Vielseitigkeit

Luhmühlen: Laura Collett (GBR) in Führung nach dem ersten Dressurtag

Die Longines FEI Eventing European Championships boten bereits am ersten Dressurtag vielversprechende Vorstellungen. An die Spitze des Starterfelds setzte sich… Artikel lesen

Marike Weber
30.08.2019 3 min lesen
(Foto: Adrian Fohl)

Die Longines FEI Eventing European Championships boten bereits am ersten Dressurtag vielversprechende Vorstellungen. An die Spitze des Starterfelds setzte sich die britische Einzelreiterin Laura Collett mit 25,50 Minuspunkten.

Mit nur 0,3 Punkten Abstand folgen zwei Reiter punktgleich auf dem zweiten Platz. Kai Rüder (GER) und Thibaut Vallette (FRA) erhielten beide 25,80 Minuspunkte für ihre Dressurvorstellungen.

Die 29-jährige Laura Collett war geradezu euphorisch nach ihrer gelungenen Dressur, mit der sie sich an die Spitze des Starterfeldes nach dem ersten Dressurtag setzte: „Selbstverständlich bin ich überglücklich nach dieser tollen Vorstellung und freue mich, dass London 52 mir voll und ganz vertraut hat. Da er noch ein bisschen unerfahren ist, kann er sich von der Atmosphäre in

so einem imposanten Stadion auch schnell mal ablenken lassen. Wenn ich bei ihm bin, weiß er, dass alles in Ordnung ist und gibt immer sein Bestes. Es steckt so viel Potential in ihm und ich freue mich auf eine spannende gemeinsame Zukunft.“

Mit einer nahezu perfekten Grußaufstellung legten Kai Rüder (GER) und Colani Sunrise den Grundstein für ihr gutes Resultat: „Das war eine Prüfung mit viele Höhepunkten, guten Traversalen und super Galoppverstärkungen. Colani hat einen sehr starken Charakter und will immer alles richtig machen, wenn man ihn nur lässt. Deshalb habe ich versucht, ruhig zu bleiben und die Prüfung sicher zu Ende zu bringen. So kamen die guten Noten fast von alleine.“ Auch Thibaut Vallette war nach seiner Vorstellung überaus zufrieden: „Ich bin super happy mit meiner Dressur. Mein Pferd geht normalerweise sehr gute Dressuren und hat auch sehr gute Bewegungen. Heute konnte ich sein Potential voll und ganz abrufen.“

In der Teamwertung liegt das belgische Team mit zwei hervorragenden Vorstellungen und lediglich 57,60 Minuspunkten derzeit in Führung. Karin Donckers (BEL) freute sich über die gute Ausgangslange nach dem ersten Dressurtag und war wunschlos glücklich mit der Leistung ihres 14-jährigen Wallachs: „Wenn man an unserem T est noch irgendetwas verbessern könnte, dann wäre es mein Reiten. Mein Pferd war einfach nur super, ich konnte wirklich alles so reiten, wie ich es mir vorgestellt hatte. Das gastgebende Team aus Deutschland liegt derzeit mit 60,40 Minuspunkten auf Rang 2, gefolgt von den Franzosen mit 64,20 Minuspunkten.

Geländestimmen:

Kai Rüder: „Ein toller, selektiver Kurs mit vielen schönen Linien. Schön, dass die Linienführung nicht so kringelig ist und sich die Aufgaben über den ganzen Kurs verteilen.“

Piggy French: Das Gelände ist ein würdiger Championatskurs, der konzentriertes Reiten bei allen Komplexen über den ganzen Kurs erfordert. Das wird hier kein Dressurturnier.“

Thibaut Valette: „Nach meinem ersten Eindruck wirkt das Gelände sehr anspruchsvoll. Insbesondere das zweite Wasser nach dem Stadion ist eine Herausforderung.“

Lokalmatadorin Nadine Marzahl: „Insbesondere die drei Wasser finde ich sehr anspruchsvoll. Ich habe mir aber auch noch nicht alle Linien genau angeschaut, bislang habe ich nur einen ersten Eindruck von dem Kurs bekommen.

Christoph Wahler: „Schwer, schön, Lust drauf!“

Livestream:

Über ein Abonnement kann die komplette Europameisterschaft bei FEI TV gestreamt werden.
Allgemeine Informationen

Luhmühlen richtet seit über 60 Jahren große Vielseitigkeitsprüfungen aus – darunter fünf Europameisterschaften 1975, 1979, 1987, 1999 und 2011 und eine Weltmeisterschaft 1982.
Vom Weltverband des Reitsports (FEI) wurde Luhmühlen erneut ausgewählt, die Europameisterschaft im Vielseitigkeitsreiten 2019 auszurichten. Damit richtet Luhmühlen zum sechsten Mal eine Europameisterschaft aus und wird damit zu einem der meist genutzten Championatsstandorte. Die Europameisterschaften finden im vorolympischen Jahr statt. Als ausrichtende Nation darf Deutschland zwölf deutsche Reiter an den Start bringen.

Titel-Partner der Europameisterschaft ist Longines Watch Co. Francillon Ltd., St. Imier (Schweiz). Weitere Hauptsponsoren sind die Ostfriesische Tee Gesellschaft GmbH & Co. KG (Seevetal) mit der Marke Meßmer, COMFG Ltd., Wrexham (GBR) mit der Marke Charles Owen und die LVM Versicherung, Münster.

Die Schirmherrschaft übernimmt der Präsident des deutschen Olympischen Sportbundes Alfons Hörmann. Die Richtergruppe besteht aus Martin Plewa (Präsident), Anne-Mette Binder (DEN) und Peter Shaw (AUS). Technischer Delegierte des Weltverbandes, FEI ist Gert Naber (NED). Parcourschef Gelände ist Mike Etherington-Smith (GBR) und Parcourschef Springen ist Marco Behrens.

Gesamtpreisgeld EUR 100.000,- (davon EUR 70.000,- für die Einzelwertung und EUR 30.000,- für die an 1. – 3. Stelle platzierten Mannschaften)

PM

Marike Weber

„Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“ (Albert Einstein)