Vielseitigkeit

Tim Price setzt sich im dramatischen Arville-Finale durch

Das neuseeländische Powerpaar Tim und Jonelle Price kamen zum Concours Complet D’Arville in Belgien, ohne vorher eine Event Rider Masters… Artikel lesen

Larissa Lienig
24.06.2019 3 min lesen
Das Siegerposium #ERMeventing and #ERMroadToLignieresEnBerry

Das neuseeländische Powerpaar Tim und Jonelle Price kamen zum Concours Complet D’Arville in Belgien, ohne vorher eine Event Rider Masters Etappe gewonnen zu haben und belegen nach einem dramatischen abschließenden Gelände den ersten und zweiten Platz.

Nachdem die führende Reiterin Gemma Tattersall und Quicklook V nach einem Vorbeiläufer im ersten Wasserkomplex zurückgezogen hatten, wurden die Australier Chris Burton und Quality Purdey vorübergehend zu den Gewinnern ernannt.

Als die Bodenjury nachträglich entschied Chris 11 Strafpunkte zu geben weil sein Pferd den MIM-Clip an dem vorderen Element der Trippelbarre an Sprung 11 ausgelöst hat, fiel er schließlich mit einem Endergebnis von 40,7 auf den dritten Platz zurück und brachte Tim zum Sieg.

„Ich habe gehört, wie das Holz gefallen ist und ich habe versucht zurückzublicken, um es zu sehen“, sagte Chris. „Ich fühle mich schlecht für das Pferd, weil ich nicht das Gefühl hatte, dass sie es so hart getroffen hat. Natürlich respektieren wir die Regeln und der MIM-Clip ist ein wirklich großartiges System und eine großartige Regel für die Sicherheit von Pferd und Reiter. Ich habe immer noch das Glück auf dem Podium zu stehen und es ist keine leichte Aufgabe hinter diesen beiden zu stehen.“

Tim Price mit Wesko (c) ERM

Tim und Wesko waren letztendlich das einzige Paar, das auf der Geländestrecke von Rüdiger Schwarz ohne Springfehler und innerhalb der Best- Zeit geblieben sind und das bei nur 53% springfehlerfreie Runden. Sie waren auch das einzige Paar, das seine Dressurwertung nach Hause gebracht hat. Nach der Dressur waren sie auf dem vierten Platz und gewannen mit einer Endnote von 30,5.

„Die guten Pferde lassen dich gut aussehen, nicht wahr? Ich habe ihn wegen solcher Momente vermisst. Er ist einfach so außergewöhnlich. An der Ecke im ersten Wasser konnte ich die Linie nicht ganz sehen, aber er war schon dran „, sagte Tim.

„Er ist einfach ein fantastisches Pferd. Natürlich ist es eine Partnerschaft und wir sind schon lange zusammen, aber deshalb ist es so großartig es an solchen Orten zeigen zu können.“

Jonelle Price und Faerie Dianimo setzten sich mit 6,8 Zeitstrafen durch und belegten beim ersten internationalen Lauf der Stute nach dem Gewinn der CCI5*-L in Luhmühlen im vergangenen Jahr den zweiten Platz (39,1). Das Ergebnis ist Jonelles bislang bester Podiumsplatz und ihr erstes Mal wieder auf dem Podium seit dem dritten Platz im Blenheim Palace mit Cloud Dancer in 2016.

„Ich habe in letzter Zeit auf diesem Podium gefehlt, deshalb ist es schön wieder hier zu sein, besonders mit dieser kleinen Stute“, sagte Jonelle. „Sie ist eine ziemlich nervige kleine Stute. Eigentlich hat man mit ihr die Hände voll – eine sehr nette Handvoll – aber sie ist auch ein lebhaftes kleines Ding. Bei einer kurvenreichen Strecke zeigt sich das ein bisschen mehr, aber sie hat all ihre Erfahrung gezeigt und es ist einfach fantastisch sie wieder auf diesem Niveau zu haben.“

Mit einem Blick auf den Rest des Leaderboards sehen wir die Briten Kirsty Johnston und WTTL Opposition Sky Law, sie haben im Gelände nur 4,4 Zeitstrafen bekommen und sich vom zehnten Rang nach dem Spring auf den vierten Rang mit 43,7 verbessert – ihr bisher bestes ERM-Ergebnis.

Die Italiener Pietro Sandei und Rubis de Prere fügten 8,4 Zeitstrafen im Gelände hinzu, womit sie vom achten Platz nach dem Spring auf den fünften Platz mit 44,7 in ihrem zweiten ERM-Auftritt aufstiegen.
Trotz des verpassten Arville-Sieges übernimmt Chris Burton mit 54 Punkten die Führung der ERM-Rangliste. Jonelle Price liegt nun mit 46 Punkten auf dem zweiten Rang, gefolgt von Laura Collett mit 45 Punkten auf dem dritten Rang.
Laura saß nach dem Springen mit Dacapo auf dem fünften Platz und jagte wertvolle Punkte für die Serie, als ein Vorbeiläufer bei der Willberry Wonder Pony-Schulterbürste am Hindernis 7B sie einen Platz auf dem Podium kostete.

Bill Levett und Shannondale Titan, die ebenfalls ein Top-Ergebnis nach dem vierten Platz über Nacht erzielen wollten, machten einen kostspieligen Fehler, als sie bei 5C, der SAP Water Ecke, wo auch Gemma Tattersall scheiterte, rechts von der Flagge sprangen.

Klicken Sie hier, um die Endergebnisse anzuzeigen, und klicken Sie hier, um die Ranglisten nach Etappe 3 einzusehen.

Pressemitteilung

 

Larissa Lienig

„Entspanne dich, lass das Steuer los. Trudele durch die Welt, sie ist so schön.“ - Kurt Tucholsky