Zucht

NRW-Landgestüt äußert sich zu Kooperation mit Helgstrand

Warendorf. Das NRW-Landgestüt hatte Ende Oktober die Mitteilung rausgegeben, eine Kooperation mit dem dänischen Händler Andreas Helgstrand aufzubauen. Das stieß… Artikel lesen

Larissa Lienig
02.11.2018 2 min lesen

Warendorf. Das NRW-Landgestüt hatte Ende Oktober die Mitteilung rausgegeben, eine Kooperation mit dem dänischen Händler Andreas Helgstrand aufzubauen. Das stieß bei den Züchtern auf Unmut. Es wurde befürchtet, dass einer der beliebtesten Hengste im Landgestüt, der Zack-Sohn Zoom, nach Dänemark umsiedeln sollte. 

Am Mittwoch, den 31. Oktober, veröffentlichte das Landgestüt Warendorf folgende Meldung: „Wir freuen uns, zukünftig unseren Züchtern neue interessante und qualitativ hochwertige Pachthengste von Helgstrand Dressage anbieten zu können. Eine großartige Möglichkeit für das NRW Landgestüt. So können wir Ihnen 2019 u.a. den Siegerhengst der Oldenburger Körung 2013, DON DELUXE von De Niro x Rosario, anbieten, der für den Spitzenpreis von 910.000 EUR an Helgstrand Dressage verkauft wurde. Außerdem planen wir, weitere Qualitätshengste auf diesem Weg unseren Züchtern zur Verfügung stellen zu können. Zukünftig werden wir auch bei dem Sporteinsatz ausgewählter herausragender Spitzenhengste des NRW Landgestüts von Helgstrand Dressage unterstützt. Durch diese neue Möglichkeit kann das NRW Landgestüt noch vielfältiger internationale Blutlinien anbieten und globaler im Sinne der Westfälischen Pferdezucht Präsenz zeigen.“

Die Züchter sahen die Unabhängigkeit des staatlichen Gestüts von privaten Investoren in Gefahr. In einer weiteren Mitteilung am Freitag, den 2. November, versucht das Landgestüt die Wogen zu glätten und die Züchter mit zusätzlichen Informationen zu beruhigen. So soll die Vergabe des Landbeschäler Zoom nach Dänemark bloß ein Gerücht gewesen sein. Ebenso wie der Verkauf des Verwerbers Flavis (v. Flanagan) an Andreas Helgstrand.

Wörtlich heißt es aus Warendorf:

„Einzelne Medien berichten über eine angebliche Veräußerung des Hengstes “Zoom“ und eine vermeintliche Gefährdung der Unabhängigkeit des Nordrhein-Westfälischen Landgestüts durch Kooperationen. Hierzu nimmt das Nordrhein-Westfälische Landgestüt wie folgt Stellung:

Der Landbeschäler Zoom steht nicht zum Verkauf und wird der Züchterschaft wie gewohnt über das Landgestüt Warendorf zur Verfügung stehen. Es ist nicht geplant, dass der Hengst nach Dänemark geht. Zudem steht auch der Landbeschäler Flavis derzeit nicht zum Verkauf. Weiterhin werden bewährte und züchterisch wertvolle Vererber nicht veräußert.

Das NRW Landgestüt als unabhängige Institution sieht in einem Einsatz von Pachthengsten die vorteilhafte Möglichkeit, seiner Züchterschaft eine weite Bandbreite qualitätvoller Vererber und Blutlinien anzubieten. Ebenso ist die tiergerechte und dem Pferd zugewandte Ausbildung eine Selbstverständlichkeit für das Landgestüt.“