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Von der Fohlengeburt bis zum Absetzen

Bis in die Sommermonate hinein wird in den Zuchtställen mit Spannung der diesjährige Pferdenachwuchs erwartet. Themen wie die optimale Haltung… Artikel lesen

Felicitas Meyer
31.05.2021 10 min lesen
Fohlenliegen: In den ersten Tagen nach der Geburt soll das Fohlen nicht zu lange im nassen Gras liegen. Nach einer Eingewöhnungszeit kann das Fohlen Tag und Nacht auf der Weide leben.

Bis in die Sommermonate hinein wird in den Zuchtställen mit Spannung der diesjährige Pferdenachwuchs erwartet. Themen wie die optimale Haltung und Fütterung des Fohlens aber auch die Anmeldung beim Verband sowie die Vorstellung vor einer Prämierungskommission, beschäftigen die Züchter in den kommenden Wochen.

 

Was muss ich über die Geburt wissen?

 

Mücken, Bremsen, Fliegen und Co. sind wieder unterwegs. Hier einige Produkte, die Abhilfe schaffen:

Checkliste  Fohlengeburt

 

  • Abfohlstall mindestens 16 qm groß
  • Box gut mit Stroh ausgestreut und ohne Gitterstäbe oder scharfe Kanten
  • Überwachungskamera oder Geburtsmelder sinnvoll
  • Ruhe für die Stute während der Fohlengeburt
  • Kontrolle ob das Fohlen nach der Geburt säugt
  • Jodtinktur oder Spray für die Nabelerstversorgung
  • Seil (Heuband) um die Nachgeburt hochzubinden, bis sie sich vollständig abgelöst hat
  • Verschließbarer Eimer um die Nachgeburt für den Tierarzt aufzubewahren
  • Kontrolle ob das Darmpech (der erste Kot beim Fohlen) abgeht
  • Tierarztnummer bereit halten und Tierarzt am Tag nach der Geburt benachrichtigen.
  • Abfohlbenachrichtigung an den Zuchtverband

 

Die Anzeichen der Geburt

 

Ungefähr vier Wochen vor der Geburt fängt das Euter der Stute an sich mit Milch zu füllen. Allerdings schwant hier noch oft der Umfang. Spätestens jetzt sollte die Boxengröße auf mind. 16 qm vergrößert werden. Zudem muss die Box gut eingestreut und sicher sein. Feste Boxenwände, also keine Trennwände mit Gitterstäben bis zum Boden, sind wichtig, damit sich das Fohlen nicht festlegt. Ab ungefähr zwei bis drei Wochen vor der Geburt fallen die Beckenbänder ein, damit das Fohlen es leichter hat durch den Geburtskanal zu kommen. Die Muskulatur wird weicher und man kann dies mit der Hand deutlich ertasten. Der Bauch hängt in dieser Phase tief. Spätestens jetzt sollte eine Überwachungskamera an der Box angebracht werden, damit man die Geburt, die meistens in den ruhigen Abend- bis Morgenstunden erfolgt, überhaupt mitbekommt.

 

Einige Tage vor der Geburt schwillt das Euter nochmal an und die Form der Zitzen ändert sich. Kurz vor der Geburt kommen dann Harztröpfchen auf den Zitzen dazu. Diese eingetrocknete Vormilch sagt meist die Geburt innerhalb der nächsten 48 Stunden voraus. In dieser Phase wirkt der Stutenbauch auch eher birnenförmig.

 

 

Die Geburt

 

Vor der Geburt, wenn die Wehen einsetzen, werden die meisten Stuten unruhig. Sie bewegen sich, manche wälzen sich oder legen sich vermehrt hin. Sie äppeln vermehrt und heben oft den Schweif an. Es gibt auch Stuten, die anfangen zu schwitzen und sich gegen den Bauch treten oder in den Bauch beißen. Natürlich hat jede Stute andere Anzeichen, dass die Geburt bevorsteht. Diese erste Phase dauert ungefähr eine Stunde. Dann Platzt die Fruchtblase und das Fruchtwasser läuft aus der Scheide. Nun beginnt die zweite Phase, die nicht mehr als 30 Minuten dauern sollte. Zuerst kommen die Vorderfüße, die nach unten zeigen. Dann kommt der Kopf und der Rest des Körpers. Wenn die Reihenfolge eine andere ist muss sofort der Tierarzt gerufen werden, genauso wenn die Geburt zu lange dauert! Nach der Geburt leckt die Stute das Fohlen ab, das Fohlen steht fast sofort auf und sucht das Euter der Stute. Beim Aufstehen reißt meistens die Nabelschnur natürlich durch und der Nabel kann danach desinfiziert werden. In diesen ersten Stunden geht auch das Darmpech ab, der erste Fohlenkot. Und die Nachgeburt der Stute wird in der dritten Phase auch eine bis wenige Stunden nach der Geburt abgestoßen. In der zwischenzeit sollten die aus der Scheide hängenden Teile hochgebunden werden, damit die Stute nicht drauftritt und diese abreißt. Meistens schaffen die Stuten alles ganz alleine. Nur in 4-6 Prozent der Geburten kommt es zu Komplikationen.

 

Aufgalopp auf den Fohlenwiesen

 

 

Licht, Luft, Bewegung, langsame und freie Bewegung bei der Futteraufnahme, liebevoller Umgang, Kontakt zu Artgenossen und eine pferdegerechte Aufzuchtstelle: eine optimale Haltung für das neugeborene Fohlen unterscheidet sich nicht von der artgerechten Haltung erwachsener Pferde. In Boxenunterbringung mit regelmäßigem Weidegang oder in einer ganzjährigen Offenstallhaltung starten Fohlen bei uns gewöhnlich in ihr Pferdeleben. Wenn das Fohlen seine ersten Aufstehversuche macht, sollte der Boxenuntergrund rutschfest und nicht zu hart sein, damit es Halt findet und sich nicht seine noch dünne Haut aufscheuert. Seine ersten Lebensstunden verbringt das Fohlen an der Seite der Stute in der Box. Nach zirka zwei bis drei Tagen darf es zum ersten Mal auf Erkundungstour außerhalb dieses bekannten Terrains. Unerlässlich für die Sicherheit des Fohlen ist, dass beim ersten Ausflug mindestens ein bis zwei Helfer beim Austrieb dabei sind. Die Fohlen sind nach den ersten Tagen in der Box Tageslicht blind, sind orientierungslos und verlieren schnell den Kontakt zur Stute. Aus diesem Grund muss auch die Einzäunung des Auslaufs für die Tiere deutlich sichtbar sein. Dünner Draht oder gar Stacheldraht bedeuten ein enormes Verletzungsrisiko für die Fohlen. Gut geeignet für die ersten Schritte außerhalb der Box ist eine Halle oder ein Paddock mit Holz- oder Kunststoffeinzäunung.

 

Raus auf die Wiese

 

Die Dauer des ersten Weideganges ist jahreszeitabhängig. Stundenweise dürfen die Fohlen jederzeit raus. Wer die Muttertiere mit ihrem Nachwuchs länger an der Luft lassen möchte, sollte eine Außentemperatur von mindestens zehn Grad Celsius abwarten. Das Fohlen darf in seinen Ruhephasen auf der Wiese in keinem Fall nass und kühl liegen. Dann ist die Gefahr einer Unterkühlung zu groß. Dennoch ist eine regelmäßige Bewegung für die Fohlen äußerst wichtig. Für die Fohlen sollten mindestens 0,5 Hektar Weideflächen mit sicherer Einzäunung aus Holz, Kunststoff oder Elektrozaun zur Verfügung stehen. Nach zirka vier bis fünf Wochen – je nach Witterung – können die Fohlen auch nachts auf der Wiese bleiben. Zum Wohle des Muttertiers ist eine eindeutige Entscheidung zu Gunsten der Dauerweidehaltung vorzuziehen: Stuten haben nicht selten Probleme mit der Umstellung von der Weide auf den Stall, von der Grasaufnahme am Tag und der Rauhfutteraufnahme in der Nacht. Bei dieser Fütterung sind sie anfällig für Koliken. Stuten und ihre Fohlen sind im Herdenzusammenhang gut aufgehoben. Andere Stuten mit ihrem Nachwuchs sind die besten Partner. Allerdings sollten Züchter genau beobachten, ob sich die Stuten vertragen und ruhig bleiben, wenn sich fremde Fohlen nähern. Die häufigsten Streitigkeiten und damit auch Verletzungsgefahren für die Kleinen treten auf, wenn Wallache oder Stuten, die zum ersten Mal gefohlt haben, mit in die Herde aufgenommen werden. Zudem sollten die Weiden gesichert sein vor ungewünschten Besuchern und vor allem vor Spaziergängern, die die Pferde füttern. Hierfür empfehlen wir z.B. ein Warnschild.

 

Aufgalopp:
Licht, Luft, Sonne, Bewegung und regelmäßige Fütterung sind für die Entwicklung eines gesunden Fohlens unerlässlich.

 

Ein gesunder Start ins Leben

 

Die Fohlen entscheiden selbst, wann ihnen die Muttermilch allein nicht mehr ausreicht. Raufutter, Gras oder auch ein wenig Hafer aus der Krippe sind dann zusätzlich zur Milch interessant. Achtung ist angesagt, wenn die Fohlen zu fett werden oder aber zu mager. Dann rät der Tierarzt zu Ergänzungspräparaten oder mit Mineralien versetztem Futter. Wer auf ausgewogene Fütterung und Bewegung achtet, kommt in der Regel ohne Spezialprodukte aus. Eine Überschussfütterung bringt nicht selten Folgeerkrankungen am Bewegungsapparat mit sich. Als Ursache zu nennen ist hier vor allem bei Weidehaltung ein Übermaß an Protein, bedingt durch überhöhte Düngung. Wer sich unsicher ist, sollte den Nährstoffgehalt seiner Futterproben testen lassen. Eggersmann bietet z.B. leicht verdauliche Fohlenstarter Pellets.

 

Ein Termin beim Hufschmied

 

Zur gesunden Entwicklung des Fohlens gehört selbstverständlich eine Vorstellung des Fohlens beim Schmied, der für fachgerechte Hufpflege und Hufkorrektur sorgt. Fehlstellungen beim Fohlenhuf lassen sich in den ersten Lebensmonaten noch beheben. Beim ausgewachsenen Pferd ist das nicht mehr möglich. Die meisten Fohlen werden mit gesunden, regelmäßigen Hufen geboren. An den Hufsohlen befindet sich eine weiche, zottige Hornmasse,  gebildet zum Schutz der Stute im Mutterleib. Dieses  so genannte Fohlenkissen trocknet einige Tage nach der Geburt ein und fällt dann von selbst ab. Die Hornmasse sollte in keinem Fall selbst mit der Hand abgerissen werden! Der Fohlenhuf ist anders als beim ausgewachsenen Pferd am Tragerand enger als am Kronenrand. Durch genügend und regelmäßige Bewegung kann sich der Huf im Laufe der Zeit normal entwickeln. Bei zu wenig Bewegung nutzt das Horn jedoch auch zu wenig ab. Durch die Verlängerung des Hufes entsteht eine größere Hebelwirkung mit Beanspruchung der Trachten, des Fesselträgers und des Beugesehnenbereiches. Durchtrittigkeit, untergeschobene Trachten und Belastung der Hufrolle mit vorzeitigem Verschleiß können gravierende Folgen sein. Bei einer Haltung auf zu hartem Boden, kann sich beim Fohlen der so genannte Bockhuf ausbilden. Hier nutzt die Hornzehe stärker als die Horntracht ab. Durch die verminderte Beanspruchung der tiefen Beugesehne, kann es zu einer Sehnenverkürzung kommen. Bei schwierigen Fällen berühren die Trachten den Boden nicht mehr. Für alle Auffälligkeiten gilt: Je eher man eine Fehlentwicklung registriert, desto leichter ist eine erfolgreiche Korrektur. Schon das Fohlen kann spielerisch lernen, die Hufe zu heben. Dann ist der erste Besuch des Schmieds auch keine Belastung für das Fohlen. Hier ein Buch zur sanften Fohlenausbildung.

 

Wenn der Tierarzt kommt

 

Jeder Züchter wünscht sich ein gesundes Fohlen. Bei den meisten Züchtern schaut sich der Tierarzt das Neugeborene direkt nach der Geburt an. Er überprüft den Nabel des Fohlens, das Nachgeburtsverhalten bei der Stute und kontrolliert, ob das Darmpech beim Fohlen abgegangen ist. Am gleichen Tag erhalten die Fohlen ihre erste Schutzimpfung. Diese Impfung ist allerdings umstritten. Wissenschaftler raten von der ersten Schutzimpfung ab. Das Fohlen erhält seinen Schutz durch die erste Muttermilch, das Kolostrum. Praktiker und auch Züchter nutzen die Impfung als erste Schutzmaßnahme für das Fohlen jedoch nach wie vor. Traditionell wird ein Langzeitpenicillin und ein Fohlenlähmeserum verabreicht. Eine weitere Impfung bekommt das Fohlen zirka fünf bis sechs Monate nach der Geburt. Die Tetanus-Impfung ist die wichtigste. Eine Impfung gegen Influenza und Herpes ist zu empfehlen. Nach einer Grundimmunisierung erhalten die Fohlen nach vier bis sechs Wochen eine weitere Spritze, dann im Abstand von sechs Monaten eine Auffrischung. Die erste Wurmkur verabreicht der Züchter dem Fohlen in der zweiten bis dritten Lebenswoche. Ein Präparat gegen Zwergfadenwürmer ist notwendig. In weiteren Schritten sollte alle zwei Monate eine Wurmkur verabreicht werden. Die Mutterstute jedoch sollte schon am Tag der Geburt eine Entwurmung erhalten.

Seltene Fohlenkrankheiten, die jedoch eine tierärztliche Behandlung unerlässlich machen, sind zum Beispiel die Neugeborenengelbsucht, Früh- und Spätlähme (Gelenksinfektionen), Lungenentzündungen oder Durchfall, der länger als zwei Tage anhält. Alle diese Krankheiten sind lebensbedrohlich für die Fohlen. Eine nicht seltene Krankheit, die jedoch auf Probleme in der Haltung zurückzuführen ist, ist die so genannte Epiphysitis. Die Wachstumsfugen im Bewegungsapparat des Fohlens werden durch Haltung auf zu hartem Boden zu stark belastet. Als Folge können Schwellungen und Entzündungen der Wachstumsfugen und auch die gefürchteten Gelenkchips entstehen. Erste Anzeichen sind immer dicker werdende Fesselgelenke, manchmal auch lahme Fohlen und ein unregelmäßiger Abrieb der Hufe. Dieses Video von Pferdia TV zum Thema Aufzucht und Gesundheit ist zu empfehlen.

 

Unerlässlich: Geburtsanmeldung beim Verband

 

Das typische Brandzeichen erhält das Fohlen erst, wenn der Züchter die notwendigen Formalien beim Verband einreicht und alle Schritte der Geburtsmeldung und Abstammungsprüfung erledigt. Zum Melden des Fohlens beim entsprechenden Verband benötig der Züchter die Deckkarte der Stute, die er vom Hengsthalter erhält. Hier sind alle Deck- beziehungsweise Besamungsdaten und die Geburtsanzeige des ungeborenen Fohlens verzeichnet. Eine Geburtsanzeige für das Fohlen ist richtig ausgefüllt, wenn es die Mitgliedsnummer, das Geburtsdatum, den Stutennamen mit Lebensnummer, den Vater des Fohlens, das Geschlecht, den Geburtsort, Farbe und Abzeichen, die Anschrift des Stutenbesitzers sowie Datum und Unterschrift enthält. Diese Daten gehören unmittelbar nach der Geburt des Fohlens in die Geburtsanzeige. Die Geburtsanzeige wird dann an den Verband versandt, den nur mit ihr kann die spätere Abstammungsurkunde für das Fohlen ausgestellt werden. Im Anschluss verschickt der Landeskontrollverband die Geburtsmeldebestätigungskarten, auch Brennkarten genannt, zusammen mit einer Grafikvorlage für das Erfassen von Abzeichen. Zusammen mit der Brennkarte verschickt der Verband aus diesem Grund auch die Unterlagen für die Abstammungsüberprüfung. Für die Analyse werden ein Haarbüschel mit Wurzel vom Fohlen und eine Haarprobe der Mutter benötigt. Züchter von Spezialrassen erhalten die notwendigen Informationen zur Meldung des Fohlens ebenfalls bei ihrem Verband.

Seit dem 8. März 2008 gilt in Deutschland zudem die Viehverkehrsverordnung, welche die EU-Verordnung 504/2008 in deutsches Recht umsetzt. Nach dieser Verordnung müssen alle Equiden, also Pferd, Esel, Zebras und deren Kreuzungen, in Deutschland mit einem Mikrochip gekennzeichnet werden und über einen Equidenpass verfügen. In der Umsetzung bedeutet dies, dass Fohlen nun auch gechippt werden müssen. Denn die Kennzeichnung durch den Chip ist nun Voraussetzung für die Erstellung des Passes. Allgemein müssen sich die Tierhalter als erstes eine zwölfstellige Registrier-Nummer, die Betriebsnummer, besorgen. Hat der Pferdehalter seine Betriebsnummer, meldet der Tierhalter, oder in Absprache der Eigentümer, die Kennzeichnung und Ausstellung eines Equidenpasses beim Verband an. Bei der Anmeldung muss die Betriebsnummer des Tierhalters vorliegen. Im Gesetzestext heißt es jetzt dazu: „Mit dem Antrag auf einen Equidenpass hat der Tierhalter 1. seine Registriernummer […] und  2. den Eigentümer mitzuteilen.“ Das bedeutet, dass die Equidenpässe nur noch ausgegeben werden können, wenn Halter und Eigentümer erfasst sind. Daneben müssen Angaben zu dem Pferd (Geburtsdatum, Art, Geschlecht, Farbe und Angaben zur Schlachtung für den menschlichen Verzehr sowie Datum und Unterschrift des Antragsstellers (Tierhalter oder Eigentümer) auf dem Antrag – dies kann auch die Fohlenmeldung sein – stehen. Die Verbände prüfen die Angaben. Ist alles richtig, können laut Viehverkehrsordnung sogenannte Kennzeichenberechtigte, also alle zugelassenen Tierärzte, oder Personal, das unter Aufsicht eines Tierarztes arbeitet, beziehungsweise geschulte Mitarbeiter der Zuchtverbände, den Chip setzen.

Vor dem Setzen des Chips prüft der Kennzeichnungsberechtigte das Tier auf eine eventuell schon bestehende Kennzeichnung. Dies passiert sowohl mit einem Lesegerät, als auch durch eine Kontrolle auf Anzeichen eines früher implantierten Chips, der chirurgisch entfernt wurde. Sind keine Anzeichen vorhanden, setzt der Kennzeichnungsberechtigte den Chip, der auch Transponder genannt wird. Er ist nichts anderes als ein elektronisches Hilfsmittel für die automatisierte Erkennung von Tieren. Der Transponder hat in aller Regel die Maße von zwölf mal zwei Millimetern. Seine Hülle besteht aus einem gewebeverträglichen Material, das je nach Konzept des Herstellers aus Kunststoff oder Glas sein kann. Intern besteht der Chip aus einer Antennenspule, auf der die vorgeschriebene 15-stellige Identifikationsnummer gespeichert ist.

 

 

Der erste Trab vor Fachpublikum

 

Schon wenige Wochen nach der Geburt stellt sich das Fohlen das erste Mal dem kritischen Blick einer Fohlenprämierungskommission. Beim Fohlenbrennen zeigt sich das Fohlen bei Fuß der Mutter im Schritt oder Trab und erhält hinsichtlich seines Typs und seiner Bewegung eine Bewertung. Für beide Merkmale erhält das Fohlen eine Note und damit ein erstes Urteil zu seiner Grundqualität. Fohlen, die in der Bewertung sehr gut abschneiden, erhalten von der Kommission eine Prämie. Die besten Fohlen der jeweiligen Körbezirke werden zum Fohlenchampionat eingeladen.

 

Fohlenschau:
Auf den verschiedenen Fohlenschauen werden die Youngster schon früh bewertet.

 

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Text: Agentur Hafensänger