DM Luhmühlen: Krajewski weiter vor Klimke

Deutsche Topreiterinnen bauen durch Nullrunden ihre Führung aus

Luhmühlen (fn-press). Julia Krajewski führt mit Samourai du Thot die Deutsche Meisterschaft Vielseitigkeit in Luhmühlen weiter an, dicht gefolgt von Ingrid Klimke (Münster) mit SAP Hale Bob OLD. Mit einem Zwischenstand von 19,9 bzw. 21,9 Minuspunkten trennt das Spitzenduo kein Abwurf vor dem abschließenden Springen.

Die beiden deutschen Spitzenreiterinnen waren neben dem Schweden Niklas Lindbäck mit Focus Filiokus die einzigen, denen eine Nullrunde durch das rund 3.300 Meter lange Gelände gelang. „Ich muss mich bei meinem Pferd entschuldigen, dass ich ihm nicht zugetraut hatte, hier in die Zeit zu laufen“, sagte Julia Krajewski. „Aber er ist einfach schlau, zieht die Sprünge an und ist immer flink am Sprung, das hat wirklich Spaß gemacht.“ Ingrid Klimke bestätigte: „Es war total klasse, Bobby zog von der Startbox aus, war immer zehn Sekunden vor der Zeit, so dass ich mir an den entscheidenden Aufgaben Zeit nehmen konnte.“ Der Dank beider Reiterinnen galt dem Aufbauer Mike Etherington-Smith und dem gesamten Luhmühlener Team, das in den vergangenen Wochen alles daran gesetzt hat, die Strecke bestmöglich für die Teilnehmer zu präparieren.

Ein paar Sekunden zu langsam kam die nach Dressur noch zweitplatzierte Bettina Hoy mit Designer ins Ziel. Die Titelverteidigerin tauschte damit den Platz mit Ingrid Klimke und rangiert mit 28,8 Minuspunkten in der Meisterschaftswertung auf dem Bronzerang, gefolgt von Lokalmatador Andreas Dibowski (Döhle) mit FRH Butts Avedon (32,2). Aktuell Fünfter in der DM-Wertung ist Perspektivgruppenmitglied Christoph Wahler (Bad Bevensen/Warendorf) mit Carjatan S, der damit zugleich die Sonderwertung im U25-Förderpreis anführt.

Traditionell wird die Deutsche Meisterschaft im Rahmen einer internationalen Drei-Sterne-Kurzprüfung (CIC3*() ausgetragen. In der internationalen Wertung rückte der Italiener Pietro Roman mit dem 16-jährigen irischen Vollblüter Baraduff an die dritte Stelle hinter Krajewski und Klimke vor. „Es ist mir eine Ehre, hier neben diesen beiden Reiterinnen zu sitzen“, sagte er in der Pressekonferenz. Bezüglich des Springens hat er allerdings kaum Hoffnungen. „Mein Pferd ist ein Star im Gelände, aber weniger im Parcours“, deutete er an.

Bis auf drei beendeten alle 21 deutschen Paare die Geländeprüfung, zwei hatten vorab auf den Start verzichtet, darunter Weltmeisterin Sandra Auffarth (Ganderkesee), deren Nachwuchspferd Daytona Beach sich in der Dressur sehr durch die Atmosphäre im Dressurstadion hatte beeinflussen lassen.

Anders als im CIC3* gelang es in der zuvor ausgetragenen Geländeprüfung der Vier-Sterne-Vielseitigkeit (CCI4*) keinem deutscher Reiter, in die Top Ten vorzurücken. In Führung ging hier der US-Amerikaner Boyd Martin mit Shamwari, als bester Deutscher belegt Jörg Kurbel (Rüsselsheim) mit Josera’s Entertain You Platz15. Das CCI4* wurde zudem durch den Sturz der belgischen Reiterin Chloe Raty überschattet. Während die Reiterin weitgehend unverletzt blieb, musste ihr Pferd Axel Z in der Tierklinik eingeschläfert werden, nachdem in dort eine Wirbelsäulenverletzung festgestellt worden war. Das Hindernis wurde aus der Prüfung genommen. Mehr zum CCI4* gibt es hier.

Quelle: FN-Press