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Start-Ziel-Sieg für Jessica von Bredow-Werndl

(Neumünster) Die Doppel-Olympiasiegerin knüpfte in den Holstenhallen nahtlos dort an, wo sie vor zwei Jahren aufgehört hatte: Platz eins für… Artikel lesen

Martina Brueske
20.02.2022 3 min lesen
Mit über 84 Prozent an der Spitze: Jessica von Bredow-Werndl und TSF Dalera BB gewannen in Neumünster der Kurz-Grand Prix. (Foto: Stefan Lafrentz)

(Neumünster) Die Doppel-Olympiasiegerin knüpfte in den Holstenhallen nahtlos dort an, wo sie vor zwei Jahren aufgehört hatte: Platz eins für Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) in der Qualifikation zur Weltcup-Kür mit der Trakehner Stute Dalera BB (84,39 Prozent). Als Siegerin in der Weltcup-Kür hatte sie im Februar 2020 die Holstenhallen in Neumünster verlassen. Auf Platz zwei folgte Isabell Werth (Rheinberg) mit DSP Quantaz (78,55 %), der eine lange Turnierpause damit beendete und Dritte wurde Dänemarks Nanna Skodberg Merrald mit Atterupgaards Orthilia (77,92). Die Qualifikation wurde im Kurz-Grand Prix – Preis gegeben von Madeleine Winter-Schulze und FUNDIS Reitsport – entschieden.

Alle drei Reiterinnen betonten wie wichtig und gut die Initiative der Veranstalter ist, die Weltcup-Qualifikation in Neumünster zusammen mit den weiteren Dressurprüfungen zu ermöglichen. “Für uns ist das super, der Weg von Dänemark nicht so weit wie sonst zu Turnieren”, unterstrich Skodberg Merrald, die zum EM-Bronze-Team Dänemarks zählt und in den Holstenhallen zusammen mit den Teamkolleginnen Catherine Dufour und Charlotte Heering antritt. Die als “Hexenkessel” bekannten Holstenhallen sind Standort für eine reine Dressurversion der VR CLASSICS, zu der in sehr begrenzter Zahl kurzfristig wenige hundert Zuschauer/innen zugelassen waren. “Das ist auch nicht ganz einfach”, hat von Bredow-Werndl beobachtet, “wenn die Halle nicht voll ist, registrieren die Pferde jede einzelne Bewegung. Dalera stört das ja gar nicht, andere Pferde reagieren darauf.” 

Isabell Werth –  die allein neun Mal die Weltcup-Qualifikation in Neumünster gewann – hatte sich Prüfungsroutine für DSP Quantaz auf die Fahnen geschrieben. Der 12 Jahre alte Quaterback-Sohn hat seit September 2021 keinen Turnierplatz gesehen. Die Aufgaben für die Weltcup-Kür am Sonntag im Preis der VR Bank zwischen den Meeren (ab 11.15 Uhr) stehen fest – Fehler vermeiden, Glanzpunkte herausstreichen. 

“Die Veranstalter haben ein solches Top-Feld verdient”, sagte Chefrichterin Katrina Wüst aus Bayern. Wie auch die zwei- und vierbeinigen Athleten, sind die Richter und Richterinnen in den vergangenen Wochen kaum im Einsatz gewesen. Die Freude über die VR CLASSICS meets FEI Dressage World Cup mit erstklassiger Besetzung  und auch neuen Reiter/ Pferd-Paaren ist auch bei den Jurymitgliedern groß. Madeleine Winter-Schulze, Prüfungsmäzenin und nicht zuletzt Besitzerin etlicher Spitzenpferde, freute sich wieder für Isabell Werth die Daumen drücken zu können und auch für Stefan Fundis geht von Neumünster ein wichtiges Signal aus – Sport möglich zu machen. “Ohne das Engagement der Partner und der Sponsoren hätte wir es ja nicht geschafft, wir alle sind wirklich dankbar für diese Unterstützung”, ergänzte Turnierleiter Francois Kasselmann.

Damsey-Tochter Daniela gewinnt Auftakt

Die erste Prüfung, den Prix St. Georges im Preis der R+V/VTV Generalvertretung Kuschel, gewann Mannschafts-Europameisterin Helen Langehanenberg mit der neun Jahre alten Stute Daniela, eine Tochter ihres Erfolgspferdes Damsey, mit dem die zierliche Westfälin in Neumünster im Weltcup großartige Erfolge feiern konnte. Wie der “Herr Papa” kann Daniela in schweren Lektionen brillieren und legt große Leistungsbereitschaft an den Tag. Dahinter reihte sich DJM-Reiterin Helena Schmitz-Morkramer (Hamburg) mit DSP Lifestyle und Benjamin Werndl (Aubenhausen) mit Discover ein.

Ergebnisüberblick VR Classics meets FEI Dressage World Cup

1 CDI1* – Prix St.Georges – Preis der R+V/ VTV Generalvertretung Kuschel

1. Helen Langehanenberg (Billerbeck) auf Daniela 133 743.00

2. Helena Schmitz-Morkramer (Hamburg) auf DSP Lifestyle 739.00

3. Benjamin Werndl (Tuntenhausen) auf Discover 7 735.50

4. Young Shik Hwang (KOR) auf Bluebarry Dream 710.00

5. Shereen Giese (Bad Bramstedt) auf Fame 240 699.00

6. Tayla Desmet (AUS) auf Zaubermaus 684.00

3 CDI-W – Short Grand Prix de Dressage – Preis gegeben von Madeleine Winter-Schulze und FUNDIS Reitsport – Qualifikation

1. Jessica von Bredow-Werndl (Tuntenhausen/RFV Aubenhausen e.V./GER) auf TSF Dalera BB 1603.50

2. Isabell Werth (Rheinberg/RFV Graf von Schmettow Eversael/GER) auf DSP Quantaz 1492.50

3. Nanna Skodborg Merrald (/DEN/DEN) auf Atterupgaards Orthilia 1480.50

4. Carina Cassøe Krüth (/DEN/DEN) auf Heiline’s Danciera 1475.00

5. Cathrine Dufour (/DEN/DEN) auf Vamos Amigos 1470.50

6. Helen Langehanenberg (Billerbeck/RV St.Georg Münster e.V./GER) auf Annabelle 110 1446.50

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