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Sergio Moya strahlender Sieger im Scheinwerferlicht – Großes Kino bei der LGCT Etappe in Cannes

Foto: Sergio Alvarez Moya / Foto: LGCT / Stefano Grasso Der rote Teppich wurde nach dem Longines Global Champions Tour… Artikel lesen

Larissa Lienig
11.06.2017 4 min lesen
Foto: Sergio Alvarez Moya / Foto: LGCT / Stefano Grasso
Foto: Sergio Alvarez Moya / Foto: LGCT / Stefano Grasso

Der rote Teppich wurde nach dem Longines Global Champions Tour Grand von Cannes für den Spanier Sergio Alvarez Moya und seinen zwölf Jahre alten Wallach Arrayan ausgerollt. Die beiden gewannen erstmals einen Großen Preis der LGCT (0/35.76), dies in spektakulärer Weise vor dem Franzosen Simon Delestre (0/36.70), der nach langer Verletzungspause wieder seinen Hermes Ryan reiten konnte, und dem Deutschen Daniel Deusser (0/37.63). Weil sich die bisher im Ranking Führenden nicht qualifizieren konnten, nutzte Harrie Smolders (NED) seine Chance und kletterte im LGCT Ranking an die Spitze nach dieser sechsten Etappe an der französischen Riviera.

„Es ist so schwer, einen Grand Prix zu gewinnen. Es waren heute so viele Reiter im Stechen, aber für mich wurde es eine fantastische Angelegenheit,“ sagte der glückliche Sieger. „Ich weiß, mein Pferd ist sehr schnell und es hat einen enormen Galopp, daher war es schwer, uns zu schlagen. Ich musste nicht einmal alles geben, Arrayan sprang vom Feinsten. Ich könnte wirklich nicht glücklicher sein!“

Es gab viel zu sehen, für einige tausend Zuschauer, die selbst für Verhältnisse, wie sie in Cannes an der frz. Riviera normalerweise vorherrschen mit den Filmfestspielen, den Oldtimer-Treffen und anderen Events, reichlich zu Staunen hatten. Die Veranstaltung findet nahe der berühmten Strandpromenade Croisette statt, abends leuchten die Sterne über der Stadt und dem Strand. Es ist ein sehr stilvoller und wunderschöner Standort für ein Reitturnier. Pferdefreunde jubeln bei sommerlichen Temperaturen ihren Stars zu, zahlreiche VIPs amüsieren sich bei Champagner und Leckereien.

Die Pferde und Reiter mussten sich erst an das helle Flutlicht, die glänzenden Hindernissen, die LED-Leuchten, Lichter, Schatten, Bewegungen, Musik und das Ambiente gewöhnen und durften sich nicht davon ablenken lassen. Aufmerksamkeit war gefragt von den Aktiven, für die es wieder um eine Dotierung von 300 000 Euro im Longines Global Champions Tour Grand Prix von Cannes ging.

24 Reiter hatten sich qualifiziert, Parcourschef Ulliano Vezzani hatte einen sehr schweren Kurs gebaut, die Zeit spielt bei dem italienischen Parcourschef immer eine große Rolle. Seine Fehlerprognose vor dem Start: „Das ist ein echter Grand Prix, die Pferde sprangen vorher schon fantastisch. Der Level der Pferde und Reiter ist sehr hoch. Ich denke, sieben bis zehn Paare sollten fehlerfrei bleiben und ins Stechen kommen.“ Die Distanzen seien so gebaut, dass guter Sport gezeigt werden könne. Es ist sehr schwer für Parcoursdesigner bei einem solchen Weltklassefeld, die Anzahl der fehlerfreien Ritte vorherherzusagen. Doch dem Könner Ulliano Vezzani gelang sogar diese Prognose: Zehn Paare erreichten nach fehlerfreier Runde das Stechen.

