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Rolex Grand Prix: Kent Farrington steigt ins Rennen um den Rolex Grand Slam ein

Am Ende einer spannenden und sehr selektiven Prüfung gewann der Amerikaner Kent Farrington zum ersten Mal einen Rolex Grand Slam… Artikel lesen

Larissa Lienig
10.12.2017 3 min lesen
Kent Farrington und Gazelle haben den Rolex Grand Prix mit einer fantastischen Leistung gewonnen. Foto © www.sportfotos-lafrentz.de

Am Ende einer spannenden und sehr selektiven Prüfung gewann der Amerikaner Kent Farrington zum ersten Mal einen Rolex Grand Slam Grand Prix und gewann gleichzeitig seinen ersten Major-Titel.

Roger-Yves Bost kündigte es bereits bei der Parcoursbesichtigung an: Der von den Parcoursbauern erstellte Kurs werde zu Fehlern verleiten, und die Reiter müssten alle ihr volles Können einsetzen, um ohne Fehler und in der Zeit zu bleiben. Und man musste in der Folge auch bis zur Startnummer 13 mit Pedro Veniss und sein brillanter Quabri de l’Isle warten, bevor es eine erste fehlerfreie Runde zu sehen gab. Leider gelang es ihm jedoch nicht in der erlaubten Zeit zu bleiben… und das hiess, keinen Einzug ins Stechen für den Brasilianer. Philipp Weishaupt war als aktueller Grand-Slam-Herausforderer an den Start gegangen. Im Sattel von Asathir verpasste der Deutsche jedoch den Einzug ins Stechen um den Rolex Grand Prix.

Ein fordernder Parcours

Trotz des hohen Niveaus der Reiter und der Qualität ihrer Pferde musste man mehr als die Hälfte der Startenden abwarten, bis der erste Nullfehlerritt notiert werden konnte, erzielt von Harrie Smolders im Sattel seines brillanten Don VHP. Kurz darauf folgten Henrik von Eckermann (Mary Lou 194) und Gregory Wathelet auf Corée, das Gewinnerpaar im Rolex Grand Prix in Aachen in diesem Jahr. Für die vielen Zuschauer, die ins ausverkaufte Palexpo gekommen waren, um dieses grossartige Spektakel mitzuerleben, zeichnete sich also ein hochkarätiges Stechen ab. Dazu qualifizierten sich am Ende des ersten Umgangs auch noch der Sieger des Credit Suisse Grand Prix vom Freitag, Kent Farrington, sowie der Mannschaftseuropameister Cian O’Connor. Eine Barrage mit fünf Reitern also, und nicht etwa irgendwelche!

Als Erster im Stechen ging Harrie Smolders nicht alle Risiken eine und wurde auch unmittelbar vom nachfolgenden Henrik von Eckermann geschlagen. Der Belgier Wathelet beendete die Barrage mit zwei Zehntel Rückstand auf den Schweden. Als nächstes kam die Welt Nr. 1, Kent Farrington. Der Amerikaner ist bekanntlich immer sehr schnell, egal mit welchem Pferd! Im Sattel von Gazelle zeigte er einmal mehr, dass er die Kunst der Kombination von Leistung und Geschwindigkeit hervorragend zu beherrschen wusste. Kent Farrington profitierte davon, dass bei Cian O’Connor eine Stange fiel, und gewann „endlich“ den Rolex Grand Prix von Genf. Nachdem er in den letzten Jahren praktisch alle anderen Hauptprüfungen des CHI schon mindestens einmal gewinnen konnte. Und natürlich hat er jetzt auch die die nächsten Etappen des Rolex Grand Slam auf dem Radar, beginnend mit ’s-Hertogenbosch nächsten Frühling.

„Das ist der Sieg, nach dem ich schon seit Jahren gestrebt habe. Ich war ein paar Mal nahe dran und bin überglücklich, heute hier in Genf gewonnen zu haben. Mein Pferd sprang unglaublich, das Publikum hat mich super unterstützt. Es ist ein fantastischer Jahresabschluss für mich“, so Kent Farrington, der im Rolex Grand Prix auf die elfjährige Stute Gazelle gesetzt hatte.

FINAL RESULTS OF THE 2017 ROLEX GRAND PRIX AT CHI GENEVA
1. Kent Farrington (USA) riding Gazelle
2. Henrik Von Eckermann (SWE) riding Mary Lou 194
3. Gregory Wathelet (BEL) riding Coree
4. Harrie Smolders (NED) riding Don VHP Z
5. Cian O’Connor (IRL) riding Fibonacci 17
6. Laura Kraut (USA) riding Confu
7. Pedro Veniss (BRA) riding Quabri de L’Isle
8. Eric Lamaze (CAN) riding Fine Lady 5
9. Peder Fredricson (SWE) riding H&M Christian K
10. Mark Mcauley (IRL) riding Miebello

Der Rolex Grand Slam

Nun darf sich der 36-Jährige in der ultimativen Herausforderung des Pferdesports beweisen, dem Rolex Grand Slam of Show Jumping: Derjenige Reiter, der drei Majors des Pferdesports direkt hintereinander gewinnt, geht als Grand-Slam-Champion in die Geschichte ein und erhält eine Prämie von einer Million Euro. „Das wird eine große Aufgabe, aber ich werde mein Bestes geben“, verspricht Kent Farrington mit Blick auf die kommenden Grand-Slam-Etappen. Im März beim The Dutch Masters in den Niederlanden geht es nun für ihn um den zweiten Majorsieg in Folge. Sollte ihm auch dort der Triumph gelingen, würde er im Juli beim CHIO Aachen 2018 in Deutschland um den Grand-Slam-Titel reiten.

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