Lahr auch im Namen der beiden anderen Richter.

Pferd Lewine Casalito DSC (Foto: Janne Bugtrup)

Dank der Unterstützung des langjährigen Partners und Sponsors des Holsteiner Verbandes, der R+V Versicherungsgruppe, hier sind besonders der zuständige Bezirksdirektor der R+V, Thomas Granow,  und die R+V Generalvertretung Birte Stapelfeldt mit ihrem Team aus Strukdorf zu nennen, und der Unterstützung der LKD Hauke Ahsbahs, konnten die Besitzer der siegreichen Fohlen einen Pferdeanhänger als ganz besonderen Ehrenpreis für ihre gelungenen Zuchtprodukte entgegennehmen.
Diese wurden kurz vor Beginn des Großen Preises auf dem Hauptplatz überreicht. Die Züchter bzw. Besitzer der Reservesieger freuten sich über ein Clipmyhorse-Jahresabonnement, und alle teilnehmenden Züchter erhielten von der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH einen Deckgeldgutschein von 250 Euro sowie einen Eimer Fohlenstarter der Firma Salvana.
Einen weiteren Sonderehrenpreis gab es für das Stutfohlen v. Central Park-Com Air aus der Zucht von Jens-Peter Timm, Norderstedt, und dem Besitz von Rika Nahnsen, Wanderup. Die Central Park-Tochter wurde mit ihrer Mutter als das am besten herausgebrachte Paar von den Richtern herausgestellt. Dafür gab es ein Pflegeset der Firma Bense&Eicke.   „Ich meine, es war ein sehr gelungenes Fohlenchampionat“, bilanzierte Norbert Boley, als Geschäftsführer der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH für die Organisation zuständig, nach der Veranstaltung. „Die Stimmung rund um das Abteilungsviereck war bei allen Beteiligten vom Besten, und die Fohlen haben sich hervorragend gezeigt“,  sagte er. „Es war  eine gelungene Werbung für unser Holsteiner Pferd“.

 

Pressemitteilung des Holsteiner Verbandes

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Jaqueline Weidlich

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