Stunden davor ging es um die sechste Etappe der Global Camions League. Die Seriensieger des Teamwettbewerbs von Valkenswaard United haben wieder zugeschlagen: Alberto Zorzi, der Reiter der Pferde von Athina Onassis und Marcus Ehning blieben beide fehlerfrei und sicherten sich damit den Sieg der sechsten Etappe vor dem Team der Shanghai Swans und Hamburg Diamonds. Im Ranking liegen nun Valkenswaard United (123 Punkte) vor Hamburg Diamonds (119 Punkte) und St. Tropez Diamonds (103 Punkte).

 

Stimmen:

Jan Tops, Präsident und Gründer der Longines Global Champions Tour: „Dieses Turnier ist sehr speziell. Hier ist das Publikum sehr enthusiastisch. Wir haben letztendlich drei großartige Reiter auf dem Podium. Unser Parcourschef Ulliano Vezzani machte einen großartigen Job – das ist wichtig für uns, für Reiter und Pferdebesitzer, dass unsere Pferde diese großen Aufgaben jede Woche meistern können.

Die Meisterschaft wird eng, Harrie ist an die Spitze geklettert. Derzeit ist eine Prognose schwierig, die besten sieben bis acht derzeitigen Reiter können am Ende gewinnen.“

Francois Bourey, Präsident Jumping Cannes: „Das war ein sehr guter Grand Prix und ein tolles Stechen. Ein perfektes Stechen mit zehn Reitern vor großartigem Publikum. Seit zehn Jahren sind wir glücklich mit Ulliano Vezzani. Für das kommende Jahr haben wir mit der Stadt Cannes gemeinsam einige Veränderungen geplant. Wir wollen 2018 alle im neuen Stadion begrüßen. Für mich ist die Longines Global Champions Tour sehr wichtig und ich hoffe, wir werden noch einen langen, langen gemeinsamen Weg gehen.“

Sergio Alvarez Moya, Sieger LGCT Cannes: „Dies ist mein bisher bestes Jahr in meiner Karriere. Ich habe eine große Anzahl von Pferden – und habe meinen Pferdebesitzern und Unterstützern zu danken. Ich hatte ein sehr gutes Stechen, musste nicht zu viel Druck machen. Ich reite Arrayan seit einem Jahr. Er ist ein aufgewecktes Pferd, manchmal etwas stark. Er wurde kurz vor diesem Springen erst für von G &C Farm gekauft. Ich bin super happy, es kann keinen besseren Start für uns geben.“

Simon Delestre, Zweiter LGCT Cannes: „Sergio war heute sehr schnell. Für mich war es etwas Besonderes. Ryan ist nach der Verletzung seit Rio wieder auf seinem besten Level, es ist fantastisch, ihn wieder in alter Form zu haben. Er ist richtig fit und ich hoffe, er ist wieder bereit für die kommende Saison.“

Daniel Deusser, Dritter LGCT Cannes: „Noch am Donnerstag war mein Pferd sehr abgelenkt und guckrig durch die Lichter und beendete den Parcours mit 14 Fehlern, daher haben wir für die GCL einen Reitertausch vorgenommen. Heute hat er sich erholt und machte es viel besser. Er war fehlerfrei und ich war sehr froh darüber. Ich war erster im Stechen, konnte es heute nicht besser machen und bin froh über meinen dritten Platz.“

Harrie Smolders, Führender im Ranking LGCT: „Meine Stärke liegt in meinen Pferden begründet. Ich habe zwei Pferde mit Emerald und Don, die überall fehlerfreie Runden produzieren, damit bin ich in einer guten Position, dank meiner Pferdebesitzer Copernicus und Eurohorse. Ich habe ein Ergebnis mehr als meine Konkurrenten, aber es liegt noch ein langer Weg vor uns. Am Ende ist das Schlüsselwort Beständigkeit, und, in der zweiten Runde reiten zu dürfen, was nicht so leicht ist.“

Pressemitteilung