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Vielseitigkeit Luhmühlen: Jung übernimmt vorläufige DM-Führung

Andreas Dibowski im CCI5*-L nach dem ersten Dressurtag Vierter Luhmühlen (fn-press). Nach dem ersten Dressurtag bei den Longines Luhmühlen Horse… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
14.06.2019 2 min lesen
Jung, Michael, Desandro Wiesbaden – Pfingstturnier 2015 Prix St Georg © www.sportfotos-lafrentz.de/Stefan Lafrentz

Andreas Dibowski im CCI5*-L nach dem ersten Dressurtag Vierter

Luhmühlen (fn-press). Nach dem ersten Dressurtag bei den Longines Luhmühlen Horse Trials liegt Michael Jung in der Deutschen Meisterschaft der Vielseitigkeitsreiter vorläufig in Führung vor Felix Etzel und Dirk Schrade. In der Fünf-Sterne-Prüfung rangiert Andreas Dibowski nach der ersten Hälfte aller Starter auf dem vierten Platz.

Als erster Starter setzte Michael Jung mit seinem neuen Pferd Creevagh Cooley mit 25,6 Minuspunkten gleich den Maßstab für diesen ersten Teil der Dressur der internationalen Vier-Sterne-Kurzprüfung (CCI4*-S) und damit auch der Deutschen Meisterschaft. Seit sieben Wochen hat er die irische Stute unter dem Sattel. Creevagh Cooley wurde zuvor von einer schwedischen Nachwuchsreiterin geritten, die gelegentlich bei ihm trainierte, nun aber ins Springlager gewechselt ist. Als Deutsche Meisterin sieht Jung, der gleich mit drei Pferden in Luhmühlen am Start, die Stute allerdings nicht. „Ich habe nicht vor, sie im Gelände schnell zu reiten“, kündigte er an. Überhaupt seien alle drei Pferde „super für die Zukunft“, so Jung. So auch der erst achtjährige Highlighter, mit dem er nach dem ersten Dressur-Tag mit 28,3 Minuspunkten Platz drei belegt. „Er war hier toll, man merkt, dass da in ein, zwei Jahren mehr gehen kann, gerade in der Dressur“, schätzt Jung.

Den zweiten Platz im Zwischenstand belegt Felix Etzel. Der Warendorfer Sportsoldat und sein Betel xx-Sohn Bandit erzielten 27,6 Minuspunkte für ihre Vorstellung. Im Frühjahr war er noch zusammen mit seinen beiden Kollegen der Perspektivgruppe Vielseitigkeit zur Saisonvorbereitung in Großbritannien, wo sie gemeinsam den Nationenpreis in Houghton Hall gewinnen konnten. Auf dem vorläufigen dritten Platz der DM-Wertung (Platz vier im CCI4*-S) folgt Mannschaftsolympiasieger Dirk Schrade (Heidmühlen) mit Unteam de la Cense (29,9).

Insgesamt starten 54 Paare im CCI4*-S, Meßmer Trophy, darunter 27 deutsche Reiter mit 31 Pferden, die hier um den deutschen Meistertitel reiten.

Longines CCI5-L*: Andreas Dibowski vorläufig auf Platz vier
Im Rahmen der Longines Luhmühlen Horse Trials wird außerdem die Fünf-Sterne-Vielseitigkeit (CCI5*-L) ausgetragen. Unter den 34 Teilnehmer sind auch die beiden deutschen Starter Andreas Dibowski (Döhle) mit FRH Butts Avedon und Andreas Ostholt (Warendorf) mit Corvette.

Als letzter Starter am ersten Dressurtag ging „Dibo“ mit dem 16-jährigen FRH Butts Avedon an den Start. „Avedon ist für die lange Prüfung prädestiniert. In der ‚Deutschen‘ dagegen bekommen wir mit einer 30er Dressur nichts ab“, sprach der amtierende Berufsreiterchampion Vielseitigkeit offen über seine Beweggründe für den Fünf-Sterne-Start. So war er auch mit dem Ergebnis seiner Dressur nicht wirklich zufrieden. „Ich weiß nicht, was ich noch anders machen sollte. Avedon ist eben kein Bewegungswunder“, sagte er etwas enttäuscht. Mit 30,5 Minuspunkten belegt er im Zwischenstand Platz vier.

Das beste Ergebnis erzielte am ersten Dressurtag Kazuma Tomoto mit Brookpark Vicenti. Der in Großbritannien lebende Japaner beendete die Dressur mit 25,2 Minuspunkten nur Zehntel besser als die aktuelle Nummer eins der Weltrangliste Tim Price. Der Neuseeländer und seine Schimmelstute Ascona M wurden von der Jury mit 74,23 Prozent, umgerechnet 25,8 Minuspunkten) bewertet. Auf dem vorläufigen dritten Platz rangiert der Brite Alexander Bragg mit Zagreb (29,7 Minuspunkte).

Informationen, Ergebnisse und einen Livestream gibt es unter www.luhmuehlen.de.

Jaqueline Weidlich

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