Keine Championatsstarts mehr für “Wolle”

von Larissa Lienig
07. Juli 2018
07.07.2018
ca. 2 Minuten

Weltmeisterin Sandra Auffarth verzichtet auf Titelverteidigung mit Opgun Louvo in Tryon

Ganderkesee (fn-press). Sandra Auffarths Spitzenpferd Opgun Louvo soll keine Championate mehr bestreiten. Das hat die Weltmeisterin in der Vielseitigkeit heute in Absprache mit dem Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) offiziell bekannt gegeben. Dies bedeutet auch den Verzicht auf die Titelverteidigung im US-amerikanischen Tryon, wo im September die Weltmeisterschaften in acht Pferdesportdisziplinen ausgetragen werden.

„Nach vielen Überlegungen in den letzten Wochen, habe ich mich entschlossen, mein Spitzenpferd Opgun Louvo nicht mehr bei Championaten an den Start zu bringen. Wolle ist fit, unsere Starts im polnischen Strzegom (CIC2*) und in Sopot (CCI3*) liefen gut. Trotzdem möchte ich ihn nicht mehr den Strapazen eines Championates aussetzen“, teilt Sandra Auffarth mit. Die Fans des Paares dürfen sich dennoch freuen. Beim CHIO Aachen wollen die beiden an den Start gehen. „Das wird jetzt unser Jahreshighlight 2018! In der Aachener Soers haben Wolle und ich seit 2012 schon viele große Erfolge gefeiert: Fünf Siege mit der Mannschaft, der Einzelsieg in 2014 sowie die Platz zwei, drei und vier in der Einzelwertung. Mal schau‘n, ob wir daran anknüpfen können. Wolle und ich sind auf jeden Fall hochmotiviert.“

Der in der französischen Normandie gezogene Fuchswallach Opgun Louvo kam fünfjährig in den Stall von Sandra Auffarth, die damals noch der Warendorfer Perspektivgruppe angehörte. 2009 wurde das Paar Dritter bei den Weltmeisterschaften der siebenjährigen Vielseitigkeitspferde in Lion d’Angers, startete achtjährig auf Drei-Sterne-Niveau und sicherte sich 2011 dank eines zweiten Platz im CCI4* Luhmühlen das Ticket für den ersten EM-Einsatz. Ab dann stellten sich Schlag auf Schlag die Erfolge ein, insgesamt sammelte das Paar neun Medaillen auf fünf Championaten. Zweimal gewannen Sandra Auffarth und Opgun Mannschaftsgold und Einzelsilber bei Europameisterschaften (2011 und 2015), erlebten in London 2012 mit Mannschaftsgold und Einzelbronze bei den Olympischen Spielen ihren ersten großen Karriere-Höhepunkt, bevor sie 2014 nach einem Doppelsieg beim CHIO Aachen in der Normandie Doppelweltmeister wurden. 2016 schloss sich der Deutsche Meistertitel sowie die dritte olympische Medaille an. In Rio erkämpften sich die beiden zusammen dem Team die Silbermedaille

„Die Entscheidung ist Sandra sicherlich nicht leicht gefallen. Natürlich wären die WM nochmal ein tolles Highlight für dieses erfolgreiche Paar gewesen, aber ich habe vollstes Verständnis dafür, dass Sandra ihrem langjährigen Erfolgspferd keinen weiteren Championatseinsatz zumuten möchte. Ich bin mir sicher, dass sie mit ihren tollen Nachwuchspferden schnell wieder zurück an die Spitze finden wird“, sagt Bundestrainer Hans Melzer.

Quelle: FN-Press

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