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Spannende Einzel-Finals bei EM und Jugend-WM Reining Givrins/SUI (fn-press). Grischa Ludwig ist Europameister! Nachdem das deutsche Team im Mannschaftswettbewerb schon… Artikel lesen

Larissa Lienig
14.07.2019 4 min lesen
LUDWIG Grischa (GER), Ruf lil Diamond Tryon – FEI World Equestrian Games™ 2018 Reining Teamwertung und 1.Einzelqualifikation September 2018 © www.sportfotos-lafrentz.de/Dirk Caremans

Spannende Einzel-Finals bei EM und Jugend-WM Reining

Givrins/SUI (fn-press). Grischa Ludwig ist Europameister! Nachdem das deutsche Team im Mannschaftswettbewerb schon Gold gewonnen hatte, zeigten die sechs deutschen Reiter im Einzelfinale der Europameisterschaft in Givrins in der Schweiz noch einmal Top-Leistungen. Parallel zur EM finden auf der CS-Ranch, der Anlage von Corinna Schumacher, auch die Jugend-Weltmeisterschaften Reining statt. Bei den Einzel-Finals verpassten die Junioren, die zuvor Vize-Weltmeister geworden waren, und die Jungen Reiter, die sogar Team-Gold geholt hatten, weitere Medaillen. Bei den Junioren war Lenya Lambeng beste Deutsche mit Platz sechs, in der Altersklasse der Jungen Reiter Michelle Maibaum und Johannes Heil gemeinsam auf Rang fünf.

Dieses Einzelfinale der Europameisterschaft der Senioren wird so schnell keiner vergessen – zu stark war das Feld und zu dicht lagen die Leistungen der Reiter und ihrer Pferde beisammen. Alle sechs deutschen Reiner steigerten sich nochmals nach dem Mannschaftswettkampf. Am Ende hieß der neue Europameister Grischa Ludwig (Bitz) mit Coeurs Little Tyke. Die beiden brillierten als vorletzte Starter schon beim Run In mit vorbildlichem Aufbau des Tempos und einem langen, weichen Stop. Und so ging es weiter. Als Grischa Ludwig in den letzten Run down ging, getragen von den Rufen aus dem Publikum „Einer geht noch…“, und dann in einen atemberaubenden Stop glitt, war klar, dass das ein ganz hoher Score werden würden: 225,5. Gina Schumacher (Gland) setzte als letzte Starterin mit Shine N Whiz alles auf eine Karte, musste dann aber nach einem hervorragenden Beginn Penalties in einem Rollback hinnehmen, so dass es schließlich bei einer 219 blieb.

Das bedeutete Gold für den mehrfache Deutschen Meister und Vierten der Weltreiterspiele Grischa Ludwig. Silber errang die Schweizerin Adrienne Speidel auf ARC Walla Smart (221). Bronze ging knapp dahinter an den Italiener Lorenzo di Simone auf The Cocked Gun (220,5).

Alexander Ripper (Fürth) auf Bay Gunner und Gina Schumacher teilten sich mit einer 219 den vierten Platz. Sechster wurde Oliver Stein (Rhede) auf Brand New Trash (218,5). Markus Süchting (Steyerberg) und Spotlight Charly kamen mit einer 218 auf Platz acht, Elias Ernst (Windeck) und USS N Dun It mit einer 217 auf Platz neun.

„Es ist schwer, so kurz nach diesem grandiosen Erfolg die richtigen Worte zu finden“, so Bundestrainer Nico Hörmann. „Wir wussten, dass wir eine starke Truppe beisammen haben, aber dann dies….! Alle unsere Reiner haben die in sie gesetzten Erwartungen übertroffen. Alle haben super abgeliefert – auch die Junioren und Jungen Reiter, und alle haben es mir sehr leicht gemacht. Dieses tolle Ergebnis ist das Resultat einer Gesamtleistung aller – auch der einzelnen Trainer, die hier mit nach Givrins kamen, um ihre Leute zu unterstützen.“

WM Junioren: Lenya Lambeng als beste Deutsche auf Platz sechs
Mit einer 218 wurde die Amerikanerin Raeanna R. Thayn mit Coded N Karma neue Weltmeisterin der Junioren. Auch Silber und Bronze blieben im Mutterland des Reiningsports: Vizeweltmeisterin wurde Sarah Armenta mit Gun Smoke Dennis (217,5), gefolgt von Emma K. Lane auf Gunner Gump (217).

Den deutschen Junioren merkte man die Anstrengung des Vortages an – sie hatten im Mannschaftswettkampf alles gegeben und Silber errungen. Beste Deutsche im Einzelfinale war die 17-jährige Lenya Lambeng (Riegelsberg) auf ihrem siebenjährigen Wallach SH Topsail Badger. Die beiden kamen mit einer 211 aus der Arena, was Platz sechs bedeutete. Georgia Wilk (Göttingen) und A Lunar Revolution erzielten mit einer 210 den achten Platz, dicht gefolgt von Celine Beisel (Meckesheim) und Gunner Be Good auf Platz zehn (209,5). Joline Kamphuis (Rütenbrock) und JB Just A Magic Deal landeten auf Platz 14, Tell Tobler (Quickborn) und Coeur Lee Boon MM auf Platz 16, Leann Stein (Rhede) auf Litn Up Conquistador auf Platz 18.

„Unsere Junioren haben ihr Bestes gegeben. Die Maßgabe war klar: Die Mannschaft hatte Vorrang“, so Nico Hörmann. „Das haben wir auch gut hinbekommen. Wenn es bis an die Grenzen geht, wie hier im Einzelfinale, kann es halt gerade in dieser Altersklasse zu Fehlern kommen. Aber ich bin trotzdem sehr zufrieden.“

WM Junge Reiter: Michelle Maibaum und Johannes Heil auf Platz fünf
Dieses Einzelfinale um die Weltmeisterschaft der Jungen Reiter war wirklich sehenswert: Ein herausragender Ritt nach dem anderen, und die Scores schraubten sich in die Höhe. Schließlich ging die Goldmedaille in die USA: Der 19-jährige Cade McCutcheon, der in diesem Jahr bereits das amerikanische Derby Non Pro gewonnen hatte, zeigte auf Smart Little Dunnit einen Ritt, der die Zuschauer buchstäblich von den Sitzen riss. 227,5 war das Ergebnis – und das bedeutete uneinholbar den Weltmeistertitel. Silber ging an die Holländerin Yessie Van der Zwan auf Walla Whiz N Tar BB (222), Bronze an den Belgier Nimroid Vannietveld auf What A Wave (221).

Beste Deutsche waren die dreifache Deutsche Meisterin Michelle Maibaum (Groß-Rohrheim) auf ihrem siebenjährigen Wallach Star Sailor Whiz und Johannes Heil (Lindenfels) mit seiner zehnjährigen Stute Whizper Lil Gump. Beide erzielten mit hervorragenden Runs je eine 219,5, was Platz fünf bedeutete. Franziska Engel (Hauenstein) und ihr KD Whizzoffthefuture kamen mit einer 210,5 auf Platz 13, John Wisser (Enspel) und CP Chilys Trouble mit einer 208,5 auf Platz 16.

„Unsere Jungen Reiter haben ihre Sache hervorragend gemacht“, so Nico Hörmann. „Angesichts der überragenden Pferde der Konkurrenz war diesmal einfach nicht mehr drin. Unter normalen Umständen hätte es gereicht. Ich bin stolz auf meine Leute!“ FN/Ramona Billing

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„Entspanne dich, lass das Steuer los. Trudele durch die Welt, sie ist so schön.“ - Kurt Tucholsky

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