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WM Zweispänner: Dennis Schneiders gewinnt Geländeprüfung – Deutsches Team auf Silberkurs nach Gelände

Kronenberg/NED (fn-press). Bei der Weltmeisterschaft der Zweispänner im niederländischen Kronenberg bleiben die deutschen Fahrer auf Erfolgskurs. Nach der zweiten Teilprüfung,… Artikel lesen

Martina Brueske
12.09.2021 2 min lesen
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Kronenberg/NED (fn-press). Bei der Weltmeisterschaft der Zweispänner im niederländischen Kronenberg bleiben die deutschen Fahrer auf Erfolgskurs. Nach der zweiten Teilprüfung, dem Marathon, rangiert das deutsche Team mit Sandro Koalick (Drebkau), Anna Sandmann (Lähden) und Marco Freund (Dreieich) hinter Ungarn (310,16 Punkte) auf dem zweiten Platz (319,75 P.). Wie schon nach der Dressur rangieren die Franzosen auf Platz drei. Den Sieg im Marathon fuhr Dennis Schneiders (Petershagen) ein, mit 108,84 Punkten setzte er sich an die Spitze des 97-köpfigen Starterfeldes.

„Das Gelände war sehr schwer“, beurteilt Eckardt Meyer, der bei der Weltmeisterschaft die deutschen Fahrer betreut, die anspruchsvolle Geländefahrt. Der ehemalige Bundestrainer der Ein- und Zweispänner unterstützt in Kronenberg Cheftrainer Karl-Heinz Geiger, der sich schon mit den Ponyfahrern im Trainingslager befindet. Die Weltmeisterschaft der Ponyfahrer findet vom 15. bis 19. September im französischen Le Pin du Haras statt. „Das Gelände war technisch sehr schwer. In den Hindernissen waren lange Wege zu fahren, das erforderte von den Pferden gute Kondition und von den Fahrern volle Konzentration“. Umso zufriedener ist er mit den Leistungen der deutschen Fahrer, die alle in der ersten Hälfte des Teilnehmerfeldes rangieren.

An sechster Stelle platzierte sich Carola Slater-Diener (Stadtroda, 112,38 Punkte), dicht gefolgt von Sandro Koalick auf Platz sieben (113,28). Arndt Lörcher (Wolfenbüttel) fuhr auf Platz 13 (115,49), Marco Freund auf Platz 24 (117,24). An 26. Stelle in der Geländeprüfung liegt mit 117,74 Punkten Anna Sandmann, die den Marathon ebenfalls als „sehr anspruchsvoll und besonders technisch“ beschrieb. „Bei den langen Wegen in den Hindernissen konnte man auch schnell mal ein falsches Tor erwischen“, sagt sie. Torsten Koalick (123,48) und Max Berlage (123,74) folgen auf den Plätzen 40 und 41. Pech hatte Sebastian Warneck (Rangsdorf). Der Vize-Weltmeister von 2017 musste nach einem Materialschaden an seiner Kutsche aufgeben.

Zwischenstand: Hölle vor Koalick
Nach Dressur und Marathon liegt Sandro Koalick in der Einzelwertung auf dem zweiten Platz (156,86 ) hinter Titelverteidiger Martin Hölle (Ungarn, 149,32). Eine Position, die der Vize-Weltmeister sehr gut kennt – von den beiden zurückliegenden Weltmeisterschaften. Anna Sandmann rangiert auf dem fünften Platz (163,39) durchaus noch in Medaillennähe. Auch mit ihrem Vierspänner hat die junge Frau aus dem Emsland schon Championatserfahrung, war 2019 Mitglied des Teams, das in Donaueschingen Europameister wurde. Auch Marco Freund hat schon Championatserfahrung, ist jedoch zum ersten Mal Teamfahrer. Er rangiert auf Platz zehn (166,48) in der Einzelwertung. „Das ist ein gutes Ergebnis“, äußert sich Eckardt Meyer zufrieden. „Alle drei sind auch starke Kegelfahrer. Ich erwarte morgen einen anspruchsvollen, eckigen Parcours, bin aber sehr zuversichtlich, dass unsere Fahrer das schaffen werden.“

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Carola Slater-Diener, Weltmeisterin der Zweispänner von 2011, hat nach einigen Jahren nun wieder ein Championats-Gespann aufgebaut und ist auf Platz zwölf die beste deutsche Einzelfahrerin (168,55) nach zwei Wertungsprüfungen. Dennis Schneiders hat sich mit seinem Sieg im Marathon auf Platz 17 vorgearbeitet (172,67). Favoriten für den Titel sind nach wie vor die Ungarn, ihr Mannschaftsfahrer György Fekete beendete den Marathon auf dem zweiten Platz. Für den Einzeltitel hat Martin Hölle mit dem Sieg in der Dressur und dem vierten Platz im Marathon die besten Voraussetzungen geschaffen. Die Niederländer, nach der Dressur nur auf Platz sechs, haben sich durch starke Leistungen im Gelände auf den vierten Platz vorgearbeitet, sie werden alles daransetzen, im eigenen Land eine Medaille einzufahren. FN/Christine Meyer zu Hartum