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WM Junge Dressurpferde: Victoria’s Secret Weltmeisterin der Fünfjährigen

Oldenburger Quel Filou gewinnt Silber Ermelo/NED (fn-press). Die ersten Medaillen bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde im niederländischen Ermelo sind… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
31.07.2016 2 min lesen

Oldenburger Quel Filou gewinnt Silber

Ermelo/NED (fn-press). Die ersten Medaillen bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde im niederländischen Ermelo sind vergeben. Der Titel bei den fünfjährigen Dressurpferden ging an die Rheinländer Stute Victoria’s Secret v. Vitalis – Fidermark und auch über die Silbermedaille konnte sich ein Pferd aus deutscher Zucht freuen, der Oldenburger Quel Filou (v. Quaterback – Stedinger). Die Bronzemedaille sicherte sich ein niederländisches Paar, die Stute Guadeloupe-Beau, geritten von Kim van der Velden.

Victoria’s Secret aus der Zucht von Walther Schulte-Böcker und dem Besitz der Rhenania Pferde GmbH hatte die Richter bereits in der Qualifikation zu überzeugen gewusst. Nun setzte die vierköpfige Jury (Kurt Christensen und Christoph Hess bei E, Francis Verbeek und Isobell Wessels bei C) die jeweils zu zweit die beiden Richterhäuschen besetzten, sogar noch eins drauf und vergaben für die Perspektive der großrahmigen Dunkelfuchsstute als Dressurpferd eine glatte 10. Lediglich im Galopp gab es im Vergleich zum erste Tag „nur“ eine 8,9, da Victoria’s Secret „im Außengalopp etwas an Balance verloren hatte“, so Kommentatorin Isobell Wessels. Den Trab mit dem „wirklich reellen Mitteltrab“ belohnten die Richter mit einer 9,5, für den geregelten, großzügigen und „total relaxten Schritt“ gab es die 9,3. Die Vorstellung durch die B-Kaderreiterin Beatrice Buchwald (Rheinberg) war der Jury sogar eine 9,8 wert, womit das Ergebnis für das Siegerpaar 95 Prozent lautete.

Damit setzt die Vorjahres-Bundeschampionesse bei den vierjährigen Reitpferden ihre Karriere ebenso konsequent fort wie Quel Filou, der sowohl drei- als auch vierjährig Dritter in Warendorf war. In der Qualifikation noch Sechster, wusste der Oldenburger Wallach im Finale besonders durch seinen Schritt zu gefallen, für den die Richter die zweite 10 des Finales zückten. „Was soll man sich noch mehr wünschen? Immer im Takt, immer aktiv, immer relaxed“, kommentierte Wessels. Insgesamt gab es für keines der fünf Kriterium eine Note unter 9 für den Quel Filou, der damit auf eine Endergebnis von 93,2 Prozent kam. Vorgestellt wurde der Vizeweltmeister von Sascha Schulz. Für den gebürtigen Dortmunder, der in Stuttgart aufgewachsen ist, bei Wolfram Wittig seine Lehre absolvierte und seit 2007 die Luxemburger Staatsbürgerschaft besitzt, war es nicht der erste Start in einem WM-Finale, wohl aber die erste Medaille. Quel Filou stammt aus der Zucht von Aloys Hinxlage. Bei seinen Auftritten bei den DKB-Bundeschampionaten 2014 und 2015 saß Eva Möller im Sattel, auch wenn der Wallach bereits Ende 2014 über die PSI-Auktion an den internationalen Ausbildungs- und Handelsstall Dressage Grand Ducal in Luxemburg verkauft worden war.

Neben der Siegerin und dem Zweitplatzierten konnten sich auch der Oldenburger Hengst Sir Skyfall (v. Sandro Hit – K2), vorgestellt von Frederic Wandres aus Hagen a.T.W. (83,6 Prozent/Platz acht) und der Hannoveraner Hengst Nymphenburg’s First Ampere (v. Ampere – Weltruhm), vorgestellt von Tessa Frank aus Bad Zwischenahn (83,0/Platz 9) in den Top Ten platzieren. Insgesamt hatten es acht Pferde aus deutscher Zucht ins Finale geschafft. Etwas Pech hatte der von Anne-Kathrin Pohlmeier (Rethem) vorgestellte Vizebundeschampion Lordswood Dancing Diamond (v. Dancier – Wolkenstein). In der Qualifikation noch Dritter verhielt sich der Rappe im Finale etwas „spooky“ und kam mit 78,8 Prozent nicht über Platz 14 hinaus. „“Ein Pferd mit viel Talent, sympathisch vorgestellt nur leider heute etwas nervös“, sagte Wessels bedauernd.

Alle Ergebnisse unter www.ermeloyh.com

Quelle: fn-press