Vielseitigkeit

Vielseitigkeit Luhmühlen: Titelverteidigerin Julia Krajewski führt nach der Dressur

Klimke und Jung mit Nachwuchspferden auf den Plätzen zwei und drei / „Dibo“ Fünfter im CCI5*-L Luhmühlen (fn-press). Der Grundstein… Artikel lesen

Marike Weber
15.06.2019 3 min lesen
Krajewski, Julia, Samourai du Thot Wiesbaden – Pfingstturnier 2015 Vielseitigkeit Teilprüfung Gelände © www.sportfotos-lafrentz.de/Stefan Lafrentz

Klimke und Jung mit Nachwuchspferden auf den Plätzen zwei und drei / „Dibo“ Fünfter im CCI5*-L

Luhmühlen (fn-press). Der Grundstein für die Deutsche Meisterschaft Vielseitigkeit ist gelegt. Bei den Longines Luhmühlen Horse Trials führt Titelverteidigerin Julia Krajewski knapp vor Ingrid Klimke und Michael Jung im CCI4*-S und der DM-Wertung.

Nach der Dressur bleibt alles offen. Gerade einmal ein Zehntel Vorsprung, also nicht einmal ein Zeitfehler im Gelände, trennt Julia Krajewski mit Samourai du Thot vor Ingrid Klimke. „Ich dachte mir schon, dass es eng werden könnte“, sagte die Titelverteidigerin. „Die letzten Tage war ‚Sam‘ super entspannt, aber schon auf dem Vorbereitungsplatz habe ich gedacht, vielleicht hat er heute doch ein, zwei PS zu viel“. Mit 24,7 Minuspunkten kamen die beiden nicht ganz an ihre Bestleistung heran. „Aber am Ende konnten wir noch einmal richtig Punkte gutmachen“, sagte Krajewski. Es ist das vierte Mal, dass die beiden in der internationalen Luhmühlener Vielseitigkeit an den Start gehen. 2017 konnten sie das CCI4* (heute CCI5*-L) gewinnen, im vergangenen Jahr sicherten sie sich den Deutschen Meistertitel im CIC3* (heute CCI4‘-S).

Zufrieden mit ihrer Vorstellung war Ingrid Klimke mit ihrer Asha P, Vollschwester des Hengstes DSP Araldik und Weltmeisterin der jungen Vielseitigkeitspferde 2018. „Asha hat einen super Schritt, ist super gelassen und dabei immer eifrig und will alles richtig machen. Sicherlich haben wir noch den ein oder anderen Punkt liegenlassen, aber sie ist ja auch erst acht Jahre alt“, sagte die viermalige Deutsche Meisterin über ihr Pferd, mit dem sie gerade auch zum siegreichen deutschen Nationenpreisteam in Houghton Hall zählte.

Auf dem dritten Platz sowohl in der internationalen als auch der laufenden DM-Wertung rangiert Michael Jung (Horb) mit seinem neuen Pferd Creevagh Cooley. Bereits am Donnerstag steckten sie als allererste Starter die Messlatte mit 25,6 Minuspunkten hoch. Neben der irischen Stute hat der dreimalige Olympiasieger gleich zwei weitere Pferde in der Heide am Start, mit denen er ebenfalls in den Top Ten rangiert: mit Highlighter auf Platz sieben (28,3), mit Corazon auf Platz acht (29,7).

Zwei Eisen im Feuer hat auch Dirk Schrade. Der Mannschaftsolympiasieger aus Heidmühlen konnte sich bereits am Donnerstag mit Unteam de la Cense eine gute Ausgangslage verschaffen (29,9/Platz neun) und dies mit seinem Zweitpferd Catelan sogar noch toppen. Mit 27,4 Minuspunkten rangiert das Paar auf Platz vier nach Dressur vor dem Warendorfer Perspektivgruppenmitglied Felix Etzel mit Bandit (27,6).

Morgen geht es für die Reiter ab 13.50 Uhr ins Gelände. Bevor der erste Kandidat des CCI4*-S in die Startbox geht, findet der Geländeritt der Longines CCI5*-L statt (ab 10.15 Uhr).

CCI5*-L: Japanische Führung
In der Fünf-Sterne-Prüfung treten für Deutschland Andreas Ostholt (Warendorf) mit Corvette sowie Andreas Dibowski mit FRH Butts Avedon an. Der Lokalmatador aus Döhle hatte bereits am Donnerstag seinen Auftritt in der Dressur hatte und diese diese mit 30,5 Minuspunkte beendet, womit er vor dem Gelände Platz fünf belegt.

Andreas Ostholt startete in der zweiten Dressurhälfte am Freitag und war mit seinem Ritt nicht zufrieden. „Das geht besser“, brachte er es auf den Punkt. „Schritt und Trab waren gut, aber im Galopp haben wir Punkte liegenlassen, dort wo wir sie sonst eigentlich sammeln. Ich kam einfach nicht so zum Reiten wie üblicherweise“. Im Ergebnis hieß dies 34,0 Minuspunkt und Platz 16 nach Dressur. „Jetzt schaue ich vorne auf das Gelände morgen“, sagte Ostholt.  

Die Führung im Longines CCI5*-L hat vor dem Geländeritt der Japaner Kazumo Tomoto mit Brookpark Vikenti mit 25,2 Minuspunkten vor dem Neuseeländer Tim Price mit Asona M (25,8) und der US-Amerikanerin Frances Thieriot Stutes mit dem elfjährigen Oldenburger Chatwin (v. Contendro I).

Informationen, Ergebnisse und einen Livestream gibt es unter www.luhmuehlen.de.

Quelle: FN
Marike Weber

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