DM Junge Reiter Luhmühlen: Gold für Emma Brüssau

Silber für Antonia Baumgart / Bronze für Fritz Ludwig Lübbeke

Luhmühlen (fn-press). Mission Titelverteidigung geglückt: Ein Jahr nach Gold bei den Junioren gewinnt Emma Brüssau mit Dark Desire GS in Luhmühlen die Deutsche Meisterschaft Vielseitigkeit bei der Jungen Reitern (U21) vor Antonia Baumgart und Fritz-Ludwig Lübbeke.

„Damit hätte ich am Anfang des Jahres niemals gerechnet“, sagte Emma Brüssau nach ihren Titelgewinn. „Es hat wirklich geholfen, dass ich seit dem Frühjahr bei Julia Krajewski in Warendorf trainiere und natürlich hat der Trainingsaufenthalt bei Chris Bartle unheimlich viel gebracht.“ Schon früh stand fest, dass die Reiterin aus dem badischen Schriesheim die Goldmedaille gewinnen würde. Denn nach Dressur und Gelände nahm sie mit ihren beiden Pferden die Plätze eins und zwei ein. Im abschließenden Springen wurde ihr Start mit der zweitplatzierten Dark Desire GS daher vorgezogen. Dank einer Nullrunde blieb es bei 30,8 Minuspunkten für das Paar. Damit war der Reiterin der Titel bereits sicher, sie konnte sich mit ihrer bis dahin besser platzierten Stute Donnerstag nur noch selbst schlagen. Ein Abwurf vereitelte den Plan. „Das war mein Fehler“, gestand sie. „Vielleicht war ich einfach nicht mehr konzentriert genug, nachdem mein Sieg schon feststand.

Die Silbermedaille ging an Antonia Baumgart mit Lamango. Wie Brüssau ist auch die Düsseldorferin eine Junioren-Umsteigerin. Gemeinsam absolvierten sie auch den Trainingsaufenthalt in England bei Ex-Bundestrainer Chris Bartle. Und wie Brüssau kam sie fehlerfrei aus dem Parcours. „Lamango ist ein sicherer Springer. Trotzdem kann man sich nie sicher sein, dass es klappt“, sagte sie strahlend. „Es hat nach der langen Geländeprüfung im Parcours nochmal richtig für mich gekämpft.“ Ursprünglich war der Schimmel für ihren Vater Dietrich Baumgart gedacht, der selbst vor genau 40 Jahren Junioren-Europameister in Burghley war und vor zwei Jahren mit ihm in Luhmühlen im Ü40-Cup antrat. Inzwischen ist der achtjährige La Calido-Sohn allerdings fest im Beritt von Antonia Baumgart, parallel zu ihrer Stute Little Rose. Mit dieser konnte sie in Luhmühlen zunächst die Dressur gewinnen, kam allerdings aufgrund einer Zwangspause im Gelände mit deutlicher Verspätung ins Ziel. Mit Lamango als Zweitpferd rückte sie dagegen in Medaillennähe vor. Dank der Nullrunde im Springen blieb es bei 34,4 Minuspunkten.

Während sich die Rangierung bei den Junioren im Springen an der Spitze kaum änderte, sorgte bei den Jungen Reiter der ein oder andere Springfehler für Veränderungen. Besonders bitter traf es die Warendorfer Sportsoldatin Johanna Zantop, die mit FBW Santana’s Boy gute Aussichten auf eine Medaille gehabt hätte, mit drei Abwürfen jedoch nach hinten durchgereicht wurde. Auch die ehemalige Junioren-Meisterin Anais Neumann (Nürmbrecht) verpasste mit Inka van de Vrobiehoeve wegen eines Abwurfes einen Platz auf dem Treppchen und wurde mit 39,3 Minuspunkten Vierte.

Lachender Dritter war am Ende Fritz Ludwig Lübekke aus Wingst mit Caramella. „Er ist super sicher im Springen, außerdem nervenstark und belastbar“, hatte Bundestrainer Frank Ostholt vorab prophezeit und sollte Recht behalten. Dank einer Nullrunde im Parcours durfte sich Lübbeke bei einem Endstand von 36,9 Minuspunkten die Bronzemedaille umhängen lassen.

Die Deutschen Meisterschaften der Jungen Reiter wurden im Rahmen einer offen ausgeschriebenen Zwei-Sterne-Kurzprüfung ausgetragen. Besser als die neue Meister schloss am Ende nur eine ab: Ingrid Klimke (Münster) mit Nachwuchspferd Asha P. Sie beendete die Prüfung mit nur 27,6 Minuspunkten.

Alle Ergebnisse unter www.rechenstelle.de.

Quelle: FN-Press