Auftakt beim CHIO Aachen 2018: Voltigiersport vom Feinsten im Preis der Sparkasse

von Marike Weber
14. Juli 2018
14.07.2018
ca. 3 Minuten

Die Voltigierer haben heute das Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen eröffnet. Im Preis der Sparkasse standen die Pflicht- und Technikwettbewerbe auf dem Programm. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren nehmen die deutschen Athleten aktuell die ersten drei Plätze ein. Und auch bei den Gruppen liegen sie in Führung.

Weltklassevoltigierer aus elf Nationen sind beim CHIO Aachen am Start, unter anderem aus Australien und den USA. Deutschlands Bundestrainerin Ursula Ramge weiß, dies zusammen mit dem hohen sportlichen Niveau und der Kulisse hier in Aachen bedeutet auch mental eine Herausforderung für ihre Sportler: „Hier ist der Druck sehr hoch!“

Los ging es wie immer mit Pflicht und Technikprogramm. In der Pflicht müssen die Voltigierer eine Reihe Übungen in festgelegter Reihe turnen. In der Technik werden ihnen fünf Übungen vorgegeben, die sie zeigen müssen. Sie können sie jedoch frei kombinieren, das ist also schon wie eine kleine Kür. Die eigentlichen Küren bringen dann die Entscheidungen, wer am Ende als Sieger im Preis der Sparkasse 2018 gefeiert wird.

Kein Problem mit dem von Ursula Ramge erwähnten Druck hatte heute bei den Damen Kristina Boe aus Hamburg. Auf ihrem bewährten Don de la Mar an der Longe von Winnie Schlüter hatte die Unfallchirurgin im Frühjahr bereits das Weltcup-Finale in Dortmund gewonnen. Diese Topform konnte das Trio halten: Platz zwei in der Pflicht und Sieg in der Technik brachten ihr in der Zwischenwertung die Führung mit aktuell 7,913 Punkten ein.

Ihr auf den Fersen ist mit derzeit 7,652 Punkten Titelverteidigerin Janika Derks, die jahrelang zu den tragenden Säulen der erfolgsverwöhnten Gruppe des RSV Neuss-Grimlinghausen gehörte und nun als Einzelvoltigiererin Karriere macht. Mit Carousso Hit, longiert von Jessica Lichtenberg, gewann sie die Pflicht mit Abstand, verlor aber Punkte in der Technik – mehr als Rang zehn war heute nicht drin. Bundestrainerin Ursula Ramge erklärte: „In der Pflicht war Janika immer die absolut stärkste. In der Technik lief eine Übung nicht ideal und danach kam sie nicht mehr so in den Fluss. Das ist der Lerneffekt, den wir dann von solchen Turnieren mitnehmen: daran zu arbeiten, dass man sich nach einem kleinen Missgeschick sofort wieder auf die nächsten Aufgaben konzentriert.“

Nach ausgeglichenen Leistungen – Platz drei in der Pflicht, Vierte in der Technik – komplettiert Sarah Kay mit Sir Valentin an der Longe von Dr. Dina Menke das deutsche Trio an der Spitze bei den Damen. Sie hat aktuell 7,618 Punkte auf dem Konto.

Brüsewitz erneut an der Spitze

Aachen scheint das Turnier des Thomas Brüsewitz zu sein. 2016 siegte er im Preis der Sparkasse, 2017 ebenso und wenn er so weitermacht, dann wird er auch als 2018er-Sieger in die Annalen eingehen. Auf dem bewährten Danny Boy an der Longe von Patric Looser (der selbst mal Weltmeister war) gewann der 24-Jährige mit Abstand die Pflicht, so dass ihm in der Technik Rang drei genügte, um mit 7,953 Punkten in der Gesamtwertung immer noch deutlich in Führung zu liegen.

7,877 Zähler stehen bei dem derzeit Zweitplatzierten zu Buche, Jannik Heiland auf Dark Beluga an der Longe von Barbara Rosiny. Rang zwei war auch das Ergebnis in den beiden Prüfungen für den Trainingspartner von Thomas Brüsewitz.

Der Mitfavorit, der aktuelle Weltcup-Sieger Jannis Drewell, der hier in Aachen vor drei Jahren schon Europameister geworden war, konnte zwar die Technik für sich entscheiden, aber der Vorsprung reichte nicht, um den Rückstand von Rang vier in der Pflicht wettzumachen – Rang drei mit derzeit 7,758 Punkten auf Qualimero, den einmal mehr Jannis‘ Mutter Simone Drewell in Szene zu setzen wusste.

Führung für Team Norka

Im vergangenen Jahr hatte sich das Team Norka des VV Köln-Dünnwald mit Platz zwei im Preis der Sparkasse hinter dem RSV Neuss Grimlinghausen begnügen müssen. Dieses Jahr sind die Neusser nicht am Start und die Lücke wussten die Kölner auszufüllen. Nach der Pflicht der Gruppen führt das von Patric Looser geführte Team auf Picardo mit deutlichem Vorsprung. 7,362 Punkte gaben die vier Richter insgesamt.

Die nächstplatzierte Gruppe kam auf 7,082 Punkte. Das waren die Österreicher des UVT Eligius auf Leokado an der Longe von Cornelia Trimmel. Platz drei belegt vorerst die zweite deutsche Mannschaft Fredenbeck I, die mit Wizaro und Gesa Bührig an der Longe antreten.

(PM)

